Finanzierung Immobilie: Arten, Definitionen, Tipps & Empfehlungen

Finanzierung Immobilie – Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihre Immobilie finanzieren können: Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen oder Bausparvertrag? Welches Darlehen die richtige Finanzierungsmethode für Ihre erste eigene Immobilie ist, kommt grundlegend ganz darauf an zu welchem Zeitpunkt Sie eine Finanzierung möchten und wie viel Eigenkapital und monatliches Einkommen Ihnen zur Verfügung steht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Immobilie finanzieren können und welche Vor- und Nachteile, die unterschiedlichen Finanzierungsarten mit sich bringen.

Wie man Immobilien finanziert

Sie haben nicht genügend Eigenkapital für Ihre Immobilie? Wenn Sie in Immobilien oder Projekte investieren wollen, die eine finanzielle Einlage erfordern, brauchen Sie eine Finanzierung. Die Finanzierung kann durch Hypotheken, Bankkredite, eigenes Vermögen oder eine Kombination davon erfolgen. Sie können auch alternative Arten der Immobilienfinanzierung nutzen. Wie zum Beispiel Investoren suchen und sie davon überzeugen, dass es eine gute Idee ist, Ihr Projekt zu finanzieren. Zu diesem Zweck stehen professionelle Investoren oder Alternativen wie Crowdfunding zur Verfügung.

Finanzierung kann über folgende Möglichkeiten erfolgen:

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  • Hypotheken
  • Bankkredite
  • eigenes Vermögen
  • Kombination

Lernen Sie hier schnell und einfach erklärt alle Arten der Immobilien Finanzierung kennen.

Tilgungsdarlehen: Zinsen, Arten & Raten

Eines der häufigsten Kreditarten der Finanzierung von Immobilien. Ein Tilgungsdarlehen ist nur eine von vielen Möglichkeiten Ihre Immobilie zu finanzieren. Tilgungsdarlehen können unterschiedliche Faktoren beinhalten und sind sehr vielfältig. Auch das Annuitätendarlehen gehört zu den Tilgungsdarlehensarten.

Tilgungsdarlehen: Definition

Bei einem Tilgungsdarlehen handelt es sich um einen Oberbegriff für Darlehen, bei welchen über eine feste Laufzeit eine bestimmte Tilgungsleistung vereinbart wird. Ein Tilgungsdarlehen verfügt demnach über eine feste Laufzeit, einen festen Zinssatz und einer kontinuierlichen Tilgungsrate. Bei den meisten Tilgungsdarlehen zahlen Sie monatliche Ratenzahlungen an die Bank. Alternativ gibt es aber auch die Option vierteljährlicher, halbjährlicher oder jährlicher Ratenzahlungen.

Generell gilt: Mit jeder Tilgung reduziert sich Ihre Restschuld und somit sinkt der Zins und die monatliche Ratenhöhe. Folgende Faktoren sollten Sie bei einem Tilgungsdarlehen beachten: Kredithöhe, Zinssatz, Laufzeit und  Tilgungsrhythmus. Die Bank erstellt für Sie einen Tilgungsplan. Der Zinssatz hängt von ihrer Bonität, der Kredithöhe und der Laufzeit ab. Im Idealfall haben Sie Ihre Schulden nach Ablauf der Laufzeit zurückgezahlt. Bei Immobiliendarlehen bleibt häufig nach Ablauf der Laufzeit jedoch eine Restschuld, welche Sie durch eine Anschlussfinanzierung tilgen können.

Das wichtigste in Kürze:

  • Monatliche Abbezahlung der Kreditschuld an die Bank
  • Zahlung kann auch halb- oder jährlich bezahlt werden
  • feste Laufzeit und ausschließliche Zinszahlung
  • Tilgung wird am Ende der Laufzeit in einer Rate bezahlt

Die Tilgungsleistung setzt sich aus der Tilgungszahlung und der Zinszahlung zusammen. Also lässt diese sich folgendermaßen berechnen:

Tilgungsleistung = Tilgungszahlung + Zinszahlung

Durch Sondertilgungen können Sie die Kreditlaufzeit verkürzen. Daher unser Ratschlag für Immobilienkäufer:

Tipp: Sondertilgung vereinbaren

Vereinbaren Sie eine Sondertilgungsrate. So können Sie am Ende vom Jahr mehr zurückzahlen, wenn Sie wollen, Sie müssen es aber nicht! Dieses Thema sollten Sie vor Abschluss des Kredits bei Ihrer Bank untersuchen, da nicht alle Banken als Standard Sondertilgungen vorsehen.

Wie Sie das Tilgungsdarlehen berechnen, lernen Sie jetzt.

Tilgungsdarlehen berechnen

Um das Tilgungsdarlehen zu berechnen, benötigen Sie die Restschuld, den Jahreszins, die vereinbarte Tilgung und die Kreditlaufzeit. Liegen Ihnen diese Daten vor, können Sie mit Hilfe dieser Rechnung Ihr Darlehen berechnen.

Der Zins wird wie folgt berechnet:

Zins = Restschuld * Jahreszins / 100 * Laufzeit / 360

Tilgungsdarlehen in Kürze erklärt:

  • monatliche Kreditzahlung
  • ausschließlich Zinszahlung im Monat
  • Zinssatz hängt von Bonität, Kredithöhe & Laufzeit ab
  • Tilgungsrate wird am Schluss als einmaliger Betrag gezahlt

Mehr Artikel zum Thema Tilgungsdarlehen hier:

Annuitätendarlehen: Konstant, Zinsen & Tilgung

Annuitätendarlehen sind die häufigste Form von Darlehen für Privatpersonen. Die Vorhersehbarkeit, meint genau zu wissen, was jeden Monat während der gesamten Rückzahlungsdauer zu zahlen ist, ist etwas, was vielen Kreditnehmern Sicherheit gibt. Doch was bedeutet eigentlich ein Annuitätendarlehen?

Annuitätendarlehen: Definition

Ein Annuitätendarlehen ist eine Darlehensform, bei der der Darlehensnehmer bei jeder Fälligkeit einen festen Betrag an Zinsen und Kapital zahlt, der während der gesamten Rückzahlungsdauer konstant bleibt.

Bei einer Annuität ist der Abzinsungssatz zu Beginn niedrig, steigt aber während der gesamten Rückzahlungsdauer stetig an, während der Zinssatz von einem hohen Anfangswert zu einem relativ niedrigen Wert wechselt, bleibt der Gesamtbetrag der Laufzeit während des gesamten Zeitraums konstant, was Ihre Finanzen berechenbarer macht. Eine Änderung des Zinssatzes wirkt sich so nicht auf die Höhe der Laufzeit aus, sondern verlängert den Rückzahlungszeitraum, was Planungssicherheit bietet.

In Kürze zusammengefasst:

  • Darlehensnehmer zahlt monatlich einen festen Betrag
  • Betrag bleibt konstant
  • Summe setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen
  • Zinssatz anfänglich hoch, sinkt im Verlauf
  • Tilgung steigt mit der Zeit

Wie Sie das Annuitätendarlehen berechnen, lernen Sie hier.

Annuitätendarlehen berechnen

Für die genaue Berechnung der Baufinanzierung ist in allen Fällen ein Rechner notwendig. Die monatlichen Kreditkosten beim Annuitätendarlehen, setzen sich aus den Zinsen und dem Tilgungsanteil für die laufende Kreditsumme zusammen. Die Zinsen spielen bei der Rückzahlung der Kreditschuld eine wichtige Rolle. Bietet eine Bank die Zinsen, um nur einen Prozentpunk günstiger an, können Sie schon hunderte Euros sparen.

Die Berechnung des Annuitätendarlehens setzt sich aus der Kreditsumme, dem Zinssatz und der Laufzeit zusammen.

Annuität = Darlehenssumme* Zinssatz

Berechnung der Tilgung:

Tilgung = Annuität – Zinsen

Flexibel zum Eigentumshaus:

5 bis 30 Jahren

Das war eine schnelle Erklärung zur Berechnung des Annuitätendarlehens. Schritt für Schritt wird Ihnen die Formel, auch anhand von einem Beispiel hier erklärt.

Nach der Berechnung wissen Sie also, ob das Darlehen in der Theorie für Sie ideal ist oder nicht. Aber wie würde der Kredit nach Abschluss praktisch in der Laufzeit genau aussehen? Dazu jetzt mehr.

Was das Darlehen für Sie in der Praxis bedeutet

In der Praxis bedeutet ein Annuitätendarlehen Folgendes:

  • niedrige Selbstbeteiligung zu Beginn der Rückzahlungsperiode
  • hohe Selbstbeteiligung gegen Ende der Rückzahlungsperiode
  • vorhersehbare Kreditkosten
  • Änderungen des Zinssatzes wirken sich nicht auf Gesamtbetrag aus
  • Änderungen des Zinssatzes = Verschiebung zwischen Zinsen und Abzügen
  • Verschiebung zwischen Zinsen, Abzügen = Rückzahlungsdauer verlängert sich
  • höhere Zinskosten im Vergleich zu Seriendarlehen

Mehr zum Thema Annuitätendarlehen:

Allerdings können Sie auch einen Bauspartrag zur Finanzierung der ersten Wohnung oder des ersten Hauses nutzen. Wie diese Finanzierungen gestaltet ist, erfahren Sie im Folgenden.

Bausparvertrag: Traditionell & kombinierbar

Der Anleger oder Bausparer verfolgt das Ziel, in der Zukunft eine Immobilie zu kaufen, bauen oder zu renovieren. Es wird ein traditionelles Sparen mit einem Immobiliendarlehen kombiniert. Der Kunde schließt einen Bausparvertrag mit einer Bausparkasse über eine bestimmte Summe ab. Dieser besteht immer aus zwei Teilen: Sparplan und Immobiliendarlehen. Zu Beginn des Vertrags wird festgelegt, welche Einsparquote erreicht werden muss, damit der Kunde in die Bereicherung des Darlehens kommt. Wichtig zu wissen, die Zinsen auf die Spareinlagen und das spätere Darlehen sind von Beginn an festgelegt.

Bausparvertrag zusammengefasst:

  • Kombination aus Sparen und Immobiliendarlehen
  • Vertrag mit Bausparkasse
  • Zinsen sind von Anfang an festgelegt

Ist ein Bausparvertrag sinnvoll?

Ein Bausparvertrag ist für Vermieter, sowie Selbstnutzer geeignet, die den Wert ihrer Wohnungen und Gebäude verbessern wollen. Das kann beispielweise durch den Aufbau eines Wintergartens geschehen. Auch Mieter haben das Recht, die Bausparmittel für die Wohnung zu verwenden, zum Beispiel für eine Badsanierung oder für das streichen der Wände. Die Maßnahmen dürfen aber nur mit Genehmigung des Vermieters erfolgen. Für Immobilieneigentümer ist ein Bausparvertrag weniger sinnvoll, da diese Finanzierungsmethode eher veraltet ist.

Was Sie mitnehmen sollten:

Für Immobilieneigentümer weniger sinnvoll.

Das waren die gängigsten Finanzierungsarten, im Folgenden erfahren Sie mehr zum Hypothekenkredit, der Umkehrhypothek, dem Flex-Darlehen, Anpassungsdarlehen und der Vollfinanzierung.

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Weitere Möglichkeiten der Finanzierung

Es gibt viele Möglichkeiten seine erste eigene Immobilie zu finanzieren. Neben den gängigsten Formen, wie dem Annuitätendarlehen, dem Tilgungsdarlehen und dem Bausparvertrag gibt es noch weitere beliebte Möglichkeiten wie der Hypothekenkredit, die Umkehrhypothek, das Flex-Darlehen, Volltilgerdarlehen oder die Vollfinanzierung.

Hypothekenkredit: Beteiligte & Tilgung

Eine Hypothek unterscheidet sich in ihrer Struktur und Finanzierung deutlich vom Bankkredit. Tatsächlich gibt es bei einer Hypothek nicht nur zwei (Kreditnehmer und Kreditgeber), sondern drei Beteiligte. Diese sind ein Kreditnehmer, ein Hypothekarkreditgeber und ein oder mehrere Kreditgeber.

Wenn Sie ein Haus kaufen und eine Hypothek benötigen, gibt es mehrere Dinge zu beachten. Eine davon ist, ob Sie ein Darlehen wünschen, bei dem Sie die Rückzahlungen für eine gewisse Zeit aussetzen können. Dies ist möglich, wenn Sie sich für eine tilgungsfreie Hypothek entscheiden. Das kann Ihnen etwas Spielraum in Ihrem Budget verschaffen, zum Beispiel um andere, teurere Schulden zu tilgen.

Mehr zum Hypothekenkredit können Sie sich hier aneignen.

Was ist eine Hypothek?

Eine Hypothek ist ein durch eine Immobilie gesichertes Darlehen, das durch die Ausgabe und den Verkauf von Hypothekenanleihen finanziert wird. Einer der Vorteile von Hypothekarkrediten ist, dass der Zinssatz und der Beitragssatz zusammen in der Regel etwas niedriger sind als der Zinssatz von Darlehen, die nicht auf Pfandbriefen basieren.

Die meisten Investitionen können ganz oder teilweise mit einer Hypothek finanziert werden. Ein Kredit ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen erhältlich. Als Privatperson können Sie eine Hypothek aufnehmen, um den Großteil Ihrer Hypothek zu finanzieren – bis zu 80 % des Kredits, wenn Sie eine selbst genutzte Immobilie in Form eines Hauses oder einer Eigentumswohnung kaufen.
Unternehmen können Hypotheken für Geschäftskredite nutzen. Welcher Kredit der richtige für Ihr Unternehmen ist, hängt davon ab, wofür Sie eine Finanzierung benötigen.

Hypothekenkredit zusammengefasst:

  • drei Beteiligte: Kreditnehmer, Hypothekarkreditgeber & Kreditgeber
  • durch Immobilie gesichertes Darlehen
  • Vorteil: Zinssatz und Beitragssatz niedriger
  • für Privatpersonen und Unternehmen geeignet
  • bei tilgungsfreier Hypothek: Aussetzung der Rückzahlung möglich

Eine andere Option ist die Umkehrhypothek. Dazu jetzt mehr.

Umkehrhypothek Definition

Bei einer Umkehrhypothek / umgekehrten Hypothek, handelt es sich um ein Darlehen, welches von einer Bank, einer Versicherungen oder einer Privatpersonen ausgezahlt wird. Eine Umkehrhypothek wird oft auch als eine Rentenhypothek oder Immobilienrente bezeichnet. Als Sicherheit wird die Immobilie hinterlegt. Bei einer Umkehrhypothek erhalten Sie eine monatliche Rente oder einen einmaligen Betrag ausgezahlt.

Mehr zur Umkehrhypothek lernen Sie hier:

Wie funktioniert die Umkehrhypothek?

Bei einer Umkehrhypoteck gibt es drei Beteiligte: Der Darlehensgeber, der Darlehensnehmer und die Immobilie des Darlehensnehmers. Als Darlehensnehmer und Immobilienbesitzer stellen Sie der Bank mit Ihrer Immobilie eine Sicherheit. Die Bank nimmt Ihr Haus also als Kreditsicherheit. Sie bleiben Immobilieneigentümer, sprich Besitzer der Immobilie. Im Vergleich zu einer klassischen Hypothek müssen Sie als Kreditnehmer keine laufenden Zinsen oder Tilgung bezahlen. Bei Ableben oder Auszug des Kreditnehmers wird die Immobilie automatisch verkauft und der Kredit abbezahlt.

Das wichtigste zur Umkehrhypothek zusammengefasst:

  • Drei Beteiligte
  • Darlehensgeber, Darlehensnehmer, Immobilie
  • Darlehensnehmer  gibt Bank seine Immobilie
  • Bank nimmt Haus als Kreditsicherheit
  • Vorteil man bleibt Immobilieneigentümer
  • Keine Zins- und Tilgungszahlung

Wieso für Sie ein Flex-Darlehen eine Überlegung sein kann, erfahren Sie im Folgenden.

Flex-Darlehen/ Variable Darlehen

Ein Flex Darlehen ist der Begriff, der eine Hypothek beschreibt, bei der das Darlehen in festen Abständen refinanziert wird, in der Regel nach 1, 3 oder 5 Jahren. Der Vorteil einer Hypothek besteht darin, dass die zugrunde liegende Hypothek zu einem Kurs von etwa 100 gehandelt wird, so dass bei der Aufnahme des Kredits keine nennenswerten Zinsverluste entstehen. Außerdem ist der Zinssatz in der Regel niedriger als bei festverzinslichen Darlehen.

Als Gegenleistung für den niedrigeren Zinssatz akzeptieren Sie als flexibler Kreditnehmer, dass die Entwicklung des Zinssatzes während der Laufzeit des Kredits ungewiss ist. Wenn das Darlehen refinanziert werden muss, bestimmt der dann geltende Zinssatz, wie viel Zinsen in der nächsten Periode zu zahlen sind.

Einfach ausgedrückt: Sie erhalten einen niedrigeren Zinssatz, wenn Sie eine größere Ungewissheit über die künftige Entwicklung der Zinssätze in Kauf nehmen. Aus diesem Grund haben Hypotheken mit 1-jähriger Zinsbindung einen niedrigeren Zinssatz als Hypotheken mit 3- und 5-jähriger Zinsbindung.

Mehr dazu hier zum Nachlesen:

Flex-Darlehen zusammengefasst:

  • Hypothek, bei der Darlehen in festen Abständen refinanziert wird
  • bei Aufnahme des Kredits entstehen keine Zinsverluste
  • Zinssatz in der Regel niedriger
  • Entwicklung des Zinssatz während der Laufzeit ungewiss

Anpassungsdarlehen: Flexibel & niedrige Zinsen

Das Anpassungsdarlehen ist besonders für diejenigen geeignet, die finanzielle Sicherheit für mehreres Jahre wünschen. Hier kennen Sie den Zinssatz für eine bestimmte Anzahl von Jahren, aber nicht für die gesamte Laufzeit des Kredits.

Sie erhalten einen niedrigeren Zinssatz als bei einem festverzinslichen Darlehen. Andererseits kann der Zinssatz danach steigen und die Möglichkeit, den Zinssatz für einen vereinbarten Zeitraum festzuschreiben. Am Ende dieses Zeitraums erhalten Sie eine niedrigere Zahlung, wenn die Zinssätze sinken, und eine höhere, wenn sie steigen. Es kann teuer werden, wenn Sie das Darlehen mitten in der Laufzeit zurückzahlen wollen. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, bis zu 10 Jahre lang keine Raten zu zahlen, sowie die Möglichkeit, die Laufzeit und die Rückzahlung bei jeder Zinsanpassung anzupassen – wenn es Ihre finanzielle Situation erlaubt.

Zusammengefasst:

  • niedriger Zinssatz bei festverzinslichen Darlehen
  • Möglichkeit Zinssatz für einen Zeitraum festzuschreiben
  • bis zu 10 Jahre lang keine Ratenzahlung möglich
  • Laufzeit und Rückzahlung anpassbar

Vollfinanzierung: Eigenkapital & Tilgung

Eine Vollfinanzierung bedeutet, dass Sie mit Ihrer Bank vereinbaren, dass der Kaufpreis sowie alle Nebenkosten, die beim Immobilienkauf für Sie anfallen, vollständig finanziert werden. Dabei hinterlegen Sie Ihr Eigenkapital, auf einem extra Konto oder Depot, als Sicherheit. Weiterführend treffen Sie die Vereinbarung, dass Ihr Eigenkapital wieder freigeben wird, sobald die Tilgung des Darlehens, die Höhe des Eigenkapitals erreicht.

Das war eine schnelle Erklärung der Vollfinanzierung. Für ein tieferes Verständnis gibt es hier mehr dazu:

Statt einer Vollfinanzierung, auch 100%-Finanzierung genannt, können Sie eine Teilfinanzierung bzw.  50%-Finanzierung abschließen. Je nachdem wie viel Eigenkapital Sie in die Finanzierung einbringen möchten. Sollten Sie zu dem Thema noch Unsicherheiten haben, können Sie diese für dich durch folgenden Artikel aus dem Weg räumen.

Wie funktioniert die Finanzierung bei tilgungsfreien Darlehen? Erfahren Sie mehr!

Tilgungsfreie Darlehen: Zinszahlung

Sie können auch ein tilgungsfreies Darlehen abschließen. Das bedeutet, dass Sie nur die laufenden Zinsen für das Darlehen zahlen müssen. Im Gegenzug schulden Sie der Bank oder Hypothekengesellschaft weiterhin den gleichen Betrag wie bei der Aufnahme des Kredits und sparen nicht für das Haus.

Bei einem ratenfeien Darlehen handelt es sich um ein Darlehen, bei dem Sie Ihre Rückzahlungen für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel bis zu 10 Jahre, aussetzen können. Je nachdem, ob Sie einen Kredit mit festem oder variablem Zinssatz aufnehmen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten für eine tilgungsfreie Zeit. Bei einem Kredit mit variablem Zinssatz haben Sie die Möglichkeit, während der Laufzeit des Kredits tilgungsfreie Zeiten zu wählen, wenn Sie dafür zugelassen werden. Bei einem Darlehen mit festem Zinssatz beginnt die tilgungsfreie Zeit immer zum gleichen Zeitpunkt, an dem das Darlehen zurückgezahlt wird.

Wenn das Darlehen tilgungsfrei ist, zahlen Sie nur Zinsen und Beiträge, aber Sie sollten wissen, dass die tilgungsfreie Zeit keinen Einfluss auf die Zeit hat, in der Ihr Darlehen zurückgezahlt werden muss. Wenn Sie zum Beispiel ein Darlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren haben und sich dafür entscheiden, die Rückzahlungen für insgesamt 10 Jahre auszusetzen, haben Sie nur 20 Jahre Zeit, um das Darlehen zurückzuzahlen.

Zusammengefasst:

  • alle Darlehen können tilgungsfrei vereinbart werden
  • Rückzahlung kann für bestimmten Zeitraum ausgesetzt werden
  • tilgungsfreie Zeit hat keinen Einfluss auf die Zeit der Rückzahlung
  • Risiko von steigenden Zinssätzen

Darlehen ohne Rückzahlung

Wenn Sie sich für ein tilgungsfreies Darlehen entscheiden, bedeutet dies, dass Sie einen oder mehrere Zeiträume lang Ihre Schulden nicht tilgen, sondern nur Zinsen und Beiträge zahlen. Dies kann zum Beispiel von Vorteil sein, wenn Sie andere, teurere Schulden haben, die Sie zuerst abbezahlen wollen, oder wenn Sie mehr für Ihre Rente sparen wollen. Bei einem tilgungsfreien Kredit geben Sie während der Laufzeit mehr für Zinsen und Beiträge aus als bei einem Kredit mit Ratenzahlung. Der Kredit wird also insgesamt teurer für Sie sein.

Während der gesamten tilgungsfreien Zeit bleibt die Kreditsumme gleich. Am Ende der Rückzahlungsfrist werden sich Ihre Hypothekenzahlungen deutlich erhöhen, da Sie nun das Darlehen zurückzahlen müssen.

Ist ein tilgungsfreies Darlegen sinnvoll?

Ob es sinnvoll ist, einen ratenfreien Kredit aufzunehmen, hängt immer von Ihren Finanzen ab. In kürzeren Perioden mit hohen Ausgaben, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Familienzuwachs oder bei geringem Einkommen, kann ein tilgungsfreies Darlehen helfen, Luft in die täglichen Finanzen zu bringen. Langfristig ist es jedoch ratsam, die Rückzahlung fortzusetzen und so die Schulden abzubauen.

Wenn Sie einen tilgungsfreien Flex-Kredit aufnehmen, sollten Sie sich besonders des Risikos bewusst sein, dass die Zinssätze irgendwann steigen, da Sie dann besonders anfällig für Zinserhöhungen sind.

Merken Sie sich:

Abhängig von Ihren Finanzen. Langfristig nicht zu empfehlen.

Tilgungsfreie Darlehen – Lesen Sie hier bald noch mehr zum Thema tilgungsfreie Darlehen.

Finanzierungsvermittler: Immobilienfinanzierung und Rendite Berechnung

Zwischenfinanzierung

Unter Zwischenfinanzierung versteht man eine Finanzierung, die über einen kurzfristen Zeitraum läuft. Mit dieser Finanzierung lassen sich finanzielle Engpässe überbrücken, die zeitlich begrenzt sind. Eine Zwischenfinanzierung kommt üblicherweise bei dem Kauf von Immobilien zum Einsatz. Sie kann unterschiedlichen Zwecken dienen. In den meisten Fällen dient eine Zwischenfinanzierung der Überbrückung von temporären, finanziellen Engpässen. Immobilienbesitzer können sofort finanzielle Mittel beschaffen und als Eigenkapital einsetzten.

Wann macht eine Zwischenfinanzierung Sinn?

Sie wollen eine attraktive Immobilie kaufen und können nicht auf die Zuteilungsreife des Bausparvertrags oder der Darlehens warten? Dann können Sie eine Zwischenfinanzierung in Erwägung ziehen. Ein weiterer Grund eine Zwischenfinanzierung zu starten, wäre wenn Sie eine neue Immobilie kaufen wollen und Ihre alte dafür verkaufen. Der Erlös Ihrer alten Immobilie soll für den Kauf des neuen Objekts eingesetzt werden. Wenn jedoch das alte Objekt noch nicht verkauft ist, Sie aber Kapitel aufbringen müssen, könnte die Zwischenfinanzierung die Lösung sein.

Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung tritt in Kraft, wenn die bisherige Bau- oder Immobilien Finanzierung nach der Zinsbindungsfrist abgelaufen ist. Käufer, die einen Kredit für den Kauf einer Immobilie aufnehmen, stehen spätestens dann vor der Frage der Anschlussfinanzierung. Die Zinsfestschreibung, bei einer Hausfinanzierung beträgt im Normalfall zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Innerhalb dieser Frist haben eine Vielzahl der Kreditnehmer das Darlehen nicht zurückgezahlt. Dann können Kreditnehmer eine erneute Vereinbarung über die Rückzahlung der Restschuld vereinbaren, das bezeichnet man als Anschlussfinanzierung.

Wann sich ein Forward Darlehen lohnt

Das Forward Darlehen ist eine Art der Anschlussfinanzierung. Auch als Forward Darlehen bezeichnet ist die Anschlussfinanzierung, bei rechtzeitigem Abschluss die günstigere Variante einen Immobilienkredit aufzunehmen. Ein Forward Darlehen besteht aus einen Annuitätendarlehen, welches in konstanten Raten zurück gezahlt wird und einer frei wählbaren Zinsbindung. Ihr Vorteil: Sie können sich die aktuellen Zinsen für die Zukunft sichern. Das bedeutet, Sie schließen jetzt schon die Bedingungen für ein in der Zukunft liegendes Darlehen ab.

Vorlaufszeit: 6 Monate bis 5 Jahre

Das Forward Darlehen greift erst dann, wenn Ihr aktuelles Darlehen ausläuft und tilgt Ihre restlichen Schulden. Ein solches Darlehen lohnt sich dann, wenn voraus zu sehen ist, dass die Zinsen in Zukunft steigen werden. Ob es sich für Sie rechnet und lohnt, hängt von der tatsächlichen Steigerung der Zinsen ab. Aber beachten Sie, dass Sie für ein Forward Darlehen einen Zinsen Aufschlag zahlen. Erst wenn die Zinsen in Zukunft Ihre abgeschlossene Zinsbindung, inklusive Aufschlag überschreiten, hat sich das Darlehen für Sie gelohnt.

Optimaler Zeitpunkt für eine Refinanzierung

Wenn von Refinanzierung die Rede ist, ist damit in der Regel eine Umstrukturierung oder Anpassung von Darlehen gemeint. Unabhängig davon, ob Sie ein Privat- oder ein Geschäftsdarlehen haben, sollten Sie Ihr Darlehen alle paar Jahre überprüfen lassen, um zu sehen, ob Sie das günstigste Darlehen haben. Möglicherweise haben Sie mehrere kleine Kredite aufgenommen, die Sie zu einem einzigen zusammenfassen könnten, für den Sie nur Gebühren zahlen müssen. Oder Sie können Ihr bestehendes Auto- oder Wohnungsbaudarlehen anpassen lassen, um Geld zu sparen und einen niedrigeren Zinssatz zu erhalten.

Spezielle Finanzierungsthemen

Im Folgenden finden Sie spezielle Artikel zu individuellen Immobilienfinanzierungs-Themen wie Kleinkreditdarlehen für Miniimmobilien, die Finanzierung für Fix & Flip sowie Darlehensmöglichkeiten für Studenten und über 45 Jährige.

Miniimmobilien finanzieren

Sie wollen Ihre erste Immobilie kaufen und erstmal klein anfangen, oder haben sich überlegt noch ein kleines Objekt der Häusersammlung hinzuzufügen? Welche Vorzüge und welche Nachteile die Finanzierung von Miniimmobilien wie ein Mikroapartment mit sich bringt, erfahren Sie hier. Außerdem: Wir geben Ihnen Tipps mit auf den Weg, wie Sie die Finanzierung Ihrer kleinen Wohnung oder Ihres Tiny Houses erhalten.

Fix & Flip Finanzierung

Sie interessieren sich für eine Immobilie, wollen diese kaufen, aufwerten und wieder weiter verkaufen? Wie Sie Ihr Fix und Flip Projekt finanzieren können, lernen Sie hier.

Immobilie finanzieren als Student

Sie sind jung, ein Student oder in der Ausbildung und planen eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Dann brauchen Sie eine Finanzierung in Form eines Darlehens bzw. Kredits bei der Bank. Aber wie erhält man als Werkstudent eine Immobilienfinanzierung? Wir erklären Ihnen die Schwierigkeiten, die sich einem als Student bei der Bank stellen wenn man vielleicht gerade erst 18 ist und eine Immobilie kaufen möchte, aber auch Möglichkeiten, die Sie haben, um Ihr Vorhaben trotzdem zu verwirklichen.

Immobilie finanzieren im Alter von 45+

Mit 45 oder Älter überlegen Sie sich, ob Sie nicht in Immobilien investieren sollten, um Ihre Rente aufzubessern? Und ob es sich für Sie lohnt eine Immobilie als Kapitalanlage zu kaufen? Hier werden Ihnen all Ihre Fragen beantwortet. Wir erklären Ihnen, wie sich die Finanzierung einer Immobilie mit 45 gestaltet.

Hausbau finanzieren

Sie wollen statt eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, lieber selbst Ihre Traumimmobilie bauen? Wie Sie dieses Vorhaben finanzieren können, wird Ihnen hier gezeigt. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Darlehensformen, die zur Wahl stehen auf und gehen näher auf die Frage ein: Wie viel eingesetztes Eigenkapital ist sinnvoll? Außerdem: Grundstück und Hausbau separat finanzieren? Ist das ratsam? Sowie: Tipps dazu wie Sie häufige Fehler vermeiden und wie Sie den Hausbau von der Steuer absetzen können.