Wohnung (Berlin) Sanierung: Vorher / Nachher Vergleich

Immobilienarten: Wohnung, Haus, Mehrfamilienhaus – Welche Immobile kaufen?!

Immobilienarten – Sie wollen Ihre erste Immobilie kaufen und stehen vor der Frage: Welche Immobilienart eignet sich für den Einstieg? Hier finden Sie die Antwort, alle Vorteile, Nachteile, Beispielberechnungen für Nebenkosten (Eigennutz) und Rentabilität (Mietrendite für Kapitalanleger) – für alle Haustypen und Wohnungstypen. Teil 1 in unserem Ratgeber „erste Immobilie kaufen„. Lernen Sie vor Ihrem Investment, wie sich die Immobilientypen als Anlage unterscheiden: Grundstück, Eigentumswohnung, Haus, Mehrfamilienhaus, Gewerbeimmobilien und Spezialimmobilien im Vergleich. Welche Immobilie ist die beste, für die erste Kapitalanlage? Zurück zum Ratgeber: Erste Immobilie kaufen.

Immobilienarten: Was ist eine Immobilie?

Sie können nur 1 Fehler machen, keine Immobilie kaufen. Immobilen bieten Ihnen so viele Vorteile als Kapitalanlage: Inflationsschutz, Wertzuwachs, doch dazu später mehr.

Beginnen wir wirklich am Anfang: Was ist eine Immobilie?

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Definition einer Immobilie: Bedeutung

Das Wort „Immobilie“ kommt aus dem Lateinischen (lat. „Immobilia“). Laut Definition, ist eine Immobilie ein „unbewegliches Gut“. Als Immobilie bezeichnen Sie 1) unbebaute Grundstücke ebenso, wie 2) bebaute Grundstücke, also einschließlich aller Gebäude auf dem Grundstück.

Immobilien (oder auch Liegenschaften) sind:

Immobilienarten: Die Typen

Hier einmal in kurz, die typischen Arten von Immobilien:

  • Grundstücke
  • Wohnimmobilien
    • Wohnungen (Mikroapartment bis zum Stadt-Loft)
    • Häuser (Haushälfte bis zum Mehrfamilienhaus)
  • Gewerbeimmobilien (Büro, Einzelhandel, Hotel, usw.)
  • Spezialimmobilien (Krankenhäuser, Industrie, usw.)

Werden die Formen gemischt, nennt man das „Mixed Use“. Beispielsweise wenn ein ganzes Quartier / Siedlung gebaut wird, bestehend aus Mehrfamilienhäusern zum Wohnen (Wohnimmobilie) und Einheiten für gewerbliche Nutzung (Gewerbeimmobilie).

Im Vergleich:

Kosten Vergleich: Haus oder Eigentumswohnung – Vorab!

Bei der ersten Immobilie, kauft man in der Regel eine Wohnimmobilie. Was Sie direkt zu einer der wichtigsten Fragen bringt: Was kostet Sie mehr, ein Haus oder eine Wohnung?

Egal ob Sie eine Immobilie für den Eigennutz oder als Kapitalanlage kaufen, ein paar Parameter sind immer gleich.

Als Hausbesitzer zahlen Sie immer 100% der Investitionskosten. Als Miteigentümer (Eigentumswohnung) zahlen Sie nur anteilig, bei 8-Parteien nur 12,5%.

Das heißt in einem 4-Parteien Haus zahlen Sie, als Teileigentümer, nur noch 25% der Kosten; in einem 6-Parteien Haus nur noch ~ 17% und bei 8 Parteien, reduziert sich Ihr Anteil an den Investitionskosten auf nur noch 12,5%! Diesen Aspekt sollten Sie verinnerlichen, denn die Höhe der Nebenkosten einer Immobilie, hat einen erheblichen Effekt auf Ihr Vermögen. Insbesondere, wenn Sie Ihre Immobilie als Kapitalanleger kaufen (und vermieten).

Vorteile der Kostenreduzierung beim einer Eigentumswohnung:

  • Einfamilienhaus – 100% der (Investitions-)Kosten
  • 4-Parteien Haus nur noch 25% (-75%)
  • 6-Parteien Haus nur noch ~ 17% (-83%)
  • 8 Parteien Haus nur noch 12,5% (-87,5%)

Eine einfache Rechnung, die schon etwas vorgreift, auf unsere Empfehlung für Immobilien Einsteiger: Die Eigentumswohnung.

Starten wir mit den Grundlagen und Grundstücken an sich.

Grundstück kaufen? Bebaute und unbebaute Grundstücke

Zuerst ein Blick auf die Definition, was ist ein Grundstück? Definition eines Grundstücks:

Ein Grundstück ist ein abgegrenztes Stück Land.

Mit / ohne Baugenehmigung: Grundstückswert

Wie viel ein Grundstück wert ist, hängt nicht allein von der Lage ab, sondern auch von Nutzungsmöglichkeiten. Ohne Baugenehmigung handelt es sich um ein unbebautes Grundstücke, wie zum Beispiel landwirtschaftliche Flächen oder Wälder. Mit erteilter Baugenehmigung (Wohnen, Gewerbe, etc.) steigt der Wert pro Quadratmeter. Mit erteilter Baugenehmigung, steigen Grundstücke deutlich im Wert, denn hier kann quasi sofort gebaut werden. Ohne Baugenehmigung sind Grundstücke eher etwas für Investoren und Bauträger, also Profis mit Erfahrung.

Wertunterschied mit / ohne Baugenehmigung:

  • Wertsteigerung durch erteilte Baugenehmigung
  • Günstiger ohne Baugenehmigung, praktisch für größere Investoren / Bauträger

Ein großer Faktor bei Grundstücken ist also die Frage, ob das Grundstück bebaut werden kann oder nicht. Ein Bodengutachten gibt hierüber Aufschluss. Und wenn es bebaut werden kann:

  • Nutzung – Wie kann es bebaut werden? Also Nutzung für Wohnen, Gewerbe, usw.
  • Fläche – Wie viel darf gebaut? Also wie viel Quadratmeter Wohnfläche / Nutzfläche

Grundstück als erste Kapitalanlage?

Jetzt stellt sich die Frage:

Sollten Immobilien Einsteiger ein Grundstück kaufen?

Aus unserer Erfahrung, können wir Ihnen nur empfehlen: Machen Sie den Immobilien Einstieg nicht, wenn Sie, wie die aller meisten, (noch) kein Know-How in der Entwicklung von Grundstücken haben!

Grundstücke sind eigentlich nur für professionelle Immobilien Investoren interessant!

Sie brauchen nicht „nur“ das Know-How, auch nicht „nur“ das Eigenkapital und Finanzierung für den Kaufpreis. Sie brauchen außerdem weitere finanzielle Ressourcen nach den Kauf und ein sehr gutes Netzwerk. Zum Beispiel zu Architekten, Baufirmen und Handwerker im Allgemeinen. Das ist ein riesiges Projekt, im Vergleich zum Kauf einer Bestandsimmobilie, die Sie schlüsselfertig übernehmen können.

Als Immobilien Einsteiger fokussieren Sie sich auf bebaute Grundstücke, bzw. Wohnungen und / oder Häuser, die eben besagten „Bestandsimmobilien“, die Sie selbst nicht bauen! Insbesondere nicht als Kapitalanleger.

Grundstück vor Bau, in einer Siedlung:

Haus kaufen? Ein-Partei Immobilie

Im Folgenden stellen wir Ihnen die zentralen Haustypen vor, die Ihnen als Käufer im Markt zur Verfügung stehen, mit Definitionen und auch schon den ersten Tipps.

Ein grober Überblick:

Starten wir mit dem Einfamilienhaus.

Einfamilienhaus: Freistehendes Haus

Für viele, die „nur“ über Eigennutz nachdenken, ist der Lebenstraum oft das Einfamilienhaus.

Definition eines Einfamilienhauses:

Meist freistehendes Haus für eine Person / Personengruppe.

Einfamilienhäuser haben einen wohnwirtschaftlichen Zweck für eine Person oder Personengruppe, die Familie beispielsweise.

Doppelhaus: Zwei geteilte, separate Wohneinheiten

Eine Doppelhaushälfte wird im Gegenteil zum Einfamilienhaus von zwei Parteien bewohnt. Beide Parteien haben aber separate Zugänge zu Ihrer Einheit. Die Immobilie unterliegt ebenso dem wohnwirtschaftlichen Zweck.

Definition einer Doppelhaushälfte:

Ein Haus mit zwei separaten Wohneinheiten / Zugängen

Von Außen wird ein Doppelhaus, trotz zwei Parteien, im einheitlichen Stil gestaltet, von Türen über Fenster bis zur Fassade, Farbton, Carport und Einfahrt. Als Immobilienkäufer beachten Sie in Zukunft außerdem diesen rechtlichen Aspekt bei der Immobiliensuche. Ein Doppelhaus besteht aus:

Tipp! Der Kauf einer Doppelhaushälfte, zwei getrennte Grundstücke, ist wesentlich besser für Sie, da unkomplizierter, als die juristische Aufteilung und Abstimmung mit einer zweiten Partei (ein Grundstück).

Doppelhaushälfte oder auch Zweifamilienhaus:

Photo: hydebrink / shutterstock.com

Reihenhaus: Geschlossene Hausreise

Ähnlich wie das Doppelhaus, werden Reihenhäuser vor allem für eine effizientere Nutzung der zu Verfügung stehenden Fläche geplant und gebaut. Von außen haben Reihenhäuser ebenso, meist ein einheitliches Erscheinungsbild, von Tür bis Fassade. Durch die kleineren Grundstücke, sind sie günstiger als Einfamilienhäuser.

Definition eines Reihenhauses:

Häuser in einer, geschlossenen Reihe, meist im gleichen Stil.

Reihenhäuser werden wohnwirtschaftlich genutzt, jeweils von einer Partei. Wenn nicht weiter unterteilt wird, bspw. in zwei separate Wohnungen, bei ausreichend Fläche und Zugangsmöglichkeiten.

Typische Reihenhäuser:

Photo: Rudmer Zwerver / shutterstock.com

Bevor wir zum Mehrfamilienhaus kommen, bleiben wir noch kurz in der Materie von Einfamilien-, Reihen- und Doppelhaus. Häufig „der Traum“ bei Eigennutz: Haus & Garten. Doch… Eigennutz hat Tücken.

Falle Hauskauf & Eigennutz: Risiko x3

Der „Traum“ von Eigenheim lockt Millionen Bausparer, im ganzen Land. Der „Traum vom mietfreien“ Leben und der „Altersvorsorge„. Welche Tücken Eigennutz hat, ohne entsprechende, zusätzliche Investment-Immobilien (Immobilie als Kapitalanlage zum Vermietung), haben wir schon im Artikel Eigennutz oder Kapitalanlage für Sie beschrieben.

Lohnt es sich ein Haus zu kaufen?

Aus unserer Erfahrung würden wir Ihnen, als Immobilien Einsteiger, zur Frage: „Lohnt es sich ein Einfamilienhaus zu kaufen?“ folgendes empfehlen: Angenommenen, Sie kaufen ein Haus mit Finanzierung über viele Jahre. Irgendwann, ist Ihr Haus bzw. der Kredit bei der Bank abgezahlt und Sie sind im Rentenalter angekommen. Was ist wenn… die Heizanlage kaputt geht? Egal ob Instandhaltungskosten oder Bewirtschaftungskosten, Sie tragen alles und vollständig.

Die Kosten sind für Sie als Hauseigentümer nicht unerheblich, denn Sie zahlen immer 100% der anfallenden Kosten.

Die 3 größten Risiken:

  1. Risiko – Bewirtschaftungskosten und Instandhaltungskosten für immer
  2. Risiko – Immobilie ist (später) nicht altersgerecht
  3. Risiko – Sie reduzieren Ihre Bonität

Schauen wir uns die 3 Risiken beim Hauskauf im Detail an:

Bewirtschaftungskosten und Instandhaltungskosten

Das ist Fehler 1: Kosten bleiben immer bestehen, wirklich „mietfrei“, sind Sie mit Eigennutz (ohne zusätzliche Immobilie als Kapitalanlage) nie.

Fehler 1 – Bewirtschaftungskosten und Instandhaltungskosten vom Haus (für immer).

Damit Sie wirklich „sorgenfrei“ Leben können, brauchen Sie also eine 2. oder auch 3. Immobilie, die Sie vermieten. Damit können Sie die Bewirtschaftungskosten und Instandhaltungskosten Ihrer eigenen Immobilie bezahlen und je nach Rendite, bleibt der Rest als Gewinn für Sie übrig.

Bedenken Sie also immer:

  • Bewirtschaftungskosten und Instandhaltungskosten bleiben – immer
  • Sie tragen 100% der Kosten – immer

Immobilie ist nicht altersgerecht

Apropos „Altersvorsorge“. Fehler 2: Später ist Ihre Immobilie nicht altersgerecht.

Fehler 2 – Immobilie ist (später) nicht altersgerecht.

Wir sprachen schon vom „Traum des Eigenheims“ als Altersvorsorge. So sehen die meisten Ihr Haus. Doch was ist in 20, 30, 40 Jahren, je nach dem wie alt sie beim Hauskauf sind? Die Kinder sind ausgezogen, Sie haben viel Platz und vielleicht noch 3 Etagen, von Keller bis Obergeschoss und 140 m² Wohnfläche, 5 Zimmer. Noch schlimmer, Sie haben die Immobilie mit Partner erworben und Ihr Partner stirbt. Im Alter werden Sie andere Ansprüche an Ihre Immobilie haben. Was nun?

Bedenken Sie also immer:

  • Immobilie ist später nicht Altersgerecht (Ihr Ziel: Sorgenfrei im Alter)
  • Zu viel Platz, sind nur noch zu zweit oder sogar alleinstehend

Bonität wird reduziert

Kommen wir zu Fehler 3: Ihre Bonität wird durch Eigennutz (ohne zusätzliche Kapitalanlage) reduziert.

Fehler 3 – Sie reduzieren Ihre Bonität.

Der Fehler vom Hauskauf für Eigennutz, zeigt sich nicht erst in Jahrzehnten. Schon direkt nach dem Kauf der Immobilie, haben Sie negative Auswirkungen auf Ihre Bonität. Warum sinkt Ihre Bonität?

  • Nur Eigennutz: Weniger Cashflow
  • Laufende Kosten stets 100% zu Ihren Lasten
  • Jobverlust = Einkommens- und Mietausfall (mehr Risiko)

Ganz anders bei eine Immobilie als Kapitalanlage. Sie wohnen weiterhin zur Miete und ihr Mieter (und das Finanzamt) zahlen, im Idealfall (Bruttorendite) Ihr Darlehen bei der Bank ab.

Die Risikofaktoren sind geringer.

Kommen wir nun zum Mehrfamilienhaus, bzw. – den Mehr-Parteienhaus.

Mehrfamilienhaus kaufen? Mehr-Parteien Immobilie

Eine Mehr-Parteien Immobilie ist nichts für Immobilien Einsteiger, aber wichtig zu wissen, denn nach der 1., 2. und 3. Immobilie, lohnt es sich, über den Kauf mehrerer, statt einzelner Wohneinheiten nachzudenken. Dann denken Sie mit etwas mehr Eigenkapital vielleicht auch über den Kauf eines Mehrfamilienhauses nach. Werfen wir einen Blick auf diesen Immobilientyp:

Definition eines Mehrfamilienhauses:

Haus mit mehreren, separaten Wohneinheiten.

Ein Mehrfamilienhaus hat mehrere Einheiten, die zu wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden. Die einzelnen Einheiten verteilen sich auf die verschiedenen Etagen der Immobilie, meist verbunden durch ein gemeinsam genutztes Treppenhaus.

Zwei benachbarte Mehrfamilienhäuser mit angrenzendem Garten.

Lohnt es sich ein Mehrfamilienhaus zu kaufen?

Aus unserer Erfahrung würden wir Ihnen, als Immobilien Einsteiger, zur Frage: „Lohnt es sich ein Mehrfamilienhaus zu kaufen?“ Folgendes empfehlen: Wirklich zu empfehlen ist der Kauf eines Mehrfamilienhauses zur Vermietung erst dann, wenn Sie ausreichend Eigenkapital zu Verfügung haben. Denn, wie schon beim Haus gelernt, es geht nicht „nur“ um den Kaufpreis des Hauses, sondern auch um die Bewirtschaftung, Instandsetzung oder auch Modernisierung der Immobilie.

Eigenkapital ausreichend für:

  • Kaufpreis und Kaufnebenkosten (bzw. Anteil neben Finanzierung der Bank)
  • Bewirtschaftungskosten
  • Instandsetzungskosten
  • Modernisierungskosten

Dazu kommt Erfahrung in Kauf (Bewertung bis Kaufpreis-Verhandlung), Vermietung, etc. die Sie als Immobilien Einsteiger, in den aller meisten Fällen, noch nicht haben.

Denn, wie beim Haus als Eigenheim gilt, Sie sind 100% Eigentümer, also tragen Sie 100% der Kosten – einfach gesagt.

Dabei sind die Investitionskosten für Mehrfamilienhäuser natürlich um einiges höher.

Ein weiterer Nachteil für Einsteiger, der Sie zu Beginn, insbesondere zu einer Art von Immobilie bringt: Der Eigentumswohnung. Ein großer Vorteil einer Eigentumswohnung als erste Kapitalanlage ist, dass Sie teil einer Eigentümergemeinschaft sind und dementsprechend werden alle anfallenden Investitionskosten aufgeteilt. Einfach gesagt, Sie müssen nicht allein bezahlen.

Sagen wir, es geht um eine Heizungsanlage für 16.000 Euro. Sie sind Teil eines 8-Parteien Mehrfamilienhauses, mit 1 Eigentumswohnung. Die Kosten teilen sich also durch 8 Parteien! Sie bezahlen also -14.000 Euro weniger und nur noch 2.000 Euro, für die neue, moderne Heizanlage.

Zunächst, der Vollständigkeit zuliebe, noch ein Blick auf Wohn- und Geschäftshäuser. Gewerbeimmobilien im speziellen, lernen Sie dann nach den Wohnungstypen kennen.

Wohn- und Geschäftshaus

Definition eines Wohn- und Geschäftshauses:

Haus mit mehreren, separaten Einheiten für Wohnen und Gewerbe.

Wohn- und Geschäftshäuser (WGH) haben ebenfalls mehrere Einheiten. Im Vergleich zum Mehrfamilienhaus ist hier aber auch eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Ein Wohn- und Geschäftshaus wird also zum Teil auch gewerblich genutzt. Zum Haus gehören außerdem mehrere Stockwerke, auf die die einzelnen Wohn- und Gewerbeeinheiten verteilt sind.

Risiken sind hier beim WGH die gleichen, wie beim Mehrfamilienhaus. Allerdings sind die Risiken noch etwas größer, denn gewerbliche Einheiten stehen häufiger leer, als wohnwirtschaftlich genutzte Einheiten. Das heißt wiederum, Sie müssen noch mehr Eigenkapital zu Verfügung haben, um die Immobilie „im Betrieb“ zu halten. Die Liste erweitert sich also um einen Aspekt (der durch Gewerbe häufiger auftritt): Leerstand.

Eigenkapital ausreichend für:

  • Kaufpreis (bzw. Anteil neben Finanzierung der Bank)
  • Bewirtschaftungskosten
  • Instandsetzungskosten
  • Modernisierungskosten
  • Leerstand

Als wäre das nicht genug: Sie brauchen auch noch extra Wissen, wenn es um die Vermietung von Gewerberäumen geht, denn Wohnen und Gewerbe unterscheiden sich. Beide Formen zu betreiben ist also noch komplizierter.

Mixed-Use mit Gewerbe und Wohnen:

Volksbank (VR) Filiale in der Stadt: Genossenschaftsbank vor Ort

Photo: Heinsdorff Jularlak / Shutterstock.com

Hausarten: Liste

Einfamilienhaus, Doppelhaus, Reihenhaus und das Mehrfamilienhaus, sind die zentralen Hausarten für Immobilien Einsteiger. Neben den übergeordneten Haustypen, die Sie jetzt kennen, gibt es noch zahlreiche, untergeordnete weitere Typen von Häusern, zum Beispiel:

Weiter geht es außerdem mit modernen Bauarten, wie:

Eigentumswohnung kaufen? Der Tipp

Definition einer Eigentumswohnung:

Einzelne Einheit (Wohnung) in einem Mehrfamilienhaus oder Wohn- und Geschäftshaus.

Häuser, Mehrfamilienhäuser sind für den Beginn nicht die ideale Investition. Besser sind Eigentumswohnungen! Denn Sie sind Teil einer Eigentümergemeinschaft. Dementsprechend werden anfallende Investitionskosten zwischen allen Miteigentümern aufgeteilt.

Darum sollten Sie mit einer Eigentumswohnung starten!

Erinnern Sie sich an das Kostenbeispiel der Heizungsanlage vom Mehrfamilienhaus? Als Hausbesitzer müssten Sie die 16.000 Euro allein aufbringen, als Teil einer Eigentümergemeinschaft (8-Parteien-Haus) zahlen Sie nur 2.000 Euro (12,5%).

Investitionskosten (Beispiel 8-Parteien) – 87,5% gespart.

Sagen wir, es geht um eine Heizungsanlage für 16.000 Euro. Sie sind Teil eines 8-Parteien Mehrfamilienhauses, mit 1 Eigentumswohnung. Die Kosten teilen sich als durch 8. Sie bezahlen also -14.000 weniger und nur noch 2.000 Euro, für die neue, moderne Heizanlage.

Photo: hanohiki / shutterstock.com

Tipp! Mikroapartment

Immer attraktiver für Kapitalanleger sind Mikroapartments. Häufig auch als „Micro Living“ oder die typische Studentenwohnung bezeichnet. Mikroapartments sind kleine Wohnungen zwischen ~ 25 m² und 40 m². Kompakt, mit Einbauküche (auf Mietpreis umlegbar) und manchmal voll möbliert. So steigern Sie Ihre Mietrendite. Lesen Sie hier mehr:

Schlafen, wohnen, arbeiten auf kleinem Raum:

Photo: Michaela Komi / shutterstock.com

Wohnungsarten: Liste

Es gibt zahlreiche, unter-kategorisierte Wohnungsarten, zum Beispiel:

Gewerbe-, Spezial-Immobilien und Denkmalschutz

Definition einer Gewerbeimmobilie:

Immobilien mit überwiegend gewerblicher Nutzung.

Typische Gewerbeimmobilien sind Büros, Einzelhandel oder auch die Werkstatt, usw. Sie werden zum Großteil gewerblich genutzt.

Sind Gewerbeimmobilien etwas für Einsteiger? Eher nicht. Denn, obwohl Sie im Regelfall weniger kosten als Wohnraum, unterliegen sie zum einen, anderen rechtlichen Rahmenbedingungen und zum anderen, hat Gewerbe mehr Fluktuation als Wohnraum, also auch häufiger Leerstand. Gerade beim ersten Immobilien Investment eine echte Falle. Denn, die Raten der Bank müssen Sie auch bei Leerstand pünktlich zahlen.

Spezial-Immobilien

Definition einer Spezial-Immobilie:

Immobilien für sehr spezifische Zwecke.

Villa, Bauernhof, Weingut oder auch Werkstatt und Einkaufszentrum, all das sind Spezial-Immobilien.

Weiterführend sind auch Themen wie die Immobilienfinanzierung für beide Typen deutlich schwerer. Banken wollen wenig Risiko, wenn es Alternativen gibt. Deshalb finanzieren Sie lieber Wohnraum, als Gewerbeflächen.

Sollten Sie unbedingt eine Gewerbeimmobilie oder Spezial-Immobilie kaufen wollen, achten Sie darauf, das Sie in A-Lagen und B-Lagen kaufen, also in Städten und Großstädten. Gewerbe- und Spezial-Immobilien auf dem Land bergen Risiken (Landflucht oder auch das weitere Innenstadtsterben), insbesondere wenn Sie in Zeiträumen von 20, 30 Jahren denken.

Beispiel: Hotel in der Innenstadt.

Photo: bukitdamansara / shutterstock.com

Gesundheit, Pflege, auch diese Typen zählen zu den Spezial-Immobilien.

Photo: Steve Design / shutterstock.com

Immobilien unter Denkmalschutz

Zu aller Letzt noch Immobilien unter Denkmalschutz, falls Sie darüber nachdenken sollten, eine solche Immobilie zu kaufen.

Definition von Denkmalschutz bei Immobilien:

Immobilien mit historischem Wert und besonderer Stellung (Rechte, Pflichten, Steuern und Förderungen).

Diese Art von Immobilie wird insbesondere steuerlich gefördert, da es sich um Immobilien mit historischem Wert handelt. Auf der anderen Seite haben Sie höhere Kosten bei Instandsetzungen, was den Steuervorteil schnell wieder auffrisst. Gleichzeitig gibt es wesentlich mehr Restriktionen bei Veränderungen, als bei nicht denkmalgeschützten Immobilien, wenn es um bauliche Veränderungen geht.

In vielen Städten zu finden, historischer Fachwerkbau.

Fazit für Beginn: Eigentumswohnung und Kapitalanlage

Nach all den Vorteilen, Nachteilen, den Vergleichen und auch dem Rechenbeispiel zu den ständigen Investitionskosten, die Immobilieneigentümer tragen müssen, sehen Sie, Eigentumswohnungen sind der einfachste Einstieg in Immobilien.

Sie haben auch gelernt, dass Eigennutz teuer ist, denn alle Kosten bleiben vollständig an Ihnen hängen und können nicht auf Ihren Mieter umgelegt werden.

Der Idealfall für den Einstieg in Immobilien, ist also eine Eigentumswohnung, zur Vermietung (Kapitalanlage), mit guter Rendite!

Wenn es doch Eigennutz sein soll, dann aber direkt mit 2. oder 3. Immobilie als Kapitalanlage. Lesen Sie hier noch einmal mehr über die Unterschiede im Vergleich: Eigennutz vs. Kapitalanlage.

Alle Wohnungsarten: Liste

Hier finden Sie noch einmal alle Wohnungstypen im Überblick.

Alle Hausarten: Liste

Wenn Sie ein Haus suchen und sich noch weitergehend über die Möglichkeiten von Reihenhaus, über Einfamilienhaus, bis zum Nullenergiehaus informieren wollen, finden Sie hier eine vollständige Liste der:

Der nächste Schritt: Vermögensaufbau trotz Inflation?!

Vermögensaufbau trotz Inflation – Eine „Immobilie schafft echte Werte“, was das heißt, erfahren Sie in diesem Artikel zum Vergleich konventioneller Geldanlagen (wie Sparbuch, Riester Rente für Altersvorsorge, etc.), mit einer Immobilie als Kapitalanlage. Inflation heißt Geldentwertung.

Oder einfach gesagt, was wäre, wenn Ihr Geld in 30 Jahren nur noch die Hälfte wert ist? Diesen Effekt nennt man Inflation. Keine Science Fiction, sondern Realität. Nach Zentralbank liegt das Inflationsziel bei 2%. Das heißt Ihr Geld verliert im Schnitt 2% an Wert, jedes Jahr. Lassen Sie jetzt 5 Jahre, 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre vergehen.

Ganz anders, ist es bei Immobilien als Kapitalanlage! Inflation ist Ihr bester Freund, denn Ihre Finanzierung „reduziert“ sich ganz automatisch, durch Inflation. Lernen Sie hier die Vorteile kennen, die Ihnen eine Immobilie als Kapitalanlage, im Bezug auf Inflationsschutz, bringt!

Immobilie kaufen: Lernen von A-Z

Lernen Sie hier alle Schritte im Immobilienkauf kennen, im großen Ratgeber: Wohnung kaufen. Von den allerersten Fragen, die Immobilien Einsteiger, vor dem Kauf haben: Eigennutz oder Vermietung, Finanzierung einer Eigentumswohnung, Wohnungssuche, Immobilienportale, Makler, Bewertung, Kaufpreise, Verhandlungen und Steuern. Wissen und Erfahrungen von Experten, in einer Anleitung.

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