Arten der Finanzierung: Annuitätendarlehen, Bausparvertrag, Hypothek & Co. – Immobilie finanzieren

Arten der Finanzierung – Sie wollen eine Immobilie kaufen und wissen nicht, wie Sie Ihren Traum vom Eigentum finanzieren können? Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Darlehensformen und Kreditmodelle der Immobilienfinanzierung. Tilgungsdarlehen, Annuitätendarlehen, Bausparvertrag, Hypothekenkredit und mehr – Hier gibt es die Vor- & Nachteile der Darlehen auf einen Blick. Hier gelangen Sie zurück zum: Finanzierungsratgeber.

Darlehensformen & Kreditmodelle der Immobilienfinanzierung

BankgebäudeDer Kauf oder Bau einer Immobilie sind oft mit beträchtlichen Kosten verbunden und erfordert in den meisten Fällen eine Finanzierung. Die Wahl der richtigen Finanzierungsart ist entscheidend, um die individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten eines Immobilienkäufers zu berücksichtigen.

Hier werden wir uns mit den verschiedenen Finanzierungsarten von Immobilien befassen, die heute auf dem Markt verfügbar sind. Von traditionellen Bankdarlehen über staatliche Förderprogramme bis hin zu alternativen Finanzierungsoptionen gibt es eine Vielzahl von Optionen, aus denen potenzielle Immobilienbesitzer wählen können. Ein tieferes Verständnis dieser Finanzierungsmöglichkeiten kann dabei helfen, die besten Entscheidungen zu treffen und den Traum von einer eigenen Immobilie zu verwirklichen.

Im Folgenden betrachten wir die einzelnen Darlehensarten näher und gehen auf die Berechnung, Vorteile, Nachteile sowie Chancen und Risiken ein.

Tilgungsdarlehen: Zinsen, Arten & Raten

Eine der häufigsten Kreditarten der Finanzierung von Immobilien ist das Tilgungsdarlehen. Ein Tilgungsdarlehen ist nur eine von vielen Möglichkeiten, um Ihre Immobilie zu finanzieren. Tilgungsdarlehen können unterschiedliche Faktoren beinhalten und sind sehr vielfältig. Gleich erhalten Sie einen Überblick zum Tilgungsdarlehen. Näher im Detail wird das Tilgungsdarlehen hier betrachtet:

Tilgungsdarlehen schnell erklärt

Bei einem Tilgungsdarlehen handelt es sich um einen Oberbegriff für Darlehen, bei welchen über eine feste Laufzeit eine bestimmte Tilgungsleistung vereinbart wird. Ein Tilgungsdarlehen verfügt demnach über eine feste Laufzeit, einen festen Zinssatz und einer kontinuierlichen Tilgungsrate. Bei den meisten Tilgungsdarlehen zahlen Sie monatliche Ratenzahlungen an die Bank. Alternativ gibt es aber auch die Option vierteljährlicher, halbjährlicher oder jährlicher Ratenzahlungen.

Generell gilt: Mit jeder Tilgung reduziert sich Ihre Restschuld und somit sinkt der Zins und die monatliche Ratenhöhe. Folgende Faktoren sollten Sie bei einem Tilgungsdarlehen beachten: Kredithöhe, Zinssatz, Laufzeit und Tilgungsrhythmus. Die Bank erstellt für Sie einen Tilgungsplan. Der Zinssatz hängt von ihrer Bonität, der Kredithöhe und der Laufzeit ab. Im Idealfall haben Sie Ihre Schulden nach Ablauf der Laufzeit zurückgezahlt. Bei Immobiliendarlehen bleibt häufig nach Ablauf der Laufzeit jedoch eine Restschuld, welche Sie durch eine Anschlussfinanzierung tilgen können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Monatliche Abbezahlen der Kreditschuld an die Bank
  • Zahlung kann auch halb- oder jährlich bezahlt werden
  • feste Laufzeit und ausschließliche Zinszahlung
  • Tilgung wird am Ende der Laufzeit in einer Rate bezahlt

Die Tilgungsleistung setzt sich aus der Tilgungszahlung und der Zinszahlung zusammen. Also lässt diese sich folgendermaßen berechnen:

Tilgungsleistung = Tilgungszahlung + Zinszahlung

Durch Sondertilgungen können Sie die Kreditlaufzeit verkürzen. Daher unser Ratschlag für Immobilienkäufer:

Tipp: Sondertilgung vereinbaren

Vereinbaren Sie eine Sondertilgungsrate. So können Sie am Ende vom Jahr mehr zurückzahlen, wenn Sie wollen, Sie müssen es aber nicht! Dieses Thema sollten Sie vor Abschluss des Kredits bei Ihrer Bank untersuchen, da nicht alle Banken als Standard Sondertilgungen vorsehen.

Wie Sie das Tilgungsdarlehen berechnen, lernen Sie jetzt.

Tilgungsdarlehen berechnen

Um das Tilgungsdarlehen zu berechnen, benötigen Sie die Restschuld, den Jahreszins, die vereinbarte Tilgung und die Kreditlaufzeit. Liegen Ihnen diese Daten vor, können Sie mithilfe dieser Rechnung Ihr Darlehen berechnen.

Der Zins wird wie folgt berechnet:

Zins = Restschuld * Jahreszins / 100 * Laufzeit / 360

Tilgungsdarlehen in Kürze erklärt:

  • monatliche Kreditzahlung
  • ausschließlich Zinszahlung im Monat
  • Zinssatz hängt von Bonität, Kredithöhe & Laufzeit ab
  • Tilgungsrate wird am Schluss als einmaliger Betrag gezahlt

Auch das Annuitätendarlehen gehört zu den Tilgungsdarlehensarten. Allerdings unterscheidet sich das Annuitätendarlehen im Hinblick auf die Tilgungs – und Zinsrate vom Darlehen. Mehr dazu, hier:

Annuitätendarlehen: Konstant, Zinsen & Tilgung

Annuitätendarlehen sind die häufigste Form von Darlehen für Privatpersonen. Die Vorhersehbarkeit, meint genau zu wissen, was jeden Monat während der gesamten Rückzahlungsdauer zu zahlen ist, ist etwas, was vielen Kreditnehmern Sicherheit gibt. Doch was bedeutet eigentlich ein Annuitätendarlehen? Im Anschluss eine schnelle Erläuterung. Fürs nähere Verständnis lesen Sie hier mehr.

Annuitätendarlehen: Kurze Definition

Ein Annuitätendarlehen ist eine Darlehensform, bei der der Darlehensnehmer bei jeder Fälligkeit einen festen Betrag an Zinsen und Kapital zahlt, der während der gesamten Rückzahlungsdauer konstant bleibt.

Bei einer Annuität ist der Abzinsungssatz zu Beginn niedrig, steigt aber während der gesamten Rückzahlungsdauer stetig an, während der Zinssatz von einem hohen Anfangswert zu einem relativ niedrigen Wert wechselt, bleibt der Gesamtbetrag der Laufzeit während des gesamten Zeitraums konstant, was Ihre Finanzen berechenbarer macht. Eine Änderung des Zinssatzes wirkt sich so nicht auf die Höhe der Laufzeit aus, sondern verlängert den Rückzahlungszeitraum, was Planungssicherheit bietet.

In Kürze zusammengefasst:

  • Darlehensnehmer zahlt monatlich einen festen Betrag
  • Betrag bleibt konstant
  • Summe setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen
  • Zinssatz anfänglich hoch, sinkt im Verlauf
  • Tilgung steigt mit der Zeit

Wie Sie das Annuitätendarlehen berechnen, lernen Sie hier.

Annuitätendarlehen berechnen

Für die genaue Berechnung der Baufinanzierung ist in allen Fällen ein Rechner notwendig. Die monatlichen Kreditkosten beim Annuitätendarlehen setzen sich aus den Zinsen und dem Tilgungsanteil für die laufende Kreditsumme zusammen. Die Zinsen spielen bei der Rückzahlung der Kreditschuld eine wichtige Rolle. Bietet eine Bank die Zinsen, um nur einen Prozentpunkt günstiger an, können Sie schon hunderte Euros sparen.

Die Berechnung des Annuitätendarlehens setzt sich aus der Kreditsumme, dem Zinssatz und der Laufzeit zusammen.

Annuität = Darlehenssumme* Zinssatz

Berechnung der Tilgung:

Tilgung = Annuität – Zinsen

Flexibel zum Eigentumshaus:

5 bis 30 Jahren

Das war eine schnelle Erklärung zur Berechnung des Annuitätendarlehens. Schritt für Schritt wird Ihnen die Formel, auch anhand von einem Beispiel hier erklärt.

Nach der Berechnung wissen Sie also, ob das Darlehen in der Theorie für Sie ideal ist oder nicht. Aber wie würde der Kredit nach Abschluss praktisch in der Laufzeit genau aussehen? Dazu jetzt mehr.

Was das Darlehen für Sie in der Praxis bedeutet

In der Praxis bedeutet ein Annuitätendarlehen Folgendes:

  • niedrige Selbstbeteiligung zu Beginn der Rückzahlungsperiode
  • hohe Selbstbeteiligung gegen Ende der Rückzahlungsperiode
  • vorhersehbare Kreditkosten
  • Änderungen des Zinssatzes wirken sich nicht auf Gesamtbetrag aus
  • Änderungen des Zinssatzes = Verschiebung zwischen Zinsen und Abzügen
  • Verschiebung zwischen Zinsen, Abzügen = Rückzahlungsdauer verlängert sich
  • höhere Zinskosten im Vergleich zu Seriendarlehen

Mehr zum Thema Annuitätendarlehen:

Allerdings können Sie auch einen Bausparvertrag zur Finanzierung der ersten Wohnung oder des ersten Hauses nutzen. Wie diese Finanzierungen gestaltet ist, erfahren Sie im Folgenden.

Bausparvertrag: Traditionell & kombinierbar

Der Anleger oder Bausparer verfolgt das Ziel, in der Zukunft eine Immobilie zu kaufen, bauen oder zu renovieren. Es wird ein traditionelles Sparen mit einem Immobiliendarlehen kombiniert. Der Kunde schließt einen Bausparvertrag mit einer Bausparkasse über eine bestimmte Summe ab. Dieser besteht immer aus zwei Teilen: Sparplan und Immobiliendarlehen. Zu Beginn des Vertrags wird festgelegt, welche Einsparquote erreicht werden muss, damit der Kunde in die Bereicherung des Darlehens kommt. Wichtig zu wissen, die Zinsen auf die Spareinlagen und das spätere Darlehen sind von Beginn an festgelegt.

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte finden Sie im Folgenden. Sollten Sie weitere Informationen benötigen, nutzen Sie diesen Link. Hier wird der Bausparvertrag bzw. das Bauspardarlehen etappenweise durchleuchtet.

Bausparvertrag zusammengefasst:

  • Kombination aus Sparen und Immobiliendarlehen
  • Vertrag mit Bausparkasse
  • Zinsen sind von Anfang an festgelegt

Ist ein Bausparvertrag sinnvoll?

Ein Bausparvertrag ist für Vermieter, sowie Selbstnutzer geeignet, die den Wert ihrer Wohnungen und Gebäude verbessern wollen. Das kann beispielsweise durch den Aufbau eines Wintergartens geschehen. Auch Mieter haben das Recht, die Bausparmittel für die Wohnung zu verwenden, zum Beispiel für eine Badsanierung oder für das Streichen der Wände. Die Maßnahmen dürfen aber nur mit Genehmigung des Vermieters erfolgen. Für Immobilieneigentümer ist ein Bausparvertrag weniger sinnvoll, da diese Finanzierungsmethode eher veraltet ist.

Was Sie mitnehmen sollten:

Für Immobilieneigentümer weniger sinnvoll.

Mehr Artikel zum Thema Bausparvertrag bzw. Bauspardarlehen:

Konstantdarlehen: Immobilienfinanzierung & Bauspardarlehen

Hand hält Euro MünzeDas Konstantdarlehen kombiniert die Immobilienfinanzierung mit einem Bauspardarlehen. Es ist ein tilgungsfreies Vorausdarlehen, bei dem man gleichzeitig in einen Bausparvertrag einzahlt. Die Monatsrate ist konstant, wodurch Planungs- und Zinssicherheit gewährleistet wird. Weitere Informationen zum Konstantdarlehen gibt es hier:

Das waren die gängigsten Finanzierungsarten, im Folgenden erfahren Sie mehr zum Hypothekenkredit, der Umkehrhypothek, dem Flex-Darlehen, Anpassungsdarlehen und der Vollfinanzierung.

Weitere Möglichkeiten der Finanzierung

Es gibt viele Möglichkeiten, seine erste eigene Immobilie zu finanzieren. Neben den gängigsten Formen, wie dem Annuitätendarlehen, dem Tilgungsdarlehen und dem Bausparvertrag gibt es noch weitere beliebte Möglichkeiten wie der Hypothekenkredit, die Umkehrhypothek, das Flex-Darlehen, das Anpassungsdarlehen, ein tilgungsfreies Darlehen, das Festdarlehen und das Volltilgerdarlehen.

Hypothekenkredit: Beteiligte & Tilgung

Eine Hypothek unterscheidet sich in ihrer Struktur und Finanzierung deutlich vom Bankkredit. Tatsächlich gibt es bei einer Hypothek nicht nur zwei (Kreditnehmer und Kreditgeber), sondern drei Beteiligte. Diese sind ein Kreditnehmer, ein Hypothekarkreditgeber und ein oder mehrere Kreditgeber.

Wenn Sie ein Haus kaufen und eine Hypothek benötigen, gibt es mehrere Dinge zu beachten. Eine davon ist, ob Sie ein Darlehen wünschen, bei dem Sie die Rückzahlungen für eine gewisse Zeit aussetzen können. Dies ist möglich, wenn Sie sich für eine tilgungsfreie Hypothek entscheiden. Das kann Ihnen etwas Spielraum in Ihrem Budget verschaffen, zum Beispiel um andere, teurere Schulden zu tilgen.

Mehr zum Hypothekenkredit können Sie sich hier aneignen.

Was ist eine Hypothek?

Eine Hypothek ist ein durch eine Immobilie gesichertes Darlehen, das durch die Ausgabe und den Verkauf von Hypothekenanleihen finanziert wird. Einer der Vorteile von Hypothekarkrediten ist, dass der Zinssatz und der Beitragssatz zusammen in der Regel etwas niedriger sind als der Zinssatz von Darlehen, die nicht auf Pfandbriefen basieren.

Die meisten Investitionen können ganz oder teilweise mit einer Hypothek finanziert werden. Ein Kredit ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen erhältlich. Als Privatperson können Sie eine Hypothek aufnehmen, um den Großteil Ihrer Hypothek zu finanzieren – bis zu 80 % des Kredits, wenn Sie eine selbst genutzte Immobilie in Form eines Hauses oder einer Eigentumswohnung kaufen.
Unternehmen können Hypotheken für Geschäftskredite nutzen. Welcher Kredit, der richtige für Ihr Unternehmen ist, hängt davon ab, wofür Sie eine Finanzierung benötigen.

Hypothekenkredit zusammengefasst:

  • drei Beteiligte: Kreditnehmer, Hypothekarkreditgeber & Kreditgeber
  • durch Immobilie gesichertes Darlehen
  • Vorteil: Zinssatz und Beitragssatz niedriger
  • für Privatpersonen und Unternehmen geeignet
  • bei tilgungsfreier Hypothek: Aussetzung der Rückzahlung möglich

Häufigen Fragen zum Thema Hypothekenkredit werden Ihnen hier beantwortet:

Eine andere Option ist die Umkehrhypothek. Dazu jetzt mehr.

Umkehrhypothek Definition

Bei einer Umkehrhypothek / umgekehrten Hypothek, handelt es sich um ein Darlehen, welches von einer Bank, einer Versicherung oder einer Privatperson ausgezahlt wird. Eine Umkehrhypothek wird oft auch als eine Rentenhypothek oder Immobilienrente bezeichnet. Als Sicherheit wird die Immobilie hinterlegt. Bei einer Umkehrhypothek erhalten Sie eine monatliche Rente oder einen einmaligen Betrag ausgezahlt.

Mehr zur Umkehrhypothek lernen Sie hier:

Wie funktioniert die Umkehrhypothek?

Bei einer Umkehrhypothek gibt es drei Beteiligte: der Darlehensgeber, der Darlehensnehmer und die Immobilie des Darlehensnehmers. Als Darlehensnehmer und Immobilienbesitzer stellen Sie der Bank mit Ihrer Immobilie eine Sicherheit. Die Bank nimmt Ihr Haus also als Kreditsicherheit. Sie bleiben Immobilieneigentümer, sprich Besitzer der Immobilie. Im Vergleich zu einer klassischen Hypothek müssen Sie als Kreditnehmer keine laufenden Zinsen oder Tilgung bezahlen. Beim Ableben oder Auszug des Kreditnehmers wird die Immobilie automatisch verkauft und der Kredit abbezahlt.

Das Wichtigste zur Umkehrhypothek zusammengefasst:

  • Drei Beteiligte
  • Darlehensgeber, Darlehensnehmer, Immobilie
  • Darlehensnehmer gibt Bank seine Immobilie
  • Bank nimmt Haus als Kreditsicherheit
  • Vorteil man bleibt Immobilieneigentümer
  • Keine Zins- und Tilgungszahlung

Wieso für Sie ein Flex-Darlehen eine Überlegung sein kann, erfahren Sie im Folgenden.

Flex-Darlehen/ Variable Darlehen

Ein Flex Darlehen ist der Begriff, der eine Hypothek beschreibt, bei der das Darlehen in festen Abständen refinanziert wird, in der Regel nach 1, 3 oder 5 Jahren. Der Vorteil einer Hypothek besteht darin, dass die zugrunde liegende Hypothek zu einem Kurs von etwa 100 gehandelt wird, sodass bei der Aufnahme des Kredits keine nennenswerten Zinsverluste entstehen. Außerdem ist der Zinssatz in der Regel niedriger als bei festverzinslichen Darlehen.

Als Gegenleistung für den niedrigeren Zinssatz akzeptieren Sie als flexibler Kreditnehmer, dass die Entwicklung des Zinssatzes während der Laufzeit des Kredits ungewiss ist. Wenn das Darlehen refinanziert werden muss, bestimmt der dann geltende Zinssatz, wie viel Zinsen in der nächsten Periode zu zahlen sind.

Einfach ausgedrückt: Sie erhalten einen niedrigeren Zinssatz, wenn Sie eine größere Ungewissheit über die künftige Entwicklung der Zinssätze in Kauf nehmen. Angesichts dessen haben Hypotheken mit 1-jähriger Zinsbindung einen niedrigeren Zinssatz als Hypotheken mit 3- und 5-jähriger Zinsbindung.

Mehr dazu hier zum Nachlesen:

Flex-Darlehen zusammengefasst:

  • Hypothek, bei der Darlehen in festen Abständen refinanziert wird
  • bei Aufnahme des Kredits entstehen keine Zinsverluste
  • Zinssatz in der Regel niedriger
  • Entwicklung des Zinssatzes während der Laufzeit ungewiss

Variabler Zinssatz: Erklärung & Beispiel

Bei einem variablen Darlehen vereinbart man mit der Bank zum einen sogenannten Referenzzinssatz. In der Regel ist das der Drei-Monats-Euribor. Zum Anderen wird eine Marge (Aufschlag auf diesen Referenzzinssatz) festgelegt. Außerdem wird ein fester Zeitpunkt bestimmt, zudem der Euribor angepasst wird. Häufig ist das das Ende des Quartals.

Dieser Euribor kann im Plus oder Minus stehen. Die Banken nehmen eine Marge auf diesen Euribor im Darlehen. 1,5 % sind beispielsweise eine Standardmarge. Viele Aufschläge liegen aber auch unter 1 % oder über 2 % bis zu 3 %. Das ist je nach Bank, Objekt, Portfolio, Bonität und Konstellation unterschiedlich. Im Vergleich: Bei der Festzinslaufzeit liegt dieser Wert in einem Bereich von 10 Jahren ungefähr bei 3,5 %.

Was passiert, wenn sich die Zinsen beim variablen Darlehen ändern? Das lässt sich anhand eines Beispiels am einfachsten erläutern.

Stellen Sie sich vor, die EZB macht in dem letzten Monat des Quartals einen Zinsschritt um 0,5 %, wodurch der Euribor über 0,75 % springt. Dazu kommt 1,5 % Marge. Das würde für das Darlehen im nächsten Quartal einen Zins von 2,25 % bedeuten.

Das Beispiel im Überblick:

Euribor 0,75 %
Marge 1,50 %
Zins 2,25 %

In unserem Beispiel steigt der Euribor weiter auf 0,25 % an. 0,25 + 0,75 macht 1. Der Euribor stehe also bei 1 %. Unsere Frage ist nun, wie sich das auf das nächste Quartal auswirkt. Die Marge besteht immer noch aus 1,50 %. Macht also einen Zins von 2,50 %.

Die zweite Rechnung im Überblick:

Euribor 1 %
Marge 1,50 %
Zins 2,50 %

Jetzt können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn der Euribor steigt. Aber wie wirkt sich der sinkende Euribor auf ein Darlehen aus? Anhand der nächsten Rechnung soll Ihnen das klar werden. In unserem Beispiel sinkt der Euribor im nächsten Quartal um 0,25 %.

Dann würde der Euribor wieder bei 0,75 % stehen. Die Marge bleibt wie schon gelernt immer gleich. Hier bei 1,50 %. macht einen Zins von 2,50 %.

Das letzte Beispiel zusammengefasst:

Euribor 0,75 %
Marge 1,50 %
Zins 2,25 %

Die wichtigsten Punkte zum variablen Darlehen:

  • Zinsen sind nicht festgelegt, sondern variieren je nach Referenzzinssatz (Euribor)
  • Anpassung des Euribors zu bestimmten Zeitpunkt, Standard: drei-Monats-Euribor
  • festgelegte Marge (Aufschlag auf Euribor) immer gleich
  • Euribor kann im Plus oder Minus stehen, sinken und steigen
  • steigt der Euribor, so steigt auch der Zins des Darlehens
  • sinkt der Euribor, so sinkt auch der Zins des Darlehens

Mehr zu denen, Chancen und Risiken des variablen Darlehens im Vergleich zu einem Darlehen mit einer festen Zinslaufzeit, hier:

Anpassungsdarlehen: Flexibel & niedrige Zinsen

Das Anpassungsdarlehen ist besonders für diejenigen geeignet, die finanzielle Sicherheit für mehrere Jahre wünschen. Hier kennen Sie den Zinssatz für eine bestimmte Anzahl von Jahren, aber nicht für die gesamte Laufzeit des Kredits.

Sie erhalten einen niedrigeren Zinssatz als bei einem festverzinslichen Darlehen. Andererseits kann der Zinssatz danach steigen und die Möglichkeit, den Zinssatz für einen vereinbarten Zeitraum festzuschreiben. Am Ende dieses Zeitraums erhalten Sie eine niedrigere Zahlung, wenn die Zinssätze sinken, und eine höhere, wenn sie steigen. Es kann teuer werden, wenn Sie das Darlehen mitten in der Laufzeit zurückzahlen wollen. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, bis zu 10 Jahre lang keine Raten zu zahlen, sowie die Möglichkeit, die Laufzeit und die Rückzahlung bei jeder Zinsanpassung anzupassen – wenn es Ihre finanzielle Situation erlaubt.

Zusammengefasst:

  • niedriger Zinssatz bei festverzinslichen Darlehen
  • Möglichkeit Zinssatz für einen Zeitraum festzuschreiben
  • bis zu 10 Jahre lang keine Ratenzahlung möglich
  • Laufzeit und Rückzahlung anpassbar

Wie funktioniert die Finanzierung bei tilgungsfreien Darlehen? Erfahren Sie mehr!

Tilgungsfreie Darlehen: Zinszahlung

Sie können auch ein tilgungsfreies Darlehen abschließen. Das bedeutet, dass Sie nur die laufenden Zinsen für das Darlehen zahlen müssen. Im Gegenzug schulden Sie der Bank oder Hypothekengesellschaft weiterhin den gleichen Betrag wie bei der Aufnahme des Kredits und sparen nicht für das Haus.

Bei einem raten freien Darlehen handelt es sich um ein Darlehen, bei dem Sie Ihre Rückzahlungen für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel bis zu 10 Jahre, aussetzen können. Je nachdem, ob Sie einen Kredit mit festem oder variablem Zinssatz aufnehmen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten für eine tilgungsfreie Zeit. Bei einem Kredit mit variablem Zinssatz haben Sie die Möglichkeit, während der Laufzeit des Kredits tilgungsfreie Zeiten zu wählen, wenn Sie dafür zugelassen werden. Bei einem Darlehen mit festem Zinssatz beginnt die tilgungsfreie Zeit immer zum gleichen Zeitpunkt, an dem das Darlehen zurückgezahlt wird.

Wenn das Darlehen tilgungsfrei ist, zahlen Sie nur Zinsen und Beiträge, aber Sie sollten wissen, dass die tilgungsfreie Zeit keinen Einfluss auf die Zeit hat, in der Ihr Darlehen zurückgezahlt werden muss. Wenn Sie insbesondere ein Darlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren haben und sich dafür entscheiden, die Rückzahlungen für insgesamt 10 Jahre auszusetzen, haben Sie nur 20 Jahre Zeit, um das Darlehen zurückzuzahlen.

Zusammengefasst:

  • alle Darlehen können tilgungsfrei vereinbart werden
  • Rückzahlung kann für bestimmten Zeitraum ausgesetzt werden
  • tilgungsfreie Zeit hat keinen Einfluss auf die Zeit der Rückzahlung
  • Risiko von steigenden Zinssätzen

Darlehen ohne Rückzahlung

Wenn Sie sich für ein tilgungsfreies Darlehen entscheiden, bedeutet dies, dass Sie einen oder mehrere Zeiträume lang Ihre Schulden nicht tilgen, sondern nur Zinsen und Beiträge zahlen. Dies kann zum Beispiel von Vorteil sein, wenn Sie andere, teurere Schulden haben, die Sie zuerst abbezahlen wollen, oder wenn Sie mehr für Ihre Rente sparen wollen. Bei einem tilgungsfreien Kredit geben Sie während der Laufzeit mehr für Zinsen und Beiträge aus als bei einem Kredit mit Ratenzahlung. Der Kredit wird also insgesamt teurer für Sie sein.

Während der gesamten tilgungsfreien Zeit bleibt die Kreditsumme gleich. Am Ende der Rückzahlungsfrist werden sich Ihre Hypothekenzahlungen deutlich erhöhen, da Sie nun das Darlehen zurückzahlen müssen.

Ist ein tilgungsfreies Darlehen sinnvoll?

Ob es sinnvoll ist, einen raten freien Kredit aufzunehmen, hängt immer von Ihren Finanzen ab. In kürzeren Perioden mit hohen Ausgaben, zum Beispiel im Kontext eines Familienzuwachses oder bei geringem Einkommen, kann ein tilgungsfreies Darlehen helfen, Luft in die täglichen Finanzen zu bringen. Langfristig ist es jedoch ratsam, die Rückzahlung fortzusetzen und so die Schulden abzubauen.

Wenn Sie einen tilgungsfreien Flex-Kredit aufnehmen, sollten Sie sich besonders des Risikos bewusst sein, dass die Zinssätze irgendwann steigen, da Sie dann besonders anfällig für Zinserhöhungen sind.

Merken Sie sich:

Abhängig von Ihren Finanzen. Langfristig nicht zu empfehlen.

Lesen Sie hier bald noch mehr zum Thema tilgungsfreie Darlehen.

Was ist das Festdarlehen?

Das Festdarlehen ist eine besondere Kreditvariante, die zum Beispiel in Folge von einer Baufinanzierung eingesetzt wird. Das Besondere an diesem Kredit ist, dass der Kreditnehmer ausschließlich monatliche Zinsen an die Bank zahlt. Das gesamte Tilgungsdarlehen muss dann über eine einzige Rate am Ende der Laufzeit getilgt werden. Häufig wird das Festdarlehen daher auch als endfälliges Darlehen bezeichnet.

Wichtig ist es während der Laufzeit Geld anzusparen, um die Tilgungssumme am Ende begleichen zu können. Genau deswegen wird der Kredit in den meisten Fällen mit Sparformen, wie einem Bausparvertrag oder einer privaten Rentenversicherung kombiniert.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Besondere Kreditvariante
  • Monatliche Zinszahlung
  • Tilgungsrate wird am Ende als ein Betrag gezahlt
  • Wichtig – Ansparung von Geld
  • Kombination aus Kredit und Sparformen
  • Sparformen: Bausparvertrag, private Rentenversicherung

Warum Festdarlehen statt Annuitätendarlehen? Mehr zum Festdarlehen im Vergleich zum Annuitätendarlehen könne Sie hier nachlesen:

Volltilgungsoption: Volltilgerdarlehen

Eine Volltilgungsoption ist eine Möglichkeit für Kreditnehmer niedrigere Zinsen zu zahlen und das Zinsänderungsrisiko zu umgehen, wodurch eine bessere Planungssicherheit und eine schnelle Abzahlung des Kredits möglich wird. Banken bieten das sogenannte Volltilgerdarlehen an. Das ist ein Immobilienkredit, bei dem eine Darlehenssumme innerhalb der Laufzeit voll beglichen wird.

Das heißt, es wird die gesamte Schuld über die Laufzeit mit einer festen monatlichen Rate zurückgezahlt. Im Gegensatz zum gängigen Annuitätendarlehen fällt am Ende der Laufzeit keine Restschuld an, was die Anschlussfinanzierung überflüssig macht. Allerdings ist die monatliche Belastung bei dem Volltilgerdarlehen höher und es besteht auch keine Sondertilgungsoption.