5 Alternativen um Heizkosten zu sparen: Tipps für Vermieter & Eigentümer

5 Alternativen um Heizkosten zu sparen – Kaum ist der Herbst da, werden in den Wohngebäuden die Heizungsanlagen wieder hochgefahren. Dabei sind die Preise für Gas und Heizöl aktuell so hoch wie noch nie. Doch es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken und die Heizkosten zu drosseln. Ob professionelle Wartung, Wärmedämmung oder elektronisches Thermostat, wir haben für Sie die besten Tipps zusammengestellt, um Heizkosten zu sparen.

Tipps um Heizkosten zu sparen: Vermieter & Eigentümer

Je nach Baujahr und Bausubstanz gehen durchschnittlich 30 Prozent der Heizenergie über unzureichend gedämmte Wände verloren. Aus diesem Grund bedeutet Isolieren auch gleichzeitig Sparen. Hierfür müssen Sie Ihre Immobilie aber nicht einer kompletten Sanierung unterziehen, sondern können sich anhand ein paar wenigen Kniffen Abhilfe verschaffen. Mehr dazu gleich.

Vorab alle Tipps zum Heizkosten sparen auf einen Blick:

  1. Heizungsanlage durch Fachbetrieb korrekt einstellen lassen
  2. Heizungsrohe dämmen
  3. Kellerdecken und Dachböden dämmen
  4. Fenster und Türen mit neuen Dichtungen ausstatten
  5. Heizkörper mit elektronischen Thermostate ausstatten

Um Heizkosten zu sparen, sollten Sie neben einer ordentlichen Isolierung, Ihre Heizköper regelmäßig einstellen lassen. Wann und warum eine professionelle Wartung nötig ist, das schauen wir uns nun genauer an.

Tipp! Ziehen Sie auch in Betracht Ihre veraltete Heizanlage zu erneuen. Das spart viel Energiekosten.

1. Heizungsanlage durch Fachbetrieb korrekt einstellen lassen

Schalten Sie nach einer monatelangen Pause Ihre Heizung wieder ein, stellen viele Eigentümer fest, dass der Heizkörper nur unregelmäßig warm wird oder Gluckgeräusche von sich gibt. Daher sollten Sie ein Mal im Jahr Ihre Heizung von einem Fachbetrieb warten lassen. Auch das Entlüften der Heizung wird dabei durchgeführt. Dadurch verlängert sich nicht nur die Lebensdauer der Heizung (was Ihnen Geld erspart), auch die Heizkosten können bis zu 15 Prozent gesenkt werden.

2. Heizungsrohe dämmen

Wenn das Wasser zum Heizungskörper transportiert wird, geht Wärme schnell verloren. Aus diesem Grund sollten Sie die Heizungsrohre für das warme Brauchwasser ordentlich dämmen. Das spart Wärme, Energie und im Umkehrschluss auch Heizungskosten. Grundsätzlich können Sie hierdurch im Jahr bis zu 20 Euro pro Heizungsrohr sparen.

3. Kellerdecken und Dachböden dämmen

Oft kühlen die Räume im Erdgeschoss ab, da die Kälte des unbeheizten Kellers durch die Decke zieht. Dabei kann auch dieses Problem anhand einer Kellerdeckendämmung schnell und einfach gelöst werden. Sind Dachböden vorhanden, sollten diese ebenfalls gedämmt werden, um einen hohen Energieverlust zu vermeiden.

4. Fenster und Türen mit neuen Dichtungen ausstatten

Eine weitere einfache und kostengünstige Maßnahme, um feuchte Zugluft zu umgehen und Heizkosten zu sparen, ist das Abdichten von Fenstern und Türen. Während kleine Ritzen und Fugen mit selbstklebenden Dichtstreifen geschlossen werden können, bieten sich bei Spaltenbreiten von eins bis fünf Millimeter Gummidichtungen an.

5. Heizkörper mit elektronischen Thermostaten ausstatten

Die traditionellen Thermostate arbeiten mechanisch und müssen per Hand bedient werden. Schnell hat man da vergessen, die Heizung vor dem Schlafen gehen oder Verlassen der Wohnung runterzudrehen. Aus diesem Grund bevorzugen immer mehr Eigentümer die Installation von elektronischen Thermostaten.

Anhand eines elektrischen Temperaturfühlers, der im Ventilkopf sitzt, arbeitet das digitale Raumthermostat wesentlich präziser und zuverlässiger. Die eingebaute Uhr erlaubt das Einstellen individueller Heizgewohnheiten und selbst von der Ferne aus, können Sie anhand Ihres Smartphones Ihren Heizkörper problemlos kontrollieren. Umfasst Ihre Wohnung um die 70 qm, können Sie mit einem Heizkostenersparnis von bis zu 200 Euro rechnen.

Die Vorteile eines elektronischen Thermostats zusammengefasst:

  • präziseres und zuverlässigeres Einstellen der Raumtemperatur
  • Heizkosten werden optimiert
  • Raumtemperatur kann aus der Ferne kontrolliert werden

Der größte Fehler: Zu hohe Nachzahlungen

In der Theorie ist der Mieter dazu verpflichtet, für seine Heizkosten selber aufzukommen und diese bei Bedarf im kommenden Jahr nachzuzahlen. Jedoch schlagen aufgrund der steigenden Energiepreise und des aktuellen Versorgungsengpasses Experten Alarm: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass viele Mieter durch die hohen Nachzahlungsforderungen in finanzielle Nöte geraten. Ist das der Fall, bleiben Sie als Vermieter im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen.

Aus diesem Grund sollten Sie nicht davon ausgehen, dass jeder Ihrer Mieter über genügend liquide Mittel verfügt, um die anstehenden Nachzahlungen zu begleichen. Stattdessen empfiehlt es sich proaktiv dagegen zu wirken und die Heizkosten Ihres Mietobjekts so gut es geht zu senken.

Fazit: So senken Sie Ihre Heizkosten

Als Vermieter steht die Rentabilität Ihrer Immobilie und das Erzielen eines positiven Cashflows stets im Vordergrund. Um Energie zu sparen und nicht auf den hohen Heizkosten Ihrer Mieter sitzen zu bleiben, sollten Sie die Heizungsrohre, Fenster und Türen dämmen. Neben der Installation eines elektronischen Thermostats, ist auch das Isolieren der Kellerdecke und des Dachbodens eine einfache und kostengünstige Alternative, um die Heizkosten zu senken.

Heizungsarten: Haus & Wohnung – V0r- & Nachteile

Die unterschiedlichen Heizungsarten haben verschiedene Vor- und Nachteile für Ihr Vorhaben. Je nach dem ob sie eine energetisches Upgrade oder eine Erneuerung Ihrer bisherigen Heizanlage planen, sollten Sie sich mit den verschiedenen Heizungsarten beschäftigen. So haben Sie einen Überblick und können besser abschätzen, für welche Heizungsart Sie sich entscheiden.

Alle Heizungsarten im Überblick in unserem Ratgeber: