8 Tipps um Heizkosten zu senken: Richtig heizen im Winter – für Mieter

8 Tipps, um Heizkosten zu senken – Hohe Inflation, steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe geben vielen Mietern allen Grund zur Sorge. Die Angst vor der nächsten Heizkostenabrechnung ist hoch. Dabei steht die kalte Jahreszeit vor der Tür. Von der optimalen Zimmertemperatur bis zum richtigen Lüften – wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ein paar wenigen Tipps Heizkosten sparen und hohen Nachzahlungen entgegenwirken können.

Tipps um Heizkosten zu senken: für Mieter

Um Heizkosten zu senken, entscheiden sich die meisten Mieter dazu, weniger zu heizen. Dabei ist Sparen einfacher als gedacht und erfordert kaum Aufwand. Anstatt Ihre Wohnung komplett umzurüsten oder im Winter zu frieren, müssen Sie nur die richtigen Kniffe kennen. Dazu gehört zum Beispiel das regelmäßige Entlüften der Heizung und der richtige Umgang mit dem Thermostat. Mehr dazu gleich.

Vorab alle Tipps zum Heizkosten sparen auf einen Blick:

  1. Heizkörper auf maximal Stufe 3 stellen
  2. Heizung entlüften
  3. Keine Vorhänge oder Möbel vor Heizkörper stellen
  4. Heizkörper beim Verlassen der Wohnung immer herunterdrehen
  5. Räume nie komplett auskühlen lassen
  6. Innenliegende Räume nicht heizen
  7. Maximal dreimal am Tag Stoßlüften
  8. Ist es jetzt wirklich notwendig zu heizen?

Viele drehen im Winter die Heizung auf, ohne sich mit dem Thermostat des Heizkörpers auszukennen. Wo die optimale Zimmertemperatur liegt und warum Sie Ihre Heizung nie komplett aufdrehen sollten, das schauen wir uns nun genauer an.

1. Heizkörper auf maximal Stufe 3 stellen

Grundsätzlich hängt die optimale Raumtemperatur sowohl vom Verwendungszweck des Raumes, als auch von Ihrem persönlichen Empfinden ab. Die meisten Menschen fühlen sich bei einer Zimmertemperatur von 20 bis 23 Grad Celsius wohl. Das entspricht Stufe 3 am Thermostat Ihrer Heizung. Das reicht in den meisten Fällen absolut aus.

Optimale Zimmertemperatur liegt zwischen 20 und 23 Grad Celsius

Wichtig: Möchten Sie, dass Ihr Raum schneller warm wird, lohnt es sich nicht, die Heizung bis Stufe 5 aufzudrehen. Der Grund: Die Temperatur des Wassers in der Heizung bleibt immer gleich. Stellen Sie Ihren Heizkörper auf Stufe 5, heizt er einfach nur länger und verschwendet dabei unnötig Energie. Außerdem macht der Unterschied zwischen Stufe 3 und 5 nur einen Grad aus, was sich im Vergleich zu den Kosten nicht rentiert.

2. Heizung entlüften

Wird Ihre Heizung nicht mehr richtig warm und gibt gluckernde Geräusche von sich, befinden sich zu viele Luftblasen im Heizwasser. Dadurch kann das Wasser im Heizkörper nicht mehr richtig zirkulieren und die Wärmeabgabe in den Raum wird verhindert. Die Folge: Die Heizung verbraucht unnötig Energie. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Heizung jedes Jahr kurz vor der kalten Jahreszeit entlüften. Hierfür wird die überschüssige Luft durch das Entlüftungsventil der Heizung abgelassen, was den Energieverbrauch reduziert und Ihre Heizkosten senkt.

3. Keine Vorhänge oder Möbel vor Heizkörper stellen

Weder Möbel noch Gardinen gehören direkt vor die Heizung. Denn: Stellen Sie Ihre Heizung durch Sofa, Tisch & Co. zu, stören Sie nicht nur die Wärmeverteilung im Raum, sondern verschwenden auch bis zu 15 Prozent der abgegebenen Wärme.

4. Heizkörper beim Verlassen der Wohnung immer herunterdrehen

Ob Abendessen mit Freunden, Einkauf im Lebensmittelladen oder Geschäftsreise – Wenn Sie Ihre Wohnung verlassen, können Sie die Temperatur ruhigen Gewissens um zwei Grad absenken. Hierdurch sparen Sie während Ihrer Abwesenheit Kosten und können nach Ihrer Ankunft Ihre Räume wieder schnell und ohne Energieverlust aufheizen.

5. Räume nie komplett auskühlen lassen

Möchten Sie Ihre Heizkosten senken, sollten Sie Ihre Räume außerdem nie ganz auskühlen lassen. Der Energiebedarf, um einen Raum unter 15 Grad wieder aufzuheizen, ist enorm und sollte nicht unterschätzt werden.

6. Innenliegende Räume nicht heizen

Was Viele vergessen: Räume, die innerhalb der Wohnung sind und an Räumen angrenzen, die beheizt werden, kühlen nie komplett aus. Hier können Sie sich das Aufdrehen der Heizung also sparen, da die innen liegenden Räume in geringem Maße stets mit aufgeheizt werden.

7. Maximal 3-mal am Tag Stoßlüften

Viele Mieter machen den Fehler und lassen Ihre Fenster zur kalten Jahreszeit dauerhaft gekippt. Hierdurch kühlen die Räume unnötig aus und es muss mehr geheizt werden. Stattdessen sollten Sie mehrmals am Tag alle Fenster weit öffnen und kurz durchlüften. Mehr als dreimal am Tag ist hierbei nicht nötig. Achten Sie ebenso darauf, zuvor die Heizung abzuschalten und sie erst danach wieder aufzudrehen, um Energie zu sparen.

8. Ist es jetzt wirklich notwendig zu heizen?

Wann auch immer Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Heizung aufzudrehen, stellen Sie sich die Frage: Ist es jetzt wirklich notwendig zu heizen? Zur Schlafenszeit wird zum Beispiel weitaus weniger Heizenergie benötigt, als tagsüber, da für einen erholsamen Schlaf ohnehin eine Raumtemperatur von unter 20 °C empfohlen wird. Daher lohnt es sich in manchen Fällen, die Heizung auszuschalten oder die Heiztemperatur zu senken.

Fazit: So können Sie Heizkosten sparen

Es ist also durchaus möglich, Heizkosten zu sparen und Nachzahlungen entgegenzuwirken, ohne im Winter zu frieren. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Fenster nicht gekippt lassen, sondern stattdessen regelmäßig stoßlüften. Auch das Herunterdrehen der Heizung, wenn Sie die Wohnung verlassen oder nachts schlafen, lohnt sich. Stehen große Möbel vor dem Heizkörper empfiehlt es sich diese wegzustellen.

Noch mehr Spartipps

Mit diesen Tipps können Sie weitere Kosten sparen.