Grundbuchänderung im Todesfall in der Familie: gemeinsames Eigentum & Alleineigentum

Grundbuchänderung bei Todesfall – Beim Todesfall in der Familie kommt es bezüglich des Immobilienbesitzes besonders darauf an, welche Entscheidungen beim Kauf getroffen worden sind. Wer wurde ins Grundbuch als Eigentümer eingetragen und zu welchen Anteilen? Wann ein Grundbucheintrag im Fall, dass ein Familienmitglied verstirbt, geändert werden muss und wann nicht, wird Ihnen im Folgenden erklärt. In unserem Ratgeber finden Sie mehr zum Thema: Grundbuch.

Grundbuchberichtigung im Todesfall

Wenn der Ehepartner verstirbt, dann stellt sich für den Hinterbliebenen schnell die Frage, was mit dem Haus, der Wohnung oder dem Eigentum passiert. Dafür ist eine Frage ausschlaggebend. Wer steht im Grundbuch als Eigentümer?

Wenn Sie sich damals beim Kauf Ihrer Immobilie dazu entschieden hatten, sich beide als Eigentümer zu gleichen Teilen in das Grundbuch eintragen zu lassen, so ändert sich nicht der Eigentümer. Der Hinterbliebenen ist nach wie vor der Besitzer des Grundstücks.

Verstirbt der alleinige Eigentümer einer Immobilie, sieht der Fall allerdings anders aus, denn ändern sich durch den Todesfall die Eigentumsverhältnisse, das heißt, es wechselt sich der Eigentümer, dann muss beim zuständigen Grundbuchamt eine Grundbuchberichtigung beantragt werden. Hier sollten Sie sich an das Amtsgericht der Stadt bzw. Gemeinde des Grundstücks wenden. Im Folgenden schauen wir uns die beiden Fälle genauer an.

Immobilie als gemeinsames Eigentum

Wenn beide Partner sich im Grundbuch zu gleichen Anteilen als Eigentümer vermerken lassen, ändert sich für die hinterbliebene Person im Fall, dass ein Partner verstirbt, an den Eigentumsverhältnissen nichts, deswegen muss der Grundbucheintrag auch nicht geändert werden.

Der Hinterbliebene ist nun der Alleinige Eigentümer des Objekts, da sein Anteil von 50 Prozent durch den hinzu kommenden Anteil der 50 Prozent des Verstorbenen, auf 100 Prozent ansteigt. Damit gehen auch alle Pflichten und Belastungen auf den alleinigen Besitzer über.

Immobilie als gemeinsames Eigentum im Todesfall im Überblick:

  • Eigentumsverhältnisse ändern sich nicht
  • keine Grundbuchberichtigung erforderlich
  • Hinterbliebene ist nun der Alleinige Eigentümer
  • sein Anteil beträgt nun 100 % statt vorher 50%
  • Pflichten & Belastungen gehen auf Hinterbliebenen über

Was passiert aber wenn der verstorbene Ehepartner oder Partner der Alleineigentümer der Immobilie war? Dazu hier mehr.

Immobilie als alleiniges Eigentum

Was also, wenn nur ein Partner sich als Eigentümer ins Grundbuch hat eintragen lassen und dann verstirbt? Hier ändert sich das Eigentumsverhältnis, also muss der Grundbucheintrag abgeändert werden.

Wenn der Ehepartner, der als Eigentümer der Immobilie im Grundbuch eingetragen war, verstirbt, wird zuerst geprüft, ob ein notariell beglaubigtes Testament vorliegt. Wenn ja, werden die Eigentumsrechte auf die im Testament festgelegte Person übergeben. Meist sind das der verbliebene Ehepartner und vorhandene Kinder.

Wenn ein Testament vorliegt:

  • Eigentum geht auf die Person im Testament über

Gibt es kein rechtswirksames Testament, dass der Verstorbene hinterlassen hat, muss beim Nachlassgericht ein Erbschein beantragt werden. Hier sollen alle Erben angegeben werden.

Es besteht die Möglichkeit sich auf ein Alleinerbe zu einigen. Der Alleinerbe benötigt hierfür eine Vollmacht von jeder vom Erbe zurücktretenden Person. Auf Grundlage des Erbscheins nimmt das Grundbuchamt die Änderung des Grundbucheintrags dann vor.

Wenn kein Testament vorliegt:

  • Erbschein muss beantragt werden

Mit wie viel Aufwand, Zeit und Kosten die Änderung des Grundbucheintrags verbunden ist, erfahren Sie im Folgenden.

Kosten: Grundbucheintrag beim Grundbuchamt ändern

Welche Kosten verursacht die Änderung eines Grundbucheintrags im Fall, dass ein Familienmitglied verstirbt? Die Umschreibung ist für Sie, wenn Sie den Antrag auf Änderung innerhalb von 2 Jahren nach dem Tod des verstorbenen Eigentümer stellen, kostenlos. Mehr zur Grundbuchberichtigung im Erbfall können Sie hier erfahren:

Grundbucheintrag ändern oder löschen

Dies war ein Ausschnitt aus dem Artikel „Grundbucheintrag ändern“  aus unserem Immobilien Ratgeber: Grundbuch. Egal ob Immobilienkauf, Verkauf, Erbschaft, TrennungScheidung oder Namensänderung all das sind Gründe für eine Grundbuchberichtigung, da sich der Eigentümer der Immobilie wechselt. Wenn Sie mehr über Änderungen von Grundbucheinträgen in Erfahrung bringen wollen, gibt es hier noch mehr davon:

Das abgezahlte Immobiliendarlehen ist ein Grund für die Grundschuldlöschung aus dem Grundbuch. Mehr dazu gibt es in dem Artikel:

Grundbuch & Grundbuchamt: Was ist das?

Erfahren Sie in unserem Immobilien Ratgeber mehr über das Grundbuch, das Register, dass alle Grundstücke des Landes verzeichnet und das zuständige Amt (Grundbuchamt). Lernen Sie das Grundbuch richtig zu lesen und zu verstehen und werden Sie zum Immobilienprofi.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Wie hilfreich war dieser Beitrag? Klicken Sie auf die Sterne um zu bewerten.

Durchschnittliche Bewertung 1 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Bleiben Sie auf dem Laufenden!Redaktions-Tipp!

Akquise, Fix & Flip, Tipps & Tricks unserer Experten.

Sie können unsere Insider jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand der IE Insider genutzt und werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.