Jahresabrechnung WEG: Einnahmen & Ausgaben, Einzelabrechnungen, Konten & Co.

Jahresabrechnung – Jedes Jahr muss einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) eine Jahresabrechnung vorgelegt werden, die von einem Verwalter erstellt wird. Diese wird in der Eigentümerversammlung besprochen und sollte alle Einnahmen und Ausgaben der WEG, sowie die Einzelabrechnungen für die Eigentümer der Immobilie beinhalten. Wie die Jahresabrechnung aufgebaut ist und wie diese Strukturiert sein sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist die Jahresabrechnung einer WEG?

Jedes Jahr muss in einer Wohnungseigentümergemeinschaft eine Jahresabrechnung für das vergangene Wirtschaftsjahr erstellt werden. Diese wird auf der Eigentümerversammlung besprochen und beinhaltet einen Überblick sowie die Entwicklung der Zahlungsfähigkeit der WEG, sowie die Grundlage der Einzelabrechnungen für die Eigentümer.

Jahresabrechnung = Überblick Zahlungsfähigkeit WEG + Einzelabrechnungen

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Die Jahresabrechnung im generellen ist also eine Einnahmen und Ausgaben Rechnung, die die tatsächlich angefallenen Beträge in einem angegebenen Abrechnungszeitraum gegenüberstellt.

Zudem gilt sie als Kostenkontrolle für Sie als Eigentümer, damit Ihnen keine unnötigen Kosten abgerechnet werden.

Die Jahresabrechnung zusammengefasst:

  • Überblick über Zahlungsfähigkeit der WEG
  • enthält Einzelabrechnungen
  • ist Einnahmen und Ausgaben Rechnung
  • stellt angefallene Beträge in Abrechnungszeitraum gegenüber

Wie muss die Jahresabrechnung aussehen?

Die Jahresabrechnung sollte eine übersichtlich geordnete Aufzählung aller Einnahmen und Ausgaben der WEG aus dem zutreffenden Wirtschaftsjahr enthalten. Zudem muss sie auf den ersten Blick so verständlich sein, dass zu ihrer Erklärung kein weiterer Buchprüfer oder Sachverständiger notwendig ist.

Der Verwalter einer WEG ist verpflichtet, jedes Jahr eine Jahresabrechnung für die WEG aufzustellen und muss sich dabei stets an das Wohnungseigentumsgesetz halten. Der Verwalter verteilt zudem die Kosten auf die einzelnen Eigentümer. Diese wiederum können durch die Jahresabrechnung die Tätigkeiten des Verwalters kontrollieren.

Das muss beachtet werden:

  • übersichtliche, geordnete Aufzählung
  • verständlich auf den ersten Blick
  • wird von Verwalter aufgestellt
  • basiert auf Wohnungseigentumsgesetz

Objektbezogene Abrechnung

Sollte es in einer WEG zu einem Eigentümerwechsel kommen, müssen bei der Jahresabrechnung einige Dinge beachtet werden. Die Abrechnung wird immer nur den Eigentümern zugestellt, die zu dem Zeitpunkt im Grundbuch eingetragen sind. Der Grund hierfür ist, dass die Abrechnung Objekt- und nicht Personenbezogen ist. So müssen sich der Verkäufer und Käufer einigen, wer welche Kosten aus der Abrechnung zu tragen hat.

Hier ein kurzer Überblick:

  • zu beachten bei Eigentümerwechsel
  • Abrechnung geht an Eigentümer die im Grundbuch eingetragen sind
  • Abrechnung ist Objektbezogen

Wie muss die Jahresabrechnung strukturiert sein?

Auch wenn es für die Jahresabrechnung kein explizit vorgegebenes Layout gibt, gibt es eine bestimmte Struktur, die fast immer eingehalten werden kann. Hier haben wir für Sie einen kurzen Überblick, wie die Jahresabrechnung aussehen sollte.

Einnahmen und Ausgaben

Als erster Punkt werden die Einnahmen und die Ausgaben der WEG aufgelistet, sowie die damit zusammenhängenden Geldbewegungen nach Sachkonten. Dies sind Konten die von Unternehmen wie einer WEG dazu verwendet werden, um das Geld des Unternehmens zu verwalten und Abschlussbuchungen durchzuführen.

Mögliche Einnahmen:

  • Waschgelder
  • Hausgeld

Mögliche Ausgaben:

Einzelabrechnungen auf Eigentümer

Jeder Eigentümer hat an der Jahresabrechnung seine Anteile zu zahlen. Generell werden die Kosten unter den Eigentümern nach dem Wohnungseigentumsgesetz nach Miteigentumsanteilen verteilt. Der Miteigentumsanteil gibt in Form eines Wertes an, wie groß der Anteil eines Eigentümers am Gemeinschaftseigentum ist. Er wird in der Regel als Bruchteil von 1.000 angegeben und muss in der Teilungserklärung vermerkt sein.

  • Verteilung nach Miteigentumsanteilen an Immobilie
  • Wert wird in Bruchteil von 1.000 angegeben

Konten und Rücklagen

Zu guter Letzt wird in der Jahresabrechnung angegeben, wie die Anfangs- und Endstände der Gemeinschaftskonten sind. Zudem wird deren Entwicklung und die Höhe der Rücklagen dokumentiert. Somit lässt sich der Finanzfluss transparent darstellen und ist für jeden Eigentümer nachvollziehbar.

  • Anfang- und Endstand der Konten
  • Dokumentation deren Entwicklung und Rücklagen
  • transparenter Finanzfluss

Eigentümergemeinschaft im Überblick

Wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, werden Sie automatisch Teileigentümer der gesamten Immobilie und treten somit auch in eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ein. Der Zusammenschluss aller Eigentümer kann Ihnen viele Vorteile für die anfallenden Kosten in Ihrem gewählten Mehrparteienhaus bringen.

Der größte Vorteil einer Eigentümergemeinschaft ist, dass Sie als einzelner Eigentümer nie zu 100% für die anfallenden Kosten (Sanierung, Renovierung & Co.) verantwortlich sind. Als Nachteil lässt sich aufführen, dass Sie Kompromisse mit den anderen Eigentümern eingehen müssen und keine Macht zur alleinigen Entscheidung haben.

Jede Eigentümergemeinschaft muss regelmäßig zu einer Eigentümerversammlung zusammentreten, um anstehende wichtige Dinge rund um die Immobilie zu besprechen. In diesem Ratgeber finden Sie alles wichtige, was Sie als Eigentümer einer Eigentumswohnung wissen müssen.

Eigentümerversammlungsprotokoll

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) treten alle Eigentümer regulär einmal im Jahr zu einer Wohnungseigentümerversammlung zusammen, um die wichtigsten Dinge rund um Ihre Immobilie zu besprechen. Zu dieser Versammlung muss ein Eigentümerversammlungsprotokoll angefertigt werden, das alle Beschlüsse und Argumente der Versammlung festhält. Was genau ist der Inhalt

Hier sehen Sie einen Altbau mit mehreren Wohnungen und Stuckverzierungen an der beigen Fassade.