Immobilienpreise sinken, Zinsen steigen, Immobilienblase 2023?

Energie, Zinsen, Immobilienblase – Hörenswert! Zinsen, Baukosten, Materialpreise und extrem teure Energie, all das wirkt sich derzeit negativ auf Immobilienpreise aus. Im Vergleich zum Vorquartal, sinken die Angebotspreise auf Immobilienportalen erstmals, seit der Finanzkrise 2007/08. In Berlin stagnieren sie bei +/- 0%, die Stadt, aus der man sonst nur Spitzenwerte kennt in der Preissteigerung. Düsseldorf verzeichnet in minus von – 3%. Rechnen Sie jetzt noch die hohe Inflation hinzu. Ein langfristiger Effekt? Sicherlich nicht, denn der Bedarf an Mietwohnungen steigt und höhere Mietpreise werden stets akzeptiert. Doch ist die Gefahr einer Immobilienblase immer real, insbesondere dann, wenn steigende Zinsen auf teure Immobilienpreise treffen.

Immobilienblase: Sind wir mittendrin?

Jetzt eine Immobilie kaufen oder warten?

Im Podcast „Alles auf Aktien“ von WELT (15.10.22) auf Spotify, ging es in dieser Woche auch um das Thema „Energie, Zinsen, Immobilienblase“. In über 1:30 Minuten sprechen die beiden Hosts des Podcast Holger Zschäpitz und Dietmar Deffner insbesondere über ein Thema, das viele umtreibt, das Schlagwort: Immobilienblase.

Was eine Immobilienblase ist, hatten wir schon ausführlich erklärt, hier nachzulesen: Was ist eine Immobilienblase. Im Podcast fließen auch Erkenntnisse der Expo Real München mit ein, die gerade erst stattgefunden hat und auf der sich Projektentwickler, Finanzierer und viele andere aus der Branche treffen. Den ganzen Podcast finden Sie direkt nach den beiden Themen:

Dazu haben wir direkt noch:

  • 3 Tipps für Ihre Anschlussfinanzierung

Immobilienpreise sinken, sogar in Düsseldorf

Angebotspreise sinken derzeit. Verkäufer senken freiwillig die Preise. Üblich waren jahrelang Preisanstiege von 3%, 4%, sogar bis zu 10% im Jahr. Jetzt sprechen wir seit langem von Preisrückgängen zum Vorquartal, nicht nur in C-Lagen, auch in A-Lagen wie Berlin und Düsseldorf:

  • Preisentwicklung Berlin: 0%
  • Preisentwicklung Düsseldorf: -3%

Rechnet man dann noch die Inflation hinzu, stehen wir vor einem Ereignis, vor dem wir lang nicht standen. Zuletzt in der Finanzkrise 2007 und 2008.

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Zinsen steigen, Auswirkung auf Immobilienfinanzierung

Eigentümer sitzen auf ihren Vermögenswerten. Sie können nichts tun, außer weiter fleißig abbezahlen und hoffen, das später in 20 Jahren Gewinne beim Verkauf erzielt werden. Die aktuellen Veränderungen verderben aber auch allen Kapitalanlegern die Laune, mit steigenden Zinsen stimmt die Renditerechnung nicht mehr.

Finanzierung wird langwieriger, teurer

Interhyp rechnet, dass jetzt im Oktober erstmals die 4% überschritten werden, bei Darlehen mit 10-jähriger Zinsfrist. Wohlgemerkt, für den Musterkunden, beispielsweise ein Beamter mit 100.000 Euro Eigenkapital. Anfang Januar 2022 standen wir noch bei 1%.

Zinsenentwicklung Januar: 1% / Oktober (Interhyp): 4%

Steigende Zinsen = Längere Rückzahlung

Sagen wir, Sie nehmen einen Kredit von 200.000 auf.

  • Zinsen bei 200.000 Euro im Januar: 2.000 Euro / Jahr
  • Zinsen bei 200.000 Euro im Oktober: 8.000 Euro / Jahr

Dazu kommen +3% Tilgung (34 Jahre Rückzahlung), zusammen sind Tilgung und Zins Ihre Kreditrate:

  • Tilgung bei 200.000 Euro: 6.000 Euro / Jahr

Daraus ergibt sich:

  • Kreditrate Januar: 8.000 / Jahr bzw. ~ 670 Euro / Monat
  • Kreditrate Oktober: 14.000 / Jahr bzw. ~ 1.170 Euro / Monat

Anschlussfinanzierung bei steigenden Zinsen: 3 Tipps

Was tun, wenn die Inflation stark steigt und auf hohem Niveau bleibt? Was tun, wenn die aktuell günstigen Zinsen bald steigen und Kredite teurer werden? Hier unsere Tipps, für Darlehen und Zinsen, in Zeiten hoher Inflation für den 1) ersten Immobilienkredit, für 2) zeitnahe Anschlussfinanzierung und 3) Anschlussfinanzierung in 5, 6 Jahren, wenn die Zinsen wieder auf hohem Niveau sind – 3 Tipps für die Immobilienfinanzierung.

Weitere Themen in der Folge: Energetische Sanierung

Das war nur ein kleiner Einblick in die Folge. Außerdem gibt es viel über kommende Änderungen und Pflichten der energetischen Sanierung.

Podcast zum Nachhören

„Alles auf Aktien“ von WELT (15.10.22) auf Spotify.

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