Hausbau finanzieren: Baufinanzierung Schritt für Schritt planen & finden

Hausbau finanzieren – Einen Hausbau selbst zu finanzieren ist nicht immer einfach. Auch wenn die Aufnahme eines Baudarlehens eine große Verpflichtung darstellt, hilft Ihnen die passende Baufinanzierung bei der Verwirklichung Ihres Traumes vom Eigenheim. Um die richtige Baufinanzierung zu finden, ist ein Blick in einen Baufinanzierungsrechner oftmals lohnenswert. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Schritte, wie Sie Ihre Baufinanzierung für den Hausbau am besten planen. Wir gehen auf die Prüfung Ihrer finanziellen Möglichkeiten, sowie den Einsatz von Eigenkapital ein und zeigen Ihnen, welche Darlehensformen für Ihre Baufinanzierung in Frage kommen. Zurück zum Ratgeber: Baufinanzierung.

Hausbau finanzieren: Baufinanzierung

Ein eigenes Haus zu bauen gehört in Deutschland für viele Familien zu Lebensplanung dazu. Allerdings beutet ein solch großes Projekt auch eine hohe finanzielle Belastung. Der erste Schritt in Richtung Eigenheim sollte deshalb immer die Wahl der richtigen Baufinanzierung sein.

Um die Vorzüge des Eigenheims, wie das Mietfreie Wohnen im Alter, richtig nutzen zu können, sollten Sie eine auf Sie zugeschnittene Baufinanzierungsart wählen. Es ist wichtig, Angebote von verschiedenen Banken und Kreditgebern zu vergleichen, um sicherzustellen, dass man das bestmögliche Angebot erhält. Zudem sollten Sie zunächst immer die Kosten sorgfältig abzuwägen und sicherzustellen, dass Sie in der Lage sind, die zusätzlichen Belastungen einer Baufinanzierung zu tragen.

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Baufinanzierung im Überblick

Bei einer Baufinanzierung für ein Hausbau wird ein Darlehen aufgenommen, das die Kosten des Kaufes oder des Baus deckt. Diese werden im Nachhinein durch eine individuell festgelegte Tilgungsrate mit einem bestimmten Zinssatz zurück gezahlt.

Die Baufinanzierung wird in der Regel durch eine Bank oder einen anderen Kreditgeber bereitgestellt und muss vom Kreditnehmer in Form von monatlichen Raten getilgt werden. Die Laufzeit der Baufinanzierung ist in der Regel zwischen 5 und 30 Jahren.

Hier ein kurzer Überblick:

  • Aufnahme eines Darlehens zu Deckung der Kosten für den Bau oder Kauf einer Immobilien
  • Laufzeit der Baufinanzierung liegt in der Regel zwischen 5 und 30 Jahren
  • je nach Finanzierungsart kann ein variabler oder fester Zinssatz festgelegt werden

Bei einer Baufinanzierung für einen Hausbau können Sie zwischen verschiedenen Darlehensformen wählen. Schauen wir uns diese nun genauer an.

Baufinanzierung für den Hausbau planen

Eine geeignete Baufinanzierung zu finden erfordert viel Zeit und Überlegung. Planen Sie die Finanzierung Ihres Hauses sorgfältig, um ein Widerruf oder eine Kündigung Ihrer Baufinanzierung zu vermeiden.

Es gibt verschiedene Schritte, die Sie auf dem Weg zur richtigen Baufinanzierung beachten und einhalten sollten. Überprüfen und Planen Sie den Einsatz Ihrer finanziellen Mittel genau, um nicht vor einer Pleite zu stehen. Schauen wir uns nun an, wie Sie die Baufinanzierung für Ihren Hausbau Schritt für Schritt planen.

Prüfung der finanziellen Möglichkeiten

Bevor Sie einen Baukredit aufnehmen, sollten Sie zunächst überprüfen, wie viel Immobilie Sie sich überhaupt leisten können. Das Aufstellen einer Haushaltsrechnung hilft Ihnen dabei. Sie gibt Auskunft darüber, wie hoch die monatlichen Einkünfte und Ausgaben einer Person oder eines Haushalts sind.

Eine realistische und vollständige Haushaltsrechnung ist wichtig, um die monatliche Belastbarkeit für eine Baufinanzierung realistisch einschätzen zu können. Sie hilft der Bank zudem, das Risiko einer Kreditvergabe einzuschätzen und gegebenenfalls bessere Konditionen anbieten zu können.

Wieviel Sie für Ihre Traumimmobilie verdienen müssen, können Sie sich anhand dieser Faustregel ausrechnen: Tilgungssumme, Zinsen und Nebenkosten dürfen 45% des Nettogehalts ausmachen.

Eigenkapital einplanen

Das Eigenkapital ist ein wichtiger Bestandteil der Baufinanzierung. Die Höhe Ihres Eigenkapitals ist für den Bauzins und die Tilgungsrate ausschlaggebend. Um eine Baufinanzierung optimal zu gestalten, sollten mindestens 20% Eigenkapital der benötigten Kreditsumme vorhanden sein. Durch ein hohes Eigenkapital, fällt der Zinssatz und die Möglichkeit für eine höhere Tilgungsrate steigt, wodurch Sie ihren Kredit schneller abzahlen können und im Alter schneller schuldenfrei sind.

Sollten Sie nur wenig oder gar kein Eigenkapital zur Verfügung haben, können Sie Ihre Immobilie ohne den Einsatz von Eigenkapital finanzieren. Man spricht hier von einer sogenannten Vollfinanzierung.

Nebenkosten beachten

Bei jedem Hausbau oder Grundstückskauf fallen Kaufnebenkosten an, die je nach Bauort anders ausfallen können. Die Kosten für Notar, Grundbucheintrag, Makler und Grunderwerbsteuer sind je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Rechnen Sie diese Kosten unbedingt mit in Ihre Rechnung ein, da diese bei einer klassischen Finanzierung nicht von der Bank mit finanziert werden und vom Käufer selbst gestemmt werden müssen.

Kaufnebenkosten im Überblick:

Zudem müssen Sie mit weiteren Kosten rechnen, die für den Bauantrag anfallen. Hierbei kommt ein Architektenhonorar, sowie die Kosten für die Abgabe und Prüfung durch die Baubehörde auf Sie zu.

Darlehensform wählen

Wenn Sie die Immobilie nicht allein durch eigene Mittel finanzieren wollen oder können, müssen Sie die Wahl eines passenden Kredites treffen. Das am häufigsten durchgeführte Darlehen ist das Annuitätendarlehen. Aber auch das Festdarlehen, Volltilgerdarehen, ein Hypothekenkredit, Bausparvertrag und andere Formen wie das Tilgungsdarlehen haben Ihre Vorzüge. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile verschiedenster Kreditarten, sodass Sie Ihre ideale Finanzierung finden.

Finanzierungsarten auf einen Blick:

Grundstück und Haus separat finanzieren

Wenn es darum geht ein Haus zu bauen, muss das Grundstück sowie der Bau des Hauses finanziert werden. Hier haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können zum Einen das Grundstück und den Bau des Hauses getrennt von einander finanzieren, oder Sie Finanzieren Grundstück und Haus gemeinsam.

Grundstück kaufen mit 100% Eigenkapital

Wenn Sie das Geld für den Grundstückskauf eigenständig erbringen können, lohnt es sich, das Grundstück aus eigener Tasche zu zahlen. Die Bank sieht das gekaufte Grundstück als Eigenkapital an. Bedeutet, dass man bei der Finanzierung des Hauses von Zinsvorteilen profitiert.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • mehr Zeit für den Hausbau
  • Zinsvorteil bei der Hausfinanzierung

Allerdings kann sich nicht jeder den Grundstückskauf auf eigene Faust leisten. Hier gibt es folgende Alternativen.

Grundstück ohne Eigenkapital kaufen

Sollten Sie sich das Grundstück auf einen Schlag nicht leisten können, können Sie auch einen Kredit für die Finanzierung aufnehmen. Allerdings kann dies weitere Auswirkungen auf den Hausbau haben.

Der Hausbau muss meist bei der gleichen Bank finanziert werden. Warum? Bei der Finanzierung des Grundstücks wird im Grundbuch die Grundschuld im 1. Rang eingetragen. Es findet sich deswegen nur schwer eine Bank, die im 2. Rang den Hausbau finanzieren möchte. Die Zinskonditionen für den Hausbau werden hier höher sein, weil die Bank bereits eine Vorlast im Grundbuch hat. Vorlasten werden mit Aufschlägen versehen, da hier das Risiko für die Bank steigt.

Tipp: Wichtig ist es das Gesamtkonzept mit der Bank bereits bei der Grundstücksfinanzierung zu besprechen. Der Grund dafür ist, dass es sonst vorkommen kann, dass die gewünschte Kreditsumme für den Hausbau vielleicht nicht gewährt wird.

Ein Beispiel: Die Bank gewährt Ihnen einen Kredit in Höhe von 150.000 für die Grundstücksfinanzierung und danach wird Ihre Anfrage auf 350.000 zur Hausbau Finanzierung abgelehnt. Das kann passieren, wenn die zweite Finanzierung nicht mehr mit Ihrer Bonität vereinbar ist.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Hausbau muss meist über die gleiche Bank finanziert werden
  • Vorlasten werden mit Aufschlägen versehen
  • Tipp: Gesamtkonzept mit der Bank besprechen

Alternative: Grundstück variabel finanzieren

Sie können allerdings auch das Grundstück im ersten Schritt variabel finanzieren und damit auf eine langfristige Festzinsfinanzierung verzichten. Der Vorteil: Darlehen kann sofort gekündigt werden ohne eine Festzinsbindung. Im zweiten Schritt könnte das Haus geplant werden und eine Komplettfinanzierung, Grundstück und Haus mit Festzins bei einer anderen Bank aufgenommen werden.

Diese 2-Schritte-Finanzierung bietet Ihnen mehr Flexibilität. Auch bestehen so keine Vorlasten im Grundbuch und Sie haben einen Gesamtkredit beantragt. Allerdings ist die variable Finanzierung des Grundstücks nicht allzu beliebt bei Banken.

Vermeiden Sie diese häufigsten Fehler beim Hausbau. Zu bedenken ist immer die individuelle Situation. Ein variables Darlehen wäre nicht allzu ratsam, wenn Sie das Grundstück kaufen möchten, aber erst in ein paar Jahren mit dem Bau beginnen wollen. Entscheidend für Sie ist es von vornerein Ihr Gesamtbudget festzulegen. Es ist wichtig von beginn an nicht nur das Grundstück im Fokus zu haben, sondern sich zu überlegen, was realistisch und im eigenen Budget auch darauf gebaut werden kann. Des Weiteren sollten die Baunebenkosten in der Rechnung nicht außer acht gelassen werden.

Merkmale der variablen Grundstücksfinanzierung:

  • Verzicht auf Festzinsbindung
  • Flexibel
  • keine Vorlasten im Grundbuch
  • unbeliebt bei Banken

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