Notar: Unterzeichnung des Kaufvertrags mit Siegel

Notarkosten und Grundbuchkosten: Wohnungskauf, Hauskauf & Co. + Gebühr Berechnung

Notar- und Grundbuchkosten – Die Nebenkosten beim Wohnungskauf / Hauskauf haben Sie bei uns schon kennen gelernt. Neben der Grunderwerbsteuer und (wenn involviert) den  Maklerkosten, kommen noch die Kosten für Notar und Grundbuch auf Sie zu. Lernen Sie hier alles was Sie über Notarkosten und Grundbuchkosten wissen müssen. Daneben haben wir eine Tabelle, mit allen Leistungen des Notars und den einzelnen Gebühren (Notarkosten und Grundbuchkosten), von der notariellen Beurkundung Ihres Kaufvertrags bis zum Notaranderkonto, sauber aufgelistet. So sehen Sie transparent, welche Kosten entstehen und können die Summe der Kosten besser nachvollziehen.

Notarkosten schnell erklärt

Sie stehen kurz davor eine Immobilie zu kaufen und müssen als nächstes einen Notar beauftragen? Dann wollen Sie bestimmt vorab wissen, wofür Sie einen Notar brauchen und wie teuer der Notar sein wird.

Notarkosten setzen sich zusammen aus:

Tipp! Verpassen Sie keine Immobilien Nachricht! Folgen Sie uns jetzt auch auf Twitter, Facebook und LinkedIn!

Twitter: Immobilien NachrichtenTwitter: Immobilien NachrichtenTwitter: Immobilien Nachrichten

Warum fallen Notarkosten an? Um eine Immobilie in Deutschland zu erwerben, müssen Sie den Kaufvertrag notariell Beurkunden lassen. Dafür greifen Sie auf die Arbeitsleistung eines Notars zurück, der die verschiedenen anfallenden Tätigkeiten im Kaufprozess übernimmt. Die Aufgaben, die der Notar erledigt, müssen Sie bezahlen.

Aufgaben: Kaufvertrag und Grundbuchänderungen

Dass Sie für die Erstellung und Beurkundung des Kaufvertrags zahlen müssen, ist Ihnen bewusst, da Sie den Notar hierfür beauftragt haben.  Der Notar übernimmt eine Vielzahl an Aufgaben und begleitet Sie, bis zum letzten Schritt des Eigentümerwechsels. Es fallen aber nicht nur Notargebühren für die Beurkundung des Kaufvertrags an, sondern auch für andere Vorgänge, die vor Eintragung des Käufers in das Grundbuch erledigt werden müssen.  Dabei handelt es sich hauptsächlich um Änderungen im Grundbuch oder die Zahlungsabwicklung über ein Notaranderkonto.

Diese Aufgaben übernimmt der Notar beim Kaufvertrag:

Berechnung der Notar- und Grundbuchkosten

Die Notar- und Grundbuchkosten sind bundesweit einheitlich und berechnen sich nach einer Tabelle des Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Die Grundlage für die Berechnung ist dabei immer der Kaufpreis der Immobilie.

Faustformel: Notar- und Grundbuchkosten

Als Faustformel für Ihre Renditerechnung können Sie sich immer merken, die Notar- und Grundbuchkosten liegen um die:

~ 2% vom Kaufpreis

Die Zusammenstellung sehen Sie hier und in Zahlen (Gebühren), gleich in der Tabelle.

Zahlungspflichtige Leistungen

Hier einmal die Leistung, die ein Notar für Sie erbringt und abrechnet:

  1. Beurkundung des Kaufvertrags
  2. Vollzug des Geschäfts
  3. Betreuende Tätigkeit
  4. Abwicklung via Notaranderkonto

Hier die Leistungen, die das Grundbuchamt erbringt und abrechnet:

  1. Auflassungsvormerkung
  2. Auflassung / Umschreibung

Daneben zahlen Sie beim Grundbuchamt auch für die Eintragung oder Löschung von:

Jetzt in den Immobilien Nachrichten: Schock für Grundbesitzer! 35 Millionen Immobilien in Deutschland müssen neu bewertet werden! Grundsteuerreform 2022

Fälligkeit: Fällig ab Erhalt der Abschrift des KV

Die Rechnung der Notarkosten erhalten Sie in der Regel gemeinsam mit der Abschrift des Kaufvertrags. Die Zahlung ist dabei sofort fällig, die Frist in der der Betrag gezahlt werden muss beträgt 14 Tage.

Die Kosten für Notar und Grundbuch müssen innerhalb 14 Tage gezahlt werden

Beispielrechnung: Kaufpreis 150.000 Euro

Im Beispiel berechnen Sie die Kosten für Notar und Grundbuch auf Grundlage eines Kaufpreises von 150.000 Euro, mit einer eingetragenen Grundschuld von 125.000 Euro.

  • Kaufpreis: 150.000 Euro
  • Eingetragene Grundschuld: 125.000 Euro

Daraus ergeben sich folgende Einzelkosten und Gesamtkosten:

Tabelle und Auflistung aller Gebühren

Art der Kosten Leistung Gebühr
Notarkosten Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags 708,00 Euro
Grundbuch Eintragung der Auflassungsvormerkung 177,00 Euro
Notarkosten Grundschuldbestellung mit Vollstreckungsklausel (ZVK) 300,00 Euro
Grundbuch Eintragung der Grundschuld 300,00 Euro
Grundbuch Eintragung des Eigentümers 354,00 Euro
Grundbuch Löschung der Auflassungsvormerkung 25,00 Euro
Notarkosten Betreuungsgebühr für den Kaufvertrag 177,00 Euro
Notarkosten Betreuungsgebühr für die Grundschuld 150,00 Euro
Notarkosten Vollzugstätigkeiten 177,00 Euro
Notarkosten Abwicklung des Kaufpreises über ein Notaranderkonto 354,00 Euro
Summen:
Grundbuchkosten: 856,00 Euro
Notarkosten: 1.866,00 Euro
MwSt. (19%) für Notarkosten: 354,54 Euro
Gesamtkosten: 3.076,54 Euro

Quelle der Tabelle: Focus Online

Beim Kauf einer Immobilie für 150.000 Euro (eingetragene Grundschuld 125.000 Euro), ergeben sich also folgende Gesamtkosten:

  1. Grundbuchkosten = 856,00 Euro
  2. Notarkosten = 1.866,00 Euro
  3. Mehrwertsteuer = 354,54 Euro
  4. Gesamtkosten = 3.076,54 Euro

Damit liegen die Notar- und Grundbuchkosten in Ihrer Renditerechnung bei:

~ 2% vom Kaufpreis

Vertragsunterzeichnung Kaufvertrag: Unterschrift auf Papier, Mann mit Anzug

Photo: fizkes / shutterstock.com

Nebenkosten Immobilienkauf: Haus, Wohnung, Grundstück

Lernen Sie hier noch mehr über die Nebenkosten beim Immobilienkauf. Wie setzt sich der Kaufpreis einer Immobilie eigentlich zusammen? Sie haben vielleicht schon von den Kaufnebenkosten gehört. Zu den regulären Kaufnebenkosten gehören die Grunderwerbsteuer, Notarkosten (Kaufvertrag), der Grundbucheintrag und die Maklerprovision. In diesem Ratgeber lernen Sie die einzelnen Faktoren der Berechnung kennen, damit Sie Ihren maximalen Kaufpreis einhalten können. So kommen Sie in 6 Schritten zum finalen Kaufpreis.

Beratung Kaufvertrag: Dokumente auf Tisch

Photo: PanuShot / shutterstock.com