Einfriedung (Wiki, Definition): Zaun, Sichtschutzzaun & Nachbarschaftsrecht

Einfriedung – Eine Einfriedung ist eine Abgrenzung eines GrundstĂŒckes nach außen. Sie gibt Sichtschutz, schĂŒtzt vor dem Betreten durch Menschen und Tiere, LĂ€rm, Wind und Sonne. Die Aufgabe der Einfriedung ist den Frieden des GrundstĂŒcks zu wahren. Daher also der Name „Einfriedung“ (Einfriedigung). Riskieren Sie keinen Streit mit Ihren Nachbarn! Informieren Sie sich vorher. Wenn Sie einen Zaun, Mauer (tote Einfriedung) oder eine Hecke (lebende Einfriedung) um Ihr GrundstĂŒck errichten möchten, sollten Sie die gesetzlichen Regelungen nicht außer acht lassen. Außerdem ist es ratsam, sich mit Ihren Nachbarn gut zu stellen, das macht Ihnen das Leben definitiv einfacher und Sie erfahren, welches Nachbarrecht in dem Ort ihrer Immobilie gilt.

Das Errichten eines Sichtschutzzaunes oder das Anpflanzen einer lebendigen Einfriedung, wie eine Gartenhecke, sollten Sie sich genau Überlegen. Wir empfehlen vorerst einen Blick in das jeweilige Nachbarrechtsgesetz und in die Bauordnungen des Bundeslandes zu werfen. Auch ein Besuch bei der örtlichen Baubehörde kann Ihnen weiter Helfen.

Wer zahlt die Einfriedung?

Die Kosten fĂŒr die Einfriedung tragen zur HĂ€lfte Ihr Nachbar und zur anderen HĂ€lfte Sie. Die Einfriedung darf jedoch nicht höher als zwei Meter sein.

Muss ich eine Einfriedung errichten?

Allgemein haben Sie als EigentĂŒmer laut dem Gesetz grundsĂ€tzlich das Recht eine Grenzeinfriedung zu errichten. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet. Außer ein unmittelbarer Nachbar (Ihr Haus grenzt an sein Haus) verlangt eine GrundstĂŒckstrennung, weil er mehr PrivatsphĂ€re wĂŒnscht. Dann besteht fĂŒr Sie eine Einfriedungspflicht, welche fast alle BundeslĂ€nder in ihrem Bau- und Nachbarrecht regeln. Darauf mĂŒssen Sie also auch achten, wenn Sie ein Haus kaufen und vermieten wollen.

Hier finden Sie die Definitionen zu Nachbarschaftsrecht, LĂ€rm und Ruhezeiten.

Einfriedung im Überblick

Der Begriff Einfriedung in kurz erklÀrt:

  • Abgrenzung eines GrundstĂŒckes zum Nachbarn
  • z. B. im Garten
  • Zaun (tote Einfriedung)
  • Hecke (lebende Einfriedung)
  • EigentĂŒmer hat Recht auf Einfriedung
  • EigentĂŒmer muss Einfriedung errichten, wenn es der Nachbar verlangt

Beispiele zu Einfriedung

Hier ein paar Beispiele zum VerstÀndnis!

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Das ist ein Zaun, der zwei GĂ€rten von einander trennt. Er ist nicht höher wie zwei Meter und daher eine legitime Abgrenzung. Außerdem ist es ein Beispiel fĂŒr eine tote Einfriedung.

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Diese Gartenhecke trennt den Garten des GrundstĂŒcks mit dem Nachbarschaftsgarten. Man nennt diese Art von Einfriedung eine lebende Einfriedung. Eine Hecke muss schließlich gegossen werden. Die Hecke ist ebenfalls nicht höher wie zwei Meter, somit eine ideale Abgrenzung, die vor Blicken des Nachbarn schĂŒtzen.

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Ein letztes Beispiel! Stellen Sie sich vor Sie sehen vom Ihrem Garten zu Ihrem Nachbarn rĂŒber. Die Hecken sind in diesem Fall Zierde, die eigentlich Einfriedung ist der Zaun. Sollte Ihnen der Zaun zu geringen Sichtschutz geben, werfen Sie am besten einen Blick ins Bau- und Nachbarrecht oder wenden Sie sich direkt mĂŒndlich oder schriftlich an Ihren Nachbarn.

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