Verkäuferdarlehen (Wiki, Definition): Geldbetrag beim Verkäufer leihen

Verkäuferdarlehen – Win-win für Verkäufer und Käufer. Ein Verkäuferdarlehen ist eine Art der Finanzierung beim Kauf einer Immobilie. Dabei leiht sich der Käufer beim Verkäufer das Geld für die Immobilie. Demzufolge nimmt der Käufer ein Darlehen beim Verkäufer auf, welches er in Raten zurückzahlt. Dem Verkäufer wird ein Angebot gemacht, dass Sie als Käufer eine Verzinsung zahlen. Dabei entlässt der Verkäufer dem Käufer einen Teil des Kaufpreises sofort und der Käufer zahlt Zinsen. Dadurch bekommt der Verkäufer mehr Geld. In der Übereinkunft werden dann von vornherein Prozent der Verzinsung und die Laufzeit festgelegt. Wie bei üblichen Darlehen wird auch hier die Monatsrate festgelegt und ein Eintrag ins Grundbuch erfolgt. Durch dieses Konzept kann man eine deutlich bessere Finanzierung bei der Bank erhalten.

Worauf es beim Verkäuferdarlehen ankommt, erklärt Ihnen der folgende Artikel:

Verkäuferdarlehen im Überblick

Der Begriff Verkäuferdarlehen, schnell und einfach erklärt:

  • Finanzierungsart von Immobilien
  • Eigenkapitalgewinnung
  • Käufer leiht sich einen Teil des Kaufpreises beim Verkäufer
  • Käufer zahlt über festgelegte Laufzeit bestimmte Monatsrate & Zins
  • Verkäufer erhält im Endeffekt mehr Geld
  • Käufer erhält bessere Finanzierung bei der Bank

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Verkäuferdarlehen: Wann und warum es eingesetzt wird

Ein Verkäuferdarlehen (auch Verkäuferkredit oder Stundung) ist eine Finanzierungsform, bei der der Verkäufer einer Immobilie dem Käufer einen Teil des Kaufpreises als Darlehen gewährt. Der Käufer zahlt nicht den vollen Kaufpreis sofort, sondern zahlt einen Restbetrag über einen vereinbarten Zeitraum zurück.

Typische Situationen für den Einsatz:

  • Finanzierungslücke schließen: Bank finanziert nur 80 % des Kaufpreises — Verkäufer stundet die restlichen 20 %
  • Schnellerer Verkauf: Verkäufer ermöglicht Käufern ohne ausreichend Eigenkapital den Kauf — erweitert den Käuferkreis
  • Familieninterner Verkauf: Hausverkauf von Eltern an Kinder mit langfristiger Ratenzahlung
  • Immobilienmakler-freier Verkauf: Private Verkäufer können Käufer mit Liquiditätsproblemen selbst finanzieren
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Verkäuferdarlehen: Konditionen & rechtliche Anforderungen

Element Typische Konditionen Wichtig
Darlehensbetrag 10–30 % des Kaufpreises Je höher, desto mehr Risiko für Verkäufer
Zinssatz 2–5 % p.a. (marktüblich 2024) Zu niedriger Zins = verdeckte Schenkung (Steuerrisiko)
Laufzeit 3–15 Jahre Tilgungsplan muss vereinbart sein
Absicherung Grundschuld in Abt. 3 des Grundbuchs Pflicht für Verkäuferschutz — notariell eintragen!
Schriftform Notariell beurkundeter Darlehensvertrag Formlose Absprachen sind rechtlich nicht sicher

Finanzamt-Hinweis: Das Verkäuferdarlehen muss zu marktüblichen Zinsen gewährt werden. Liegt der Zins weit unter dem Marktzins, kann das Finanzamt die Zinsdifferenz als Schenkung werten — mit entsprechender Schenkungsteuer-Folge.

Verkäuferdarlehen absichern: Grundschuld ins Grundbuch

Der Verkäufer sollte das Darlehen durch eine Grundschuld in Abteilung 3 des Grundbuchs absichern. Ohne diese Absicherung ist er im Fall einer Insolvenz des Käufers nur einfacher Gläubiger — mit Grundschuld hat er ein dingliches Recht am Grundstück.

Der Rang der Grundschuld ist entscheidend: Die Bank des Käufers beansprucht typischerweise Rang 1. Ein Verkäuferdarlehen kann meist nur Rang 2 erhalten — bei einer Zwangsversteigerung wird zunächst die Bank des Ersten Rangs befriedigt.

Verwandte Themen

FAQ: Verkäuferdarlehen

Ist ein Verkäuferdarlehen für den Verkäufer riskant?

Ja — der Verkäufer trägt das Ausfallrisiko. Zahlt der Käufer nicht, muss der Verkäufer klagen oder aus der Grundschuld vollstrecken. Empfehlung: Immer durch notariell eingetragene Grundschuld absichern, Bonität des Käufers prüfen, Tilgungsplan mit monatlichen Raten vereinbaren.

Muss ein Verkäuferdarlehen versteuert werden?

Die Zinserträge müssen als Kapitalerträge versteuert werden (Abgeltungsteuer 25 %). Das Darlehen selbst ist kein Einkommen. Bei Familienverkäufen mit Niedrigzins oder Nullzins kann das Finanzamt die Zinsdifferenz zur marktüblichen Rate als Schenkung bewerten.

Kann ich als Käufer ein Verkäuferdarlehen mit einem Bankkredit kombinieren?

Ja — Kombination ist üblich. Beispiel: Bank finanziert 70 % (Rang 1), Verkäufer stundet 20 % (Rang 2), Käufer bringt 10 % Eigenkapital. Die Bank muss dem nachrangigen Verkäuferdarlehen zustimmen und wird es bei der Kreditvergabe berücksichtigen (erhöht rechnerisch die Beleihungsquote).

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