Immobilie selber verwalten oder Hausverwalter beauftragen? – Vorteile, Nachteile & Empfehlung für Vermieter

Immobilie selber verwalten oder Hausverwalter beauftragen? – Ein Mietobjekt zu verwalten kommt stets mit sehr viel Aufwand einher. Schließlich müssen die Mietverhältnisse betreut, Jahresabrechnungen erstellt und Instandhaltungsmaßnahmen koordiniert werden. Als Vermieter können Sie Ihre Liegenschaft entweder selbst verwalten oder hierfür eine externe Mietverwaltung beauftragen. Als Selbstverwalter sparen Sie hohe Verwaltungskosten und können sich der sorgfältigen Betreuung Ihres Objekts auf allen Ebenen sicher sein. Gleichzeit überzeugt ein qualifizierter Hausverwalter durch seine jahrelange Erfahrung und Expertise. Wann sich eine Selbstverwaltung lohnt und wann Sie die Betreuung einem Experten überlassen sollen, dazu hier mehr.

Mietverwaltung beauftragen oder selber machen?

Sanierungen, Handwerkerrechnungen, Mängelanzeigen und Räumungsklagen – Jedes Mietobjekt muss entsprechend verwaltet werden. Dabei steht es Ihnen als privater Vermieter offen, ob Sie ihre Immobilie selbst verwalten oder stattdessen einen professionellen Verwalter beauftragen möchten. Beide Arten der Hausverwaltung bringen Ihre ganz eigenen Vorteile und Nachteile mit sich. Mehr dazu gleich.

Vorab die zwei Arten der Mietverwaltung zusammengefasst:

  1. Selbstverwaltung durch den Vermieter
  2. Mietverwaltung durch professionellen Hausverwalter

Schauen wir uns die beiden Verwaltungsformen nun etwas genauer an:

Was ist eine Mietverwaltung?

Mietverwaltung Bedeutung – Bei der Mietverwaltung handelt es sich um eine Form der Hausverwaltung bei der vermietete Objekte, wie zum Beispiel Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien verwaltet werden.

Mietverwalter bestellen – Ein professioneller Mietverwalter nimmt dem Vermieter des Objekts auf kaufmännischer, technischer und juristischer Ebene alle Aufgaben rund um die Betreuung der Liegenschaft ab. Er vertritt dabei den Vermieter sowohl gegenüber den Mietern, als auch im Außenverhältnis gegenüber Dritten.

Lesen Sie hier weiter: Mietverwaltung

Was ist eine Selbstverwaltung?

Selbstverwaltung Bedeutung – Wenn es Ihnen lieber ist, Ihr Mietobjekt selber zu verwalten, dann steht Ihnen auch diese Option offen. Entscheiden Sie sich dazu die Betreuung Ihrer Immobilie persönlich in die Hand zu nehmen, dann nennt man das eine Selbstverwaltung.

Selbstverwaltung: Voraussetzungen & Vorteile

Eine Selbstverwaltung klingt anfangs natürlich verlockend. Sie müssen keine Kosten für eine externe Verwaltung ausgeben, pflegen stets ein enges Verhältnis mit den Bewohnern und haben von den Mietverhältnissen bis zu den Finanzen stets alles im Blick.

Wann es sich lohnt die Betreuung Ihrer Immobilie in die eigenen Hände zu nehmen, das hängt von mehreren Bedingungen ab.

Schauen wir uns diese mal genauer an:

Welche Immobilie eignet sich für die Selbstverwaltung?

Größe & Verwaltungsaufwand – Ihr Objekt umfasst viele Einheiten? Oder ist Ihre Immobilie in einem mangelhaften Zustand und erfordert einen sehr hohen Verwaltungsaufwand? Dann sollten Sie sich an eine professionelle Mietverwaltung wenden.

Beispiel – Handelt es sich nämlich um ein älteres Mehrfamilienhaus abseits der Stadt aus dem Baujahr 1920 mit einer Vielzahl notwendiger Sanierungen, ist die fachgerechte Betreuung einer solchen Immobilie weitaus komplexer, als von einem frisch gebauten, kleinen Mehrfamilienhaus in der Innenstadt.

Selbst verwalten oder Hausverwalter beauftragen? Auf diese Kriterien kommt es an:

  • Größe des Mietobjekts
  • Anzahl der Mieteinheiten
  • Baujahr & Zustand
  • Verwaltungsaufwand
  • Mietverhältnis
  • Lage der Immobilie

Fazit – Ist die Größe Ihres Mietobjektes überschaubar und der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen, kann sich eine Selbstverwaltung durchaus lohnen. Schließlich können Sie sich als Selbstverwalter über eine Vielzahl an Vorteilen freuen, von gesparten Verwaltungskosten bis zur persönlichen Nähe zu den Mietern.

Vorteile: Keine Verwaltungskosten & sorgfältige Betreuung

Kostenersparnis – Entscheiden Sie sich dafür Ihr Mietobjekt selber zu betreuen, müssen Sie keine zusätzlichen Gebühren für die Verwaltung Ihrer Immobilie fürchten. Schließlich lässt sich so manche Hausverwaltung ihre Leistungen teuer bezahlen. Je nach Lage, Größe und Zustands des Objekts können sich die Verwaltungskosten schnell zu einer hohen Summe addieren und eine sofortige Abberufung des Verwalters aufgrund der Gebühren ist nicht immer möglich.

Hohe Sorgfalt – Außerdem gibt es niemanden, der so sehr in Ihrem Interesse handelt, wie Sie selbst. Schließlich sind Sie als Eigentümer direkt von allen Problemen rund um Ihre Immobilie betroffen und an zügigen Problemlösungen und Schadensbeseitigungen am meisten interessiert.

Die Vorteile der Selbstverwaltung auf einen Blick:

  • keine Verwaltungskosten
  • hohe Sorgfalt bei der Betreuung
  • Nähe zu Mietern
  • hohe Transparenz

Nachteile: Mangelnde Erfahrung & hoher Zeitaufwand

Zeitmanagement & Organisationstalent – Natürlich hat auch alles seine Nachteile. Nehmen Sie die Selbstverwaltung persönlich in die Hand, erfordert dies nicht nur ein sehr gutes Zeitmanagement, sondern auch jede Menge Organisationstalent. Denn als Verwalter, kann es schnell passieren, dass unerwartet mehrere Aufgaben gleichzeitig auf Sie zukommen.

Fehlendes Fachwissen – Die Jahresabrechnung muss erstellt werden, ein Mieter ist bereits seit zwei Monaten im Verzug, der Aufzug muss repariert und eine Mängelanzeige eines Neumieters entgegen genommen werden. Außer jeder Menge Zeit und Nerven, fehlt es den meisten Selbstverwaltern außerdem an Expertise und Fachwissen, was das Risiko für Sie erhöht, Fehler zu machen, die Sie am Ende teuer ausbügeln müssen.

Hier die Nachteile:

  • mangelnde Erfahrung
  • fehlendes Fachwissen
  • hohe Fehlerquote
  • hoher Zeitaufwand

Verträge, Räumungsklagen, aufwendige Sanierungen – womit ein unerfahrener Hausverwalter schnell überfordert ist, das ist für eine professionelle Hausverwaltung Alltag:

Vertragsunterzeichnung Kaufvertrag: Handschlag Vertrag Unterschrift

Photo: Maksym Poriechkin / shutterstock.com

Externe Mietverwaltung beauftragen: Vorteile & Nachteile

Die Alternative zur persönlichen Betreuung des Objekts stellt die externe Hausverwaltung dar. Die Verwaltungskosten hierfür unterscheiden sich je nach Bundesland und Liegenschaft. Für die Suche nach einem passenden Verwalter sollten Sie außerdem genügend Zeit einkalkulieren. Schließlich lohnt es sich alle Angebote in Ruhe vergleichen.

Haben Sie sich dann für eine passende Mietverwaltung entschieden, setzen Sie den Verwaltervertrag auf und Sie können sich entspannt zurücklehnen und sich auf andere Dinge konzentrieren, währen sich der Hausverwalter um alle Belange rund um Ihr Mietobjekt kümmert.

Hier die Vorteile und Nachteile einer externen Mietverwaltung:

Vorteile: Erfahrung, Expertise & Betreuung vor Ort

Erfahrung und Expertise – Ein externer Hausverwalter besitzt über jahrelange Erfahrung in der Verwaltung von Mietobjekten und weiß, worauf es bei der Betreuung Ihrer Liegenschaft ankommt. So zeichnet er sich neben seiner Erfahrung außerdem durch seine fachliche Expertise aus.

Professioneller Umgang mit Mietern – Er kennt sich mit dem Mietrecht aus, weiß, worauf es bei dem Aufsetzen eines Mietvertrags ankommt und zeichnet sich durch einen professionellen Umgang mit den Mietern aus. Außerdem spart Ihnen eine qualifizierte Hausverwaltung jede Menge Zeit, die Sie nutzen können, um sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Deshalb lohnt sich eine externe Hausverwaltung:

  • minimaler Aufwand für Vermieter
  • Betreuung vor Ort
  • jahrelange Erfahrung
  • Expertise & fachliches Know-How

Nachteile: Fehlende Transparenz & hohe Kosten

Beauftragen Sie eine externe Hausverwaltung, müssen Sie auch mit einigen Nachteilen rechnen.

Hohe Kosten – Da sind zum einen die Verwaltungskosten. Diese hängen von der Anzahl der Einheiten ab, so wie von der Lage des Objekts, dem Zustand und dem Verwaltungsaufwand.

Fehlende Qualifikation – Außerdem ist auf der Suche nach einer geeigneten Verwaltung stets Vorsicht geboten, denn auch unter den Hausverwaltern gibt es jede Menge schwarze Schafe. Holen Sie sich also genug Angebote ein, prüfen Sie die Qualifikationen des Verwalter, so wie die Referenzobjekte und scheuen Sie sich nicht davor nach seiner bisherigen Erfahrung in dem Bereich Mietverwaltung zu fragen.

Nachteile einer externen Hausverwaltung zusammengefasst:

  • hohe Verwaltungskosten
  • Vielzahl an unqualifizierten Verwaltern
  • fehlende Transparenz

Fazit: Selbstverwaltung oder externe Mietverwaltung?

Die Entscheidung, ob Sie Ihre Immobilie selbst verwalten möchten oder lieber auf eine professionelle Mietverwaltung zurück greifen, ist von mehreren Faktoren abhängig. Besitzen Sie ein sehr kleines Mietobjekt oder stehen mit Ihren Immobilieninvestments noch am Anfang, kann sich eine Selbstverwaltung durchaus lohnen. Sie sparen Zeit und Geld und sind bei allen Belangen rund um Ihre Immobilie involviert.

Handelt es sich bei Ihrer Liegenschaft, um ein sehr großes Objekt mit einem sehr hohen Verwaltungsaufwand, sollten Sie über eine externe Hausverwaltung nachdenken. Ein erfahrener Verwalter kann sich dann um die fachgerechte Betreuung Ihrer Immobilie kümmern, während Sie Ihre Zeit für andere Dinge nutzen.

Hausverwaltung: Ratgeber

Besitzen Sie eine oder mehre Immobilien, wissen Sie, wie aufwendig die Verwaltung, Bewirtschaftung und Instandhaltung einer Liegenschaft sein kann. Die professionelle Betreuung einer Immobilie ist zeit- und kostenintensiv und erfordert jede Menge Organisationtalent. Ein qualifizierter Hausverwalter kümmert sich um alle administrativen Tätigkeiten, sowohl bei vermieteten als auch bei nicht-vermieteten Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäusern und Gewerbeobjekten.

Mehr dazu in unserem Ratgeber:

Und mehr zu den einzelnen Arten der Hausverwaltung hier: