Gas sparen im Haushalt: So können Sie zukünftig effektiv Kosten sparen! – 16 Tipps

Gas sparen – Durch die aktuelle Lage der Engpässe im Gasimport, steigt die Nachfrage nach Gas und die Gaspreise werden aktuell konstant teurer. Im Vergleich zu letztem Jahr sind die Gaskosten im Jahr 2022 um über 100% gestiegen. Zusätzlich kommen bald Gasumlagen auf die Verbraucher zu, wodurch die Kosten für Sie noch weiter steigen. Die erst beste Lösung, um gegen die Kostenerhöhung anzugehen, ist es zu überlegen wie am effektivsten Gas gespart werden kann. In diesem Ratgeber erfahren Sie alle nützlichen Tipps, um Ihren Gasverbrauch zu senken.

Gas sparen in der Küche: Gasherd & Geschirrspüler

Die Küche ist meist der erste Ort an den Sie denken wenn Sie über das Gas sparen nachdenken. Neben größeren Möglichkeiten finden Sie hier auch einfachere Tipps, um effektiv Gas sparen. Überlegen Sie auch Ihre Küche zu renovieren. Sie haben zwar vorerst höhere Kosten, jedoch lohnt sich das Energiesparen auf lange Zeit.

Gas statt Elektro- und Induktionsherd: keine Zwischenelemente

Die größte Energieeinsparung ergibt sich beim Kauf eines Gasherds. Wenn Sie mit Gas kochen, ist es bis zu dreimal günstiger als ein Ceran-, Elektro- oder Induktionskochfeld. Im Gegensatz zu einem Induktionsherd können Sie bei einem Direktgasherd die Wärme ohne Zwischenelemente direkt auf die Pfanne übertragen.

Tipp! Verpassen Sie keine Immobilien Nachricht! Folgen Sie uns jetzt auch auf Twitter, Facebook und LinkedIn!

Twitter: Immobilien NachrichtenTwitter: Immobilien NachrichtenTwitter: Immobilien Nachrichten

Allerdings sollten Sie bei diesem Trick auf die Voraussetzungen Ihrer Küche achten, da der Gasherd und die benötigte Verkabelung, falls nicht vorhanden, um einiges teurer werden können.

Geschirrspüler an Warmwasserleitung anschließen

Ein weiterer Tipp zum Gassparen in Ihrer Küche ist der Anschluss Ihres Geschirrspüler an die Warmwasserleitung. Spülmaschinen werden in der Regel an Kaltwasserleitungen angeschlossen und die Maschine muss das Wasser selbst erwärmen. Wenn der Geschirrspüler jedoch an die Warmwasserleitung angeschlossen ist, erhält die Maschine bereits heißes Wasser, was Energie spart und das Heizelement der Maschine schont.

Gleiches gilt für Ihre Waschmaschine, die Ihnen zusammen etwa 20 % Energiekosten einspart.

Richtige Topf und Topfdeckelwahl beim Kochen

Kochen Sie immer mit Deckel auf dem Topf und stellen Sie sicher, dass der Topf auf den Herd passt. Ohne Topfdeckel entweichen Hitze und Dampf und die Garzeit verlängert sich. Ein kleiner Topf auf einem großen Herd verbraucht viel ungenutztes Gas. Es hängt auch von der Art der Pfanne ab, die Sie verwenden. Töpfe und Schnellkochtöpfe mit guter Wärmeleitung können bis zu 50 % Energie einsparen.

Tipps im Badezimmer: Dusche & kaltes Wasser

Auch im Bad können Sie effektiv Gas sparen. In Badezimmer wird Gas oft benutzt um Wasser zu erwärmen. Diese Tipps helfen Ihnen effizient Energiekosten zu sparen. Oftmals lohnt es sich auch sein Bad zu renovieren oder zu sanieren.

Energie sparen durch die Nutzung von kaltem Wasser

Die Verwendung von kühlem Wasser beim Zähneputzen, Einseifen oder Rasieren kann Ihnen helfen, Gas zu sparen und morgens sogar noch wach zu werden. Außerdem wird empfohlen, das Wasser zwischendurch anzuhalten. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

Duschen statt zu baden: Wasserverbrauch verringern

Ein Gedanke zum Gas sparen im Bad ist es zu überlegen, ob Sie duschen oder baden wollen. Beim Wasserverbrauch eines Vollbades könnte man idealerweise dreimal duschen und die Duschtemperatur ist typischerweise 5 Grad niedriger als bei einem heißen Entspannungsbad. Sie können also als Duschliebhaber mehr Kosten sparen als Bader.

Verwendung einer Ein-Hand-Mischbatterie und einem Sparknopf

Eine Einhand-Mischbatterie für Waschtisch und Dusche ermöglicht zudem ein schnelles Einstellen der gewünschten Temperatur. In der Dusche empfiehlt es sich, die Spartaste zu verwenden. Dadurch können sich die Luftbläschen mit dem Wasser vermischen, wodurch ca. 50 % Wasser eingespart werden, ohne dass Sie einen Unterschied bemerken.

Gas sparen beim heizen: So heizen sie effizient!

Mehr als 85 % des Gases, das ein deutscher Haushalt verbraucht, wird zum Heizen verwendet. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihren Verbrauch zu reduzieren und nicht auf Wärme zu verzichten.

Wie heizen Sie am Sparsamsten mit Gas? Effektive Einstellungen

Sie müssen nicht jeden Raum in Ihrem Haus auf der gleichen Temperatur halten. Etwa 20 bis 22 Grad Celsius in Bad und Wohnzimmer, 16 bis 18 Grad Celsius in Schlafzimmer, Arbeitszimmer und Küche und 15 Grad Celsius im Flur. Diese Temperaturen sind genau richtig, um sich wohl zu fühlen, zu erholen und leistungsfähig zu sein.

Bespielweise halten Se sich im Flur recht kurz auf, weswegen dieser keine dauerhaft warmen Temperaturen haben muss. Im Bad hingegen zieht man sich um, weswegen dort Wärme sein sollte als in anderen Zimmern. Auch Schlaf und Leistungsfähigkeit sind bei der empfohlenen Temperatur besser als bei einer höheren Einstellung. Pro 1 °C Raumtemperatursenkung werden bis zu 6 % Heizenergie eingespart.

Allerdings sollte es nicht zu kalt sein. Denn die Luft zum Atmen und die Kälte verbinden sich zu Schimmel, und wenn die Temperatur zu kalt ist, kühlt Ihr Zuhause aus.

Heizen ohne Unterbrechung: Schutz vor Auskühlung

Viele Menschen denken, dass man viel Geld sparen kann, wenn man die Heizung tagsüber ausschaltet und abends nach der Arbeit wieder einschaltet. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Die Wände haben keine Möglichkeit, Wärme zu speichern und eine angenehme Raumtemperatur aufrechtzuerhalten. Sie kühlen über Nacht schnell ab. Daher muss am nächsten Tag erneut auf hoher Stufe aufgeheizt werden, was mit hohen Kosten verbunden ist.

Tipp: Immer auf niedriger Stufe erhitzen. Das ist besser als ständiges Ein- und Ausschalten. Dadurch wird Wärme in den Wänden gespeichert. Das sorgt für eine konstant warme Raumtemperatur und schont Ihren Geldbeutel.

Drehen Sie die Heizung ebenfalls während des Lüftens weiter runter, aber niemals ganz aus.

Freie Heizkörper: Erkennung der Umgebungstemperatur

Stellen Sie Ihren Heizkörper nicht zu, damit es nicht zu einem Hitzestau kommt. Dies gilt insbesondere für Heizungsthermostate. Der Thermostat misst die Raumtemperatur und vergleicht sie mit der eingestellten Temperatur. Um die Differenz auszugleichen, schließt oder öffnet sich das Ventil, sodass heißes Wasser in den Heizkörper eintreten kann. Wichtig ist auch, dass die Heizung staubfrei ist. Vor Beginn der Heizphase ist eine gründliche Reinigung der Heizkörper erforderlich. Allerdings sollte es nicht zu kalt sein, da die Kombination aus kühler Luft und Kälte zu Schimmelbildung führt und das Haus bei zu niedrigen Temperaturen auskühlt.

Luft im Heizkörper: Heizung regelmäßig entlüften!

Wenn ein Gluckern zu hören ist, ist dies ein Zeichen für zu viel Luft und zu wenig Wasser in der Heizung. Daher kann sie nicht mehr richtig geheizt werden. Besonders nach heißen Sommermonaten, in denen die Heizung nicht genutzt wurde, kann es vorkommen, dass sich Luft im Heizkörper angesammelt hat. Für eine effektive Erwärmung muss der Heizkörper mindestens einmal jährlich entlüftet werden.

Dieser einfache Prozess mit einem Reinigungsschlüssel wird kurz vor Beginn der kalten Jahreszeit empfohlen.

Routinierte Wartung: Fehler erkennen und lösen

Regelmäßige Wartungen durch Fachleute, wie zum Beispiel Installateure, sind unerlässlich, um Gas zu sparen. Störungen am Thermostat und defekte Bauteile können Sie frühzeitig erkennen und austauschen. Es ist sehr wichtig, den Gasbrenner zu überprüfen. Bei falscher Einstellung verbrennt das Gas nicht richtig, was zu höheren Heizkosten führt. Auch den Brennraum sollten Sie reinigen, da Schmutz die Heizflächen isoliert und die Abgastemperatur entsprechend ansteigt. Jeder Millimeter Abschirmung reduziert die Effizienz um bis zu 4 % und erhöht den Luftverbrauch.

Dämmen und Isolieren: Freiliegende Heizungsrohre

Heißes Wasser muss vom Boiler zu den Heizkörpern gelangen. Je nach Standort des Heizkessels muss Wasser einen relativ langen Weg zurücklegen. Daher ist in allen Fällen eine gute Isolierung notwendig, um die Temperatur zu halten und somit Gas zu sparen. Jeder Meter freiliegendes Heizungsrohr kostet etwa 15 Euro zusätzliche Heizkosten pro Jahr.

Die Isolierung kann in vielen Ecken und Winkeln des Hauses durchgeführt werden, um Gas zu sparen. Dach und Keller dämmen und jeweils 6 % sparen. Wenn Sie Ihre Außenfassade dämmen, sparen Sie 19 % Gas. Mit einem professionellen Thermometer können Sie mit einer Wärmebildkamera schnell Schwachstellen in Ihrem Haus finden, was zu höheren Gaskosten führt.

Moderne Gastherme: Modernisierung der Heizung

In vielen Altbauten ist auch die Heizungsanlage alt. Es bedeutet auch, dass Gas in diesen Gebäuden weniger effizient genutzt wird. Mit einem modernen Gaskessel können Sie im Vergleich zu einem alten Kessel bis zu 29 % Gas einsparen. Laut Gesetz müssen Heizkörper alle 30 Jahre ausgetauscht werden. Allerdings sollten Sie auch nach 20 Jahren über eine Modernisierung Ihrer Heizungsanlage nachdenken – so sparen Sie schneller Gas.

Modernisierung: Heizanlage mit Warmwasser verbinden

Die zentrale Warmwasserbereitung mit modernen Heizkesseln ist am energieeffizientesten und damit auch am rentabelsten. Bei dieser Variante verläuft die Warmwasserleitung zusätzlich zur Kaltwasserleitung. Auch wenn die Installationskosten auf den ersten Blick hoch erscheinen, sind die laufenden Kosten pro Liter Warmwasser geringer als bei der Boilerversorgung, da auch Energie zum Aufheizen des Heizkreises verbraucht wird..

Entscheiden Sie sich dazu ihre Heizungsanlage zu modernisieren, gibt es eine staatliche Förderung für eine Gasheizung, die dem aktuellen Standard entspricht. Die KfW-Bank bietet verschiedene Förderprogramme für energieeffizientes Sanieren oder die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage.

Weitere Tipps zu sparen: Isolierung und Lüftung

Neben dem Tipps beim Heizen, in der Küche oder dem Badezimmer können Sie auch mit diesem Tipps im allgemeinen Gas sparen.

Regelmäßiges Lüften: feuchte Luft vermeiden

Richtiges und regelmäßiges Lüften ist nicht nur wichtig, um Heizkosten zu sparen, sondern auch um feuchte Wände zu vermeiden. Eine vierköpfige Familie verdunstet täglich etwa 10 Liter Wasser.

Lüften Sie den Raum morgens und abends für mindestens 5-10 Minuten, um Schimmelbildung vorzubeugen. Richtiges Lüften, auch kurzzeitig, verhindert ein Auskühlen des Raumes. Gekippte Fenster hingegen erleichtern dies. Der Thermostat muss auf Hochtouren laufen, weil die „Solltemperatur“ nicht erreicht werden kann. Als Folge steigen die Heizkosten in die Höhe.

Dichte Fenster und Türen: Zugstopper oder Isolierverglasung

Kleine Ritzen unter Türen oder undichte Fenster mögen auf den ersten Blick nicht weiter stören, sorgen aber dennoch dafür, dass warme Raumluft entweichen kann. Heimlich und unbemerkt werden so Ihre Gassparmaßnahmen zunichte gemacht.

Dichten Sie daher Ihre Türen und Fenster zum Beispiel mit einem Zugluftstopper vor der Tür oder mit Isolierband am Fenster ab. Eine Isolierverglasung ist auch eine gute Möglichkeit Gas zu sparen. Diese kann bis zu 17% Gas sparen. Wenn Sie nachts die Rollläden herunterlassen, können Sie die Wärmezufuhr durch die Fenster um 30 % reduzieren. Undichte Fensterrahmen erhöhen den Wärmeverlust durch das Fenster um 5 %.

Natürlich ist es auch eine gute Idee, die Türen geschlossen zu halten, damit keine Luft aus kühleren Räumen in wärmere Räume gelangt.

Gasumlage: Diese Kosten kommen bald auf Sie zu!

Zu den hohen Gaskosten können Gasanbieter bald Ihre hohen Anschaffungskosten auf die Nutzer und Verbraucher umlegen. Diese Kosten werden Gasumlagen genannt. Wie hoch diese Kosten sein werden und was noch auf Sie zukommt in unserem Artikel zur Gasumlage.