Altersvorsorge: Wie viel Rente bekommen Sie? Inflation, AbzĂŒge – Schock!

Altersvorsorge – Die Sorge vor Altersarmut quĂ€lt viele Menschen. Was wĂ€re, wenn es einen realen Vermögenswert geben wĂŒrde, der nicht von der Inflation betroffen ist? Haben Sie schon mal ĂŒber eine Immobilie als Altersvorsorge nachgedacht? In diesem Artikel werden Ihnen den Effekt von Inflation auf Ihre spĂ€tere Rente vor Augen fĂŒhren. Wir klĂ€ren die Frage, ob eine Immobilie als Kapitalanlage im Vergleich zur gesetzlichen und privaten Rente durch Finanzprodukte nicht die attraktivere Geldanlage fĂŒr die Zukunft ist. Lesen Sie hier weiter, um mehr zu erfahren! ZurĂŒck zum Ratgeber: Immobilie kaufen.

Altersvorsorge durch Rente: Das Risiko

Im letzten Schritt unseres „Immobilie kaufen Guides“ haben Sie alles zum Thema Inflation gelernt und wie man mit Immobilien trotzdem stabile Vermögenswerte schaffen kann. Immobilien unterliegen nicht der Inflation!

In diesem Artikel lernen Sie zunĂ€chst noch einmal in KĂŒrze den Effekt der Inflation kennen. Im Anschluss betrachten wir das aktuelle Rentensystem. Danach ziehen wir die Inflationseffekte ab, bei 35 / 40 Jahren Arbeit, was schon viel ist, insbesondere fĂŒr die, die lĂ€ngere Bildungswege verfolgen, dafĂŒr in der Regel, spĂ€ter aber auch mehr Geld verdienen.

Zuletzt kommen noch die AbzĂŒge, auch von Ihrer Rente. Was bleibt, sind kaum 25% von dem, was „versprochen“ wird.

Starten wir, wie immer, mit den Grundlagen.

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Effekt der Inflation (Geldentwertung)

Was Inflation bedeutet und wie man sich mit einer Immobilie als Kapitalanlage vor Inflation schĂŒtzen kann, haben Sie vielleicht schon im letzten Schritt Vermögensaufbau trotz Inflation gelernt.

Inflation einfach erklĂ€rt: Heute bekommen Sie fĂŒr 1 Euro ein Brot, in 20, 30 Jahren, kostet Sie dasselbe Brot 2 Euro. Der Effekt der Geldentwertung heißt Inflation.

Anlageform Finanzprodukt – 10.000 Euro auf dem Sparbuch sind und bleiben 10.000 Euro, auch wenn das Geld in 30 Jahren nur noch die HĂ€lfte wert ist (Inflation). Effektiv können Sie sich, bei dieser Anlageform, aber nur noch die HĂ€lfte leisten, aufgrund des Kaufkraftverlustes.

Anlageform Immobilie – Wenn Sie fĂŒr 10.000 Euro eine Eigentumswohnung kaufen, das Geld in 30 Jahren nur noch die HĂ€lfte wert ist, bekommen Sie fĂŒr Ihre Immobilie 20.000 Euro! Ein gutes GeschĂ€ft und eine extreme Minimierung des Inflationsrisikos, durch eine Immobilie als Kapitalanlage. Eine der vielen Vorteile, von Immobilien und Ihrer WertstabilitĂ€t.

Der Effekt der Geldentwertung ist auch im gesetzlichen Rentensystem sichtbar!

Sie zahlen Summe X ein und bekommen Summe X raus. Doch in ein paar Jahren, bekommen Sie fĂŒr Betrag X nur noch die HĂ€lfte an Waren oder Dienstleistungen. Effektiv haben Sie also 50 % Verlust gemacht.

Wie funktioniert das Rentensystem?

Das allgemeine Rentensystem beruht auf 3 SĂ€ulen. Diese 3 SĂ€ulen sind die gesetzliche, betriebliche und die private Rentenvorsorge.

  1. Gesetzliche Rentenvorsorge
  2. Betriebliche Rentenvorsorge
  3. Private Rentenvorsorge

Die gesetzliche Rente ist, wie Sie gleich sehen werden, durch die Inflation kaum der Rede wert, insbesondere beim Blick auf den zusÀtzlichen, demografischen Wandel unserer (alternden) Gesellschaft.

Von einer zusÀtzlichen, betrieblichen Rentenversicherung profitieren die wenigsten. Was bleibt, ist die private Rentenvorsorge. Doch in welche Anlageform sollten Sie Ihr Geld investieren?

„Rente ist nicht gleich Rente“

Wenn Sie heute denken „2.000 Euro reichen mir im Alter“, bedenken Sie, dass die Kaufkraft mitunter halbiert wurde. Real haben Sie also nur 1.000 Euro in der Tasche (im Vergleich zur Kaufkraft heute).

Vereinfachtes Beispiel (nur Inflation, ohne Abgaben):

  • Sie bekommen 2.000 Euro
  • Inflationsbereinigt 1.000 Euro, bei heutiger Kaufkraft

50% Kaufkraftverlust in 20, 30 Jahren, ist das realistisch? Betrachten wir die Inflation der vergangenen 30 Jahre. Hier sehen Sie die Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2020 (VerĂ€nderung des Verbraucherpreisindex gegenĂŒber Vorjahr).

Statistik: Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2020 (VerĂ€nderung des Verbraucherpreisindex gegenĂŒber Vorjahr) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista.

Zum heutigen Tag, im Jahr 2021, liegt die Inflationsrate bei 3,8 %. Typischerweise, im Schnitt der letzten Jahre, war die Inflation eher bei ~ 1,5 %. Deshalb werden wir gleich noch berechnen, wie sich die durchschnittliche Inflation auf die Rente auswirkt, mit den zusÀtzlichen Abgaben. Denn auch von der Rente, werden Steuern, Krankenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen.

Punkte sammeln: Wie viel Rente bekomme ich?

Wie viel Rente bekomme ich? Diese Frage wollen wir einmal, unabhÀngig von Inflation, betrachten. Wie funktioniert das aktuelle Rentensystem?

Punkte sammeln im System Rente

Aktuell funktioniert es so, dass Sie „Punkte“ sammeln.

  • 1 Rentenpunkt / Jahr < 60.000 Euro brutto / Jahr
  • 2 Rentenpunkte / Jahr > 60.000 Euro brutto / Jahr

Ihre Punkte werden dann zur Rente zusammengezĂ€hlt und multipliziert mit dem „Rentenwert“.

Das 1/2-Punkte-System hilft denen, die lĂ€nger in Ihre Ausbildung investieren, also auch lĂ€nger im Bildungsweg sind, spĂ€ter arbeiten, dafĂŒr aber dann auch mehr brutto verdienen.

Rentenberechnung und Formel

Die aktuelle Formel zur Berechnung der monatlichen Rentenhöhe:

Monatliche Rentenhöhe = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenwert x Rentenartfaktor

Dazu kommt die „Regelaltersgrenze“. Wer beispielsweise 2 Jahre frĂŒher in Rente geht, bekommt nur 93 % (bzw. weiterer Faktor von 0,93 in der Berechnung). Bei 4 Jahren sind es 86 %. Der „Rentenartfaktor“ ist nur fĂŒr Rente bei teilweiser Erwerbsminderung relevant.

Beispiel: Durchschnitt < 60.000 / Jahr

Beispiel (40 Jahre Arbeit):

  • Rentenpunkte: 40
  • Rentenwert aktuell: ~ 34
  • Regelaltersgrenze / Rentenartfaktor: 1

Monatliche Rente:

  • 40 x 34 x 1 x 1 = 1.360 Euro

Beispiel: Gutverdiener > 60.000 / Jahr

Beispiel (35 Jahre Arbeit, da lÀngerer Bildungsweg):

  • Rentenpunkte: 70
  • Rentenwert aktuell: ~ 34
  • Regelaltersgrenze / Rentenartfaktor: 1

Monatliche Rente:

  • 70 x 34 x 1 x 1 = 2.380 Euro

Faktorenquelle: Deutsche Rentenversicherung.

Rente nach 35 / 40 Jahren Arbeit

Bei 40 Jahren Arbeit (unter 60.000 Euro brutto / Jahr) also 1.360 Euro, exakt wÀren es derzeit 1367,60 Euro.

40 Jahre Arbeit durchschnittlicher Verdiener = 1367,60 Euro

Auch der Gutverdiener bekommt seine Rente nach 35 Jahren. Sie liegt bei 2.380 Euro, bzw. exakt zurzeit bei 2.393,30 Euro.

35 Jahre Arbeit Gutverdiener = 2.393,30 Euro

Stopp! Denn es fehlen ja noch die Abgaben, rund um Steuern, Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

Inflation und AbzĂŒge

Den Effekt der Inflation haben Sie schon kennengelernt. Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und rechnen aus, wie viel unserem Gutverdiener noch bleiben.

Inflationstabelle (Kaufkraftverlust)

Die durchschnittliche, jÀhrliche Inflation bemessen wir mit 2 %. Das ist auch das erklÀrte Ziel vieler Notenbanken, ebenfalls der EZB (EuropÀische Zentralbank). Wir gehen mit 2 % also vom Standardwert der Inflation aus.

Wenn Sie heute von 2393,30 Euro Brutto-Rente ausgehen, haben Sie nach 35 Jahren eine reale Kaufkraft von 1180,08 Euro.

Rente (brutto): 2.393,30 Euro

Reale Kaufkraft (35 Jahre): 1.180,08 Euro

Ein Kaufkraftverlust von 50,7 %.

Jahr Kaufkraft Inflation
2021 2393,30 2%
2022 2345,43 2%
2023 2298,53 2%
2024 2252,55 2%
2025 2207,50 2%
2026 2163,35 2%
2027 2120,09 2%
2028 2077,68 2%
2029 2036,13 2%
2030 1995,41 2%
2031 1955,50 2%

 
 

2045 1473,75 2%
2046 1444,27 2%
2047 1415,39 2%
2048 1387,08 2%
2049 1359,34 2%
2050 1332,15 2%
2051 1305,51 2%
2052 1279,40 2%
2053 1253,81 2%
2054 1228,73 2%
2055 1204,16 2%
2056 1180,08 2%

Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung

Als NÀchstes kommen noch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung. Zusammen ungefÀhr 37,3 % zurzeit.

Brutto Rente (Reale Kaufkraft nach 35 Jahren): 1.180,08 Euro

Netto nach AbzĂŒgen: 739,91 Euro

Sollten Sie jetzt platt sein: Zu Recht.

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