Umstieg auf Fernwärme: Vorteile & Nachteile bei den aktuellen Energiekosten

Umstieg auf Fernwärme – Bei „Fernwärme“ handelt es sich um ein System einer Heizungsanlage. Bein Heizen mit Fernwärme wird die Zusatzwärme, die bei der Energiegewinnung entsteht, über Rohrleitungen zum Verbraucher gebracht. Dies funktioniert über Kraft-Wärme-Kopplung. Dies kann eine Alternative zum Heizen mit anderen Systemen sein, allerdings müssen Sie dabei einige Dinge beachten. Hier finden Sie Tipps zu der Fernwärme, sowie Vor- und Nachteile.

Fernwärme in der Übersicht: Verarbeitung & Erzeugung

Gerade in großen Städten und Ballungsgebieten wie bei einer Wohnung in Köln, Frankfurt oder Berlin, gewinnt Fernwärme an Beleibtheit.

Dabei kommen nach Angaben der Süddeutschen Zeitung etwa 50% der Fernwärme aus Erdgas. Rund 20% werden durch Müllverbrennung und erneuerbare Energien und etwa 30% durch Braun- und Steinkohle generiert. Es werde im Allgemeinen an Lösungen für die grüne Gewinnung von Fernwärme gearbeitet. Das Verfahren ist noch weiter technologisch ausbaubar und es besteht definitiv die Möglichkeit, es mit erneuerbaren Energien zu nutzen.

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Hier finden Sie die Fernwärme noch einmal zusammengefasst:

  • Wärme: Nebenprodukt bei Energiegewinnung
  • Benutzt in großen Städten & Ballungsgebieten
  • Energiegewinnung mit Erdgas: 50% Fernwärme
  • Müllverbrennung & erneuerbare Energien: 20%
  • Braun- & Steinkohle: 30% Fernwärmegewinnung
  • Bietet noch Möglichkeit für erneuerbare Energien

Vorteile von Fernwärme: Platzsparend & Verfügbarkeit

Die Fernwärme kommt Buchstäblich aus der Wand, ein Heizungskeller wird nicht benötigt. Es werden also keine Lagerkapazitäten, wie zum Beispiel ein Heizkessel oder Fläche zur Lagerung von Brennstoffen benötigt, was sehr bequem und platzsparend ist. Die Fernwärme wird direkt zu Ihnen geliefert und steht das ganze Jahr über zur Verfügung.

Diese Vorteile bietet Fernwärme:

  • Keine Lagerkapazitäten benötigt
  • Direkt & ganzjährig verfügbar

Nachteile von Fernwärme: wenig Anschlussmöglichkeiten

Bei der Ausbreitung des Fernwärmenetztes gibt es Einschränkungen. Oft ist der Anschluss nur bei Mehrfamilienhäusern in Ballungsgebieten vorhanden. Bei Einfamilienhäusern, die nach den neuesten Regelungen gebaut wurden, ergibt Fernwärme weniger Sinn. Auch ist oft die Auswahlmöglichkeit gar nicht vorhanden. Einige Gemeinden haben eine Anschluss- und Benutzungsvorgabe für Fernwärme festgelegt. Allerdings ist dadurch der Verbraucher an die örtlichen Preise gebunden.

Und diese Nachteile erwarten Sie bei der Fernwärme:

  • Örtliche Einschränkungen bei der Verfügbarkeit
  • Oft keine Auswahl & gebunden an örtliche Anbieter

Zusammensetzung der Preise: Grundpreis & Arbeitspreis

Die Kosten für Fernwärme setzen sich aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammen. Der Arbeitspreis wird über den Aufwand für die Wärmeerzeugung kalkuliert. Beispielsweise für die Brennstoffe. Beim Grundpreis werden Bau, Reparatur, Wartung der Technik und Verwaltungskosten berechnet. Zusätzlich gibt es noch regionale Unterschiede. Auf einer flachen Umgebung ist es einfacher die Anlagen zu bauen. Dementsprechend kann Fernwärme in einem bergigen Gebiet teurer sein. Aber auch hier unterscheidet sich dies nach Anbieter.

So setzt sich der Preis für Fernwärme zusammen:

  • Arbeitspreis + Grundpreis = gesamte Kosten
  • Arbeitspreis: Aufwand für Wärmegewinnung
  • Grundpreis: Bau, Erhaltung & Verwaltung
  • Unterschiede nach Gelände: Berge teurer

Preissteigungen: Noch günstiger als Heizen mit Erdgas

Im Moment gibt es bei der Fernwärme weniger hohe Preissteigungen, als bei dem Heizen mit Erdgas. Allerdings hat die Verbraucherzentrale auch hier Preissteigerungen beobachten können. Bei der Fernwärme ist es auch nicht so einfach zu anderen Energiequellen zu wechseln.

So sehen die aktuellen Preisentwicklungen bei der Fernwärme aus:

  • Weniger hohe Steigerungen als bei Erdgas
  • Trotzdem: Beobachtung der Preissteigungen
  • Wechsel Fernwärme zu anderen: schwierig

Umstieg auf Fernwärme: Anschluss & Vertragslaufzeit

Um den hohen Gas- und Ölpreisen zu entfliehen, ist der Umbau auf Fernwärme eine Möglichkeit.

Allerdings gibt es dabei einige Besonderheiten. Die örtlichen Anbieter müssen zustimmen ihr Netz auszubauen und neue Anschlüsse zu legen. Dann haben einige der Verträge eine hohe Laufzeit, diese kann bis zu zehn Jahre betragen. Auch der Wechsel zwischen lokalen Anbietern gestaltet sich oft als schwierig. Diese meisten Fernwärme-Anbieter haben eine Alleinstellung in ihrer Region. Es wäre unwirtschaftlich dort zu viel Konkurrenz aufzubauen aufzubauen.

Aktuell könnten Sie aber Ihren Vertrag mit einer Frist von zwei Monaten kündigen, wenn komplett auf erneuerbare Energien umgestellt wird.

Das sollten Sie beachten, wenn Sie überlegen auf Fernwärme umzusteigen:

  • Anbieter müssen zu Anschlüssen & Netzausbau zustimmen
  • Hohe Vertragslaufzeit: kann bis zu 10 Jahren andauern
  • Wechsel örtlicher Anbieter: schwierig (wenige Angebote)

Heizung modernisieren: Alternativen zur Fernwärme

Neben der Fernwärme gibt es noch viele weitere Möglichkeiten eine Heizungsanlage zu anzupassen und zu modernisieren. Welche Möglichkeiten dafür in Frage kommen und worauf Sie dabei achten sollten, das erfahren Sie hier!

Photo: Photographee.eu / shutterstock.com