Teelichtofen statt Heizung: Experten und Feuerwehr warnen vor Heizalternativen – für Mieter

Teelichtofen statt Heizung – Wegen der steigenden Energiekosten versuchen immer mehr Menschen beim Heizen zu sparen und greifen dabei zu riskanten Methoden. Gerade in den Sozialen Medien sind Heiz-Alternativen im Trend. Doch Experten und Feuerwehr warnen vor den alternativen Heizmethoden. Lesen Sie hier, was Sie zu Teelichtöfen und anderen vermeintlichen Heiz-Alternativen wissen müssen.

Teelichtofen: DIY Mini-Ofen beunruhigt die Feuerwehr

Angesichts der aktuellen Energiekrise greifen viele Menschen auf Teelichtöfen als kostengünstige Wärmequelle zurück. Viele wollen sich damit gegen mögliche Versorgungsausfälle, wie Blackouts, und den hohen Preisen für Gas und Öl schützen. Aber Achtung: Wer den Ofen selbst baut, setzt sich einer hohen Brandgefahr aus. Experten, wie Feuerwehr und Schornsteinfeger, warnen vor der Nutzung der DIY (do it yourself) Mini-Öfen.

Die Risiken von Teelichtöfen vorab:

  • Experten warnen vor Nutzung
  • erhöhte Brand- bzw. Lebensgefahr

Bei Teelichtöfen handelt es sich meist um selbstgebaute Konstruktionen, bei denen mit Hilfe von Teelichtern und Ton- oder Terrakottatöpfen die Raumtemperatur an kalten Wintertagen erhöht werden soll. Die Mini-Öfen funktionieren ohne Strom und Gas, die Teelichter dienen als Energiequelle.

Im Internet kursieren unzählige Anleitungen, die Ergebnisse sind dabei immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: mehrere Teelichter werden unter einem mit der Öffnung nach unten gerichteten Tontopf platziert. Das Feuer der Teelichter erwärmt die Luft innerhalb des Topfes, dieser speichert die Wärme und gibt diese an seine Umgebung ab. So kann die Raumtemperatur um bis zu 2°C steigen.

Experten warnen: Brandgefahr bei vielen Heizalternativen

Feuerwehren und Schornsteinfeger waren bundesweit vor selbstgebauten Teelichtöfen, da diese gefährlich sein können. Durch den geringen Abstand zueinander können sich die Teelichter unter dem Topf schnell entzünden. Es droht die Gefahr eines Wachsbrands. Das Feuer kann sich dabei über das brennende Kerzenwachs auf die umliegenden Möbel oder Teppiche ausbreiten, wodurch es zu einem Wohnungsbrand führen kann.

Feuer von Teelichtern kann sich auf umliegende Möbel verteilen.

Wohnungsbrände können sehr gefährlich für Sie selbst und die umliegenden Wohnungen oder Immobilien sein:

Experten sind sich ohnehin einig: Teelichtöfen reichen nicht zum Beheizen von Wohnräumen aus. Aber auch gekaufte Öfen können eine Gefahr für Sie darstellen. Holzöfen sind derzeit stark nachgefragt, allerdings sind Handwerker, die den Ofen anschließen, Mangelware. Schornsteinfeger warnen davor, gekaufte Holzöfen selbst anzuschließen.

Wird der Ofen nicht fachgerecht an den Kamin angeschlossen, besteht die Gefahr, dass giftige Abgase ausweichen und sich in den Wohnräumen verteilen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung kann dabei zum Tod führen. Aus diesem Grund müssen Feuerstellen immer zwingend vom zuständigen Schornsteinfeger abgenommen werden.

Die Gefahren im Überblick:

  • Brandgefahr durch brennenden Kerzenwachs
  • Feuer verbreitet sich auf Möbel und löst Wohnungsbrand aus
  • nicht richtig angeschlossene Holzöfen verteilen Abgase im Wohnraum
  • Erstickungsgefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung

Aber auch andere Heizmethoden können in Wohnräumen gefährlich sein. Sie sollten zum Beispiel auch keine Outdoor-Geräte in Innenräumen einsetzen oder Heizlüfter an Mehrfachsteckdosen anschließen.

Outdoor-Geräte: Nicht geeignet für Wohnräume!

Sollten Sie über eine Terrasse oder einen Balkon verfügen oder leidenschaftlicher Camper sein, besitzen Sie vielleicht Outdoor Heizgeräte, wie Infrarot-Heizstrahler oder Gas-Wärmepilz. Bei diesen Heizgeräten handelt es sich zwar um geprüfte Geräte, trotzdem sind diese nicht für den Gebrauch in Innen- bzw. Wohnräumen geeignet und können daher eine Gefahr sein.

Outdoor-Heizungen nur draußen nutzen!

Öfen und Kamine sollten nur in Absprache mit den örtlichen Schornsteinfegern betrieben werden, denn auch Indoor-Geräte können gefährlich werden. Geräte wie Heizdecken und -lüfter sollten beispielsweise nie mit Mehrfachsteckdosen betrieben werden, da hier ein Kabelbrand droht. Offene Feuerquellen stellen im Allgemeinen eine Brandgefahr da, unbeaufsichtigte Tischfeuer oder Gaslampen sind bereits zahlreichen Menschen zum Verhängnis geworden.