Heizen ohne Heizkörper: 8 Tipps für eine warme Wohnung ohne Heizung

Heizen ohne Heizkörper – Dieser Winter kann kalt werden – nicht allein wegen des Wetters, sondern auch angesichts der Energiekrise und den steigenden Energiepreisen. Die Kosten für Öl und Gas steigen ins unermessliche, aus diesem Grund ziehen einige Vermieter in Betracht, die Heizungen nachts zu drosseln. Lernen Sie jetzt, wie Sie sich mit geringem Aufwand vor Kälte schützen können – 8 Tipps für eine warme Wohnung ohne Kostenexplosion kennen.

Heizen ohne Heizung: So bleibt die Wohnung warm

Schät­zungen zufolge ist in ca. 80% der Wohn­häuser die Heizung nicht richtig einge­stellt – das kostet unnötig Energie. Damit Sie die kalte Jahreszeit zuhause genießen können, lernen Sie jetzt die wertvollsten Tipps und Tricks zum Thema Heizen und Lüften kennen.

In diesem Ratgeber finden Sie Tipps zum Thema:

  • Wohnung winterfest machen
  • Zugluft, Türen und Fenster
  • richtig Lüften, Sonne und Luftfeuchtigkeit

Schauen wir uns zunächst an, wie Sie Ihre Wohnung winterfest machen und gleichzeitig Energie sparen können.

Wohnung winterfest machen: Vorhang, Teppich & Co.

Wenn es draußen kälter wird ziehen Sie sich automatisch wärmer an. Auch Ihr Zuhause sollten Sie in der kalten Jahreszeit wärmer kleiden. Decken, Vorhänge und Teppiche lassen Ihre Wohnung nicht nur gemütlicher erscheinen, sie funktionieren auch als eine Art Dämmung für Wände und Böden.

Dabei muss es nicht unbedingt ein Wandteppich sein, ein Bücherregal kann den gleichen Effekt erzielen. Textile Bodenbeläge wie Läufer und Teppiche reduzieren den die Wärmeverluste durch den Fußboden, falls Ihre Wohnung keine Fußbodenheizung besitzt.

Vorhänge, Wandteppiche, Bücherregale & Co. – Dämmung durch eine gemütliche Einrichtung leicht gemacht:

Kamin, Kerzen & Backofen als zusätzliche Wärmequelle

Wenn Ihre Wohnung über einen Kamin verfügt haben, können Sie Heizkosten sparen. Brennholz ist nicht annähernd so teuer wie die aktuellen Preise für Öl und Gas. Sollten Sie keinen Kamin haben, sind Kerzen eine preiswerte Alternative. Kerzen erhöhen die Raumtemperatur nicht nur spürbar, sie haben auch einen psychologischen Effekt: ein flackerndes Feuer sorgt für Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Quasi der Kamin in klein.

Aber auch andere Dinge im Haushalt geben Wärme ab, zum Beispiel der Backofen. Nachdem Sie Essen im Backofen zubereitet haben, bietet es sich an die Ofentür offen zu lassen. So kann sich die Restwärme des Backofens in der Küche verteilen und die Raumtemperatur steigt an.

Auch wenn die Wohnung gut gedämmt ist – oft weicht die Wärme durch Zugluft aus den Zimmern. Was Sie dagegen tun können, erklären wir nun im nächsten Abschnitt.

Zugluft: Türen und offene Stellen geschlossen halten

Der erste Tipp wird oftmals unterschätzt: Schließen Sie die Zimmertüren zu kälteren oder nicht beheizten Räumen. Kälte kommt meist als Zugluft ins Haus, durch geschlossene Fenster und Türen können Sie verhindern, dass die warme Luft Ihre Wohnung verlässt. Geschlossene Türen halten nicht nur die Wärme im Raum, sondern verhindert zudem Schimmelbildung in den kälteren Zimmern. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, diese kondensiert auf kalten Flächen zu Wasser.

Hilfsmittel: Dichtung, Zugluftschutz und Türvorleger

Überprüfen Sie auch die Fenster- und Türrahmen, gerne tritt die Zugluft auch durch kleine Ritzen und Lecks ein. Mit wenig Geld und einer Dichtung aus dem Baumarkt lassen sich die undichten Stellen einfach beheben.

Lecks in den Dichtungen von Fenstern und Türen sind oftmals der Auslöser für Zugluft.

Auch Zugluftschutz-Schienen oder Vorleger vor Türen oder auf Fensterbänken sind ein effektives Mittel Zugluft zu stoppen.

Eine neue Fensterabdichtung kann oftmals enorme Vorteile bringen:

Photo: JP WALLET / shutterstock.com

Nachts die Wärme länger speichern: Rollladen runter!

Nächtliche Wärmeverluste können Sie nach dem gleichen Prinzip reduzieren. Durch heruntergelassene Rollladen verlieren Sie nachts 20% weniger an Wärme über die Fenster.

Geschlossene Rollläden sorgen für eine zusätzliche Wärmespeicherung in der Nacht.

Mit schweren Vorhängen können Sie den Effekt weiter verstärken. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Vorhang nicht zu nahe am Heizkörper hängt, sonst kommt es zu einem Hitzestau und der Raum bleibt kalt.

Richtig Lüften, Sonnenschein und Luftfeuchtigkeit

Wer heizt, muss auch regelmäßig lüften. Besonders effektiv ist Stoßlüften. Hierfür sollten Sie zunächst die Heizung abdrehen, damit während des Lüftens keine Energie verschwendet wird. Reißen Sie dann alle Fenster für 5 Minuten auf, sodass die verbrauchte Luft schnell gegen neue Luft ausgetauscht wird.

Je kälter es draußen ist, desto kürzer können Sie lüften, da der Luftaustausch schneller geht. Die Möbel und Wände kühlen dabei kaum aus, im Gegenteil: Lüften bewahrt Räume vor zu hoher Luftfeuchtigkeit und Schimmel.

Das A und O beim Heizen ist das regelmäßige Stoßlüften, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Auch die Sonne heizt Räume im Winter auf. Bei Sonnenschein sollten Sie deshalb Ihre Vorhänge aufziehen und die Wärme der Sonne durch die Fenster ins Haus lassen.

Zusammenspiel von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit

Prinzipiell frieren wir bei trockener Heizungsluft schneller, das liegt daran, dass sich feuchte Luft wärmer anfühlt als trockene Luft. Optimal sind Luftfeuchtigkeitswerte zwischen 40 und 60 Prozent. Bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit kann Ihnen ein Gerät zur Luftbefeuchtung helfen. Alternativ helfen auch Zimmerpflanzen bei der Luftbefeuchtung – Pflanzen geben den Großteil des Grießwassers über ihre Blätter an die Umgebung ab.

Ventilatoren: Warme Luft optimal in der Wohnung verteilen

Warme Luft steigt stets nach oben. Gerade in Räumen mit hohen Decken ist es dann dort am molligsten, wo sich niemand befindet – unter Decke. Ein Deckenventilator holt die warme Luft wieder „runter“ und reduziert so Ihren Energiebedarf. Ein toller Nebeneffekt: Den Ventilator können Sie außerdem im Sommer bei Hitze nutzen.

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