Heizungsverbot 2024 Aktuell: Gasheizung, Ölheizung, Wärmepumpe, was kommt auf Sie zu?

08Heizungsverbot 2024 – Um ein Thema kommt gerade niemand, das Heizungsverbot von Gasheizungen und das Verbot von Ölheizungen. Worum geht es genau? Was sind die aktuellen Fakten? Hier die wichtigsten Fakten zur geplanten Gesetzesänderung. In dieser Folge geht es um das neue Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung und welche Auswirkungen es auf Sie als Haushalt hat. Wir möchten Ihnen dabei helfen, sich optimal auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten und einen umfassenden Überblick über die Hintergründe der Energie- und Wärmewende zu geben.

Heizungsverbot 2024: Aktuell

Das Thema Heizung ist weiterhin Gegenstand von Auseinandersetzungen in der Bundesregierung. Kürzlich hat die FDP das Heizungsgesetz im Bundestag blockiert und von Wirtschaftsminister Robert Habeck über 100 Fragen gestellt. Die Antworten von Habeck wurden von FDP-Vize Wolfgang Kubicki als unzureichend kritisiert. Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen, und Hausbesitzer sind verunsichert, ob ein Heizungstausch bevorsteht, insbesondere im Hinblick auf die Austauschpflicht.

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Die Fakten zum Heizungsverbot im Überblick

Hier für Sie die zentralen Fakten zum Heizungsverbot in einer Übersicht:

Fakt Schnell erklärt
Das GEG soll noch vor der Sommerpause 2023 verabschiedet werden. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause 2023 im Bundestag verabschiedet. Es gibt geplante Änderungen, insbesondere mehr Zeit für den Umstieg auf erneuerbare Energien bei Altbauten.
Verbot von Öl- und Gasheizungen gilt vorerst nur für Neubauten ab 2024. Das Verbot von neuen Öl- und Gasheizungen soll ab dem 1. Januar 2024 vorerst nur für Neubauten in reinen Neubaugebieten gelten. Altbauten und Neubauten außerhalb von Neubaugebieten haben eine Übergangsregelung, abhängig von der kommunalen Wärmeplanung.
Neue Öl- und Gasheizungen dürfen noch eingebaut werden, bis die Kommune eine Wärmeplanung vorgelegt hat. In Altbauten dürfen neue Öl- und Gasheizungen, solange eingebaut werden, bis die Kommune eine Wärmeplanung erstellt hat. Es gibt verschiedene Fristen für die Umsetzung der Wärmeplanung, abhängig von der Größe der Stadt oder Gemeinde.
Neue Gasheizungen sollen nur mit Wasserstoff oder Biogas betrieben werden können. Nach der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung sollen neue Gasheizungen nur erlaubt sein, wenn sie entweder mit Wasserstoff betrieben werden können und ein klimaneutrales Gasnetz geplant ist oder wenn sie mit 65 Prozent Biogas betrieben werden können.
Ab 2045 darf nicht mehr mit fossilen Brennstoffen geheizt werden. Ab dem Jahr 2045 ist es nicht mehr erlaubt, mit fossilen Brennstoffen zu heizen. Dies gilt als festgelegtes Enddatum für den Einsatz von fossilen Heizungsanlagen.

Gebäudeenergiegesetz nicht gekippt: Öl und Gas deckeln

Das Gebäudeenergiegesetz steht kurz vor der endgültigen Verabschiedung und bringt einige wichtige Neuerungen mit sich.

Die Bundesregierung plant, den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen ab 2024 zu deckeln

… und verstärkt den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Als Heizungsbauer ist es wichtig, diese neuen Regelungen genau zu beachten und Ihre Kunden entsprechend zu informieren.

Die geplante Gesetzesänderung hat bereits zu großer Unsicherheit bei Millionen von Haushalten geführt. Viele stellen sich die Frage: Was genau kommt mit dem neuen Heizungsgesetz auf uns zu? Ab 2024 werden nur noch Heizungen zugelassen sein, die zu mindestens 65 % aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Bestehende Anlagen dürfen weiterhin genutzt werden, solange sie gewartet und repariert werden können. Zusätzlich sind Ausnahmen und Fördergelder für den Austausch vorgesehen.

Wer muss ab 2024 eine neue Heizung einbauen?

50% der rund 41 Millionen Haushalte sind betroffen

Schätzungsweise wird bis 2045 etwa die Hälfte der rund 41 Millionen Haushalte von dieser Maßnahme betroffen sein. In Deutschland heizen viele Menschen mit Erdgas, und jeder Vierte nutzt sogar Heizöl. Wärmepumpen, die von der Bundesregierung stark in den Fokus gerückt sind, machen momentan lediglich einen Anteil von 3 % aus.

Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, hat betont, dass eine schnelle Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes im Bundestag wichtig ist, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern Planungssicherheit zu geben. Die genaue Startzeitpunkt der Regelungen, ob 2024 oder 2025, ist dabei fast schon nachrangig.

Was bedeutet das Heizungsgesetz für Haushalte?

Aber was genau bedeutet das neue Heizungsgesetz für Haushalte? Wenn die alte Heizungsanlage ausfällt oder vom Schornsteinfeger stillgelegt wird, müssen Haushalte aktiv werden. Oftmals ist es notwendig, die Heizungsanlage zu erneuern und mit Solaranlagen oder Wärmepumpen zu ergänzen. In einigen Fällen müssen sogar Dächer saniert und Fassaden gedämmt werden. Die Kosten für dieses Komplettpaket aus Heizung, Dämmung und Wärmepumpe belaufen sich grob geschätzt auf über 50.000 Euro, je nach Aufwand und Grundstücksgröße. Deswegen suchen viele Hausbesitzer bereits jetzt nach Möglichkeiten, das Gesetz zu umgehen, indem sie sich noch in diesem Jahr eine neue Gasheizung einbauen lassen, um teure Nachrüstungen in naher Zukunft zu vermeiden.

Wir empfehlen aus Erfahrung, dass sich Haushalte schon jetzt mit wichtigen Fragen auseinandersetzen, um die Kosten und Möglichkeiten zu verstehen. Angesichts der möglichen Ausnahmen und Fristverlängerungen, die vonseiten des Wirtschaftsministers Robert Habeck angekündigt wurden, ist es empfehlenswert, vorerst abzuwarten. Es gibt auch Förderprogramme mit Zuschüssen oder zinslosen Krediten, um den Einbau neuer Heizungen zu erleichtern.

Experten raten jedoch dazu, vorsichtig zu sein und sich gut zu informieren, da die Kosten für fossile Energieträger voraussichtlich weiter steigen werden.

  • Das neue Heizungsgesetz betrifft Haushalte mit defekten oder stillgelegten Heizungsanlagen
  • Haushalte müssen ihre Heizungsanlagen möglicherweise erneuern und mit erneuerbaren Energien ergänzen
  • Kosten für das Komplettpaket aus Heizung, Dämmung und Wärmepumpe belaufen sich auf über 50.000 Euro
  • Einige Hausbesitzer erwägen den Einbau einer neuen Gasheizung, um teure Nachrüstungen zu umgehen
  • Ausnahmen und Fristverlängerungen sind möglich
  • Es gibt Förderprogramme, um den Einbau neuer Heizungen zu unterstützen
  • Experten empfehlen, sich gut zu informieren, da fossile Energieträger teurer werden könnten

Eine typische, wenn auch neuere, Ölheizung:

Alte Öl-, Gasheizungen: Wärmepumpe als Alternativen

Ein viel diskutiertes Thema im Kontext des Gebäudeenergiegesetzes sind die verschiedenen Heizungsarten. Neben Öl- und Gasheizungen gibt es auch alternative Möglichkeiten wie Wärmepumpen. Eine Wärmepumpe funktioniert ähnlich wie ein Kühlschrank, entzieht jedoch der Umgebung Wärme und nutzt sie zum Heizen. Sie besteht aus einer Wärmequelle, der eigentlichen Wärmepumpe und einem Verteil- und Speichersystem.

Wärmepumpen können sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen von Gebäuden verwendet werden und nutzen Energiequellen wie Luft, Wasser oder Erde. Obwohl Wärmepumpen derzeit noch relativ teuer sind, wird erwartet, dass sich ihre Kosten in naher Zukunft reduzieren werden.

Wärmepumpe Förderungsantrag

Hier lernen Sie 5 + 1 Förderung für Wärmepumpen kennen und noch viel mehr:

Insgesamt ist es ratsam, eine professionelle Beratung zur Eignung des Gebäudes für eine Wärmepumpe einzuholen, bevor man sich für den Einbau entscheidet. Die Umstellung auf erneuerbare Energien bietet Vorteile wie Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und CO₂-Reduzierung, erfordert jedoch in einigen Fällen bauliche Maßnahmen und eine finanzielle Investition. Das neue Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung bringt einige wichtige Veränderungen mit sich bringt, insbesondere im Bereich der Heizungsanlagen. Die genauen Regelungen und Auswirkungen sind noch nicht abschließend geklärt, was zu Unsicherheit bei Hausbesitzern führt. Es ist ratsam, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten, Kosten und Förderungen auseinanderzusetzen.

Die Entscheidung für eine neue Heizungsanlage, wie beispielsweise eine Wärmepumpe, erfordert eine sorgfältige Planung und Beratung. Bleiben Sie informiert und nutzen Sie die Unterstützung von Experten, um die bestmögliche Lösung für Ihr Zuhause zu finden.

  • Wärmepumpen sind alternative Heizungsarten zu Öl und Gas
  • Sie nutzen Umgebungswärme und reduzieren den Einsatz fossiler Brennstoffe
  • Eine professionelle Beratung zur Eignung des Gebäudes ist empfehlenswert
  • Das neue Gebäudeenergiegesetz bringt Veränderungen für Heizungsanlagen mit sich
  • Informieren Sie sich frühzeitig über Kosten und Fördermöglichkeiten
  • Eine sorgfältige Planung und Beratung sind wichtig bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe

Heizungen im Vergleich 2024

Der „Heizung Check“ bietet Hausbesitzern eine nützliche Ressource, um verschiedene Heizungsarten miteinander zu vergleichen. Durch die Berücksichtigung wichtiger Kennzahlen wie Energieträger, Anschaffungskosten, Umweltbilanz, Betriebskosten, Effizienz und Lebensdauer können Hausbesitzer fundierte Entscheidungen treffen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Nutzen Sie diesen Vergleich, um die beste Heizung für Ihr Zuhause zu finden und dabei die Umwelt zu schonen. Aus unserem:

Tabelle: Daten im Überblick

Direkter Vergleich der Heizungsarten:

Heizungsart Energieträger Anschaffungskosten Umweltbilanz (CO2) Betriebskosten Effizienz Lebensdauer
Gasheizung Erdgas (fossil) 6.000 – 9.000 € 250 g/kWh Hoch Hoch 20-30 Jahre
Ölheizung Erdöl (fossil) 7.000 – 15.000 € 320 g/kWh Hoch Hoch 20-30 Jahre
Wärmepumpe Umweltwärme / Strom 20.000 – 35.000 € 0-100 g/kWh Mittel Hoch 15-20 Jahre
Solarthermie Sonnenwärme 3.000 – 12.000 € 20 g/kWh Niedrig Hoch 20-30 Jahre
Pelletheizung Holz 20.000 – 28.000 € 25 g/kWh Niedrig Niedrig 15-25 Jahre
Elektroheizung Strom 5.000 – 8.000 € 500 g/kWh Hoch Niedrig 10-15 Jahre
Brennstoffzelle Wasserstoff aus Erdgas > 20.000 € 140 g/kWh Variabel Hoch 10-15 Jahre

 

 

 

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