Immobilienpreise hoch, Bauzinsen höher: „Wer geerbt hat, kann kaufen – der Rest hat das Nachsehen“

Die Bauzinsen steigen rasant, und die Fünf-Prozent-Marke ist in Sicht. Experten sehen keine grundlegende Entspannung in Sicht, während die Immobilienpreise weiterhin auf einem hohen Niveau verharren. Dies führt zu besorgniserregenden Aussichten für potenzielle Immobilienkäufer, insbesondere für diejenigen, die kein Eigenkapital zur Verfügung haben. Die Situation auf dem Immobilienmarkt wird zunehmend schwieriger.

Bauzinsen und deren Auswirkungen

Ein Thema ist derzeit zähflüssig, wie Honig: Steigende Zinsen und ein Immobilienmarkt, der zwanzig Jahre keine Probleme kannte. Jetzt gehen Bauträger deutschlandweit reihenweise Pleite.

3 Fakten zur Nachricht in der WiWo

Das Wichtigste im schnellen Überblick:

  1. Steigende Bauzinsen: Die Zinsen für Immobilienkredite steigen rapide und nähern sich der Fünf-Prozent-Marke.
  2. Zweiklassengesellschaft bei Immobilieninteressenten: Die steigenden Zinsen könnten dazu führen, dass Menschen mit viel Eigenkapital oder Erbschaften Immobilien kaufen können, während andere Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben.
  3. Globale wirtschaftliche Einflüsse: Zinssteigerungen sind auch auf weltweite wirtschaftliche Entwicklungen wie steigende Inflation und Zinserhöhungen zurückzuführen, was den Immobilienmarkt beeinflusst

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Zweiklassengesellschaft bei Immobilieninteressenten

Die Bauzinsen haben sich in kurzer Zeit vervierfacht, und es ist keine deutliche Entspannung in Sicht. Dieser drastische Anstieg hat erhebliche Auswirkungen auf die Finanzierung von Immobilienkäufen und beeinflusst gleichzeitig die Immobilienpreise. Unterschiedliche Konditionen bei den Zinsen je nach Kreditwürdigkeit führen dazu, dass einige Verbraucher noch höhere Zinssätze zahlen müssen, insbesondere wenn sie eine hohe Beleihung für ihre Darlehen benötigen.

  • Rascher Anstieg der Bauzinsen
  • Auswirkungen auf Finanzierungen und Immobilienpreise
  • Unterschiedliche Zinssätze je nach Kreditwürdigkeit
  • Hohe Beleihungen führen zu höheren Zinssätzen

Die steigenden Bauzinsen könnten dazu führen, dass sich eine Zweiklassengesellschaft unter den Immobilieninteressenten entwickelt, berichtet die WirtschaftsWoche heute.

„Wer geerbt hat, kann kaufen – der Rest hat das Nachsehen“ – WiWo

Diejenigen, die über viel Eigenkapital oder geerbtes Vermögen verfügen, können weiterhin Immobilien kaufen, während der Rest Schwierigkeiten hat, bezahlbare Finanzierungen zu finden. Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für den sozialen Zugang zu Wohneigentum dar.

  • Mögliche Zweiklassengesellschaft bei Immobilieninteressenten
  • Personen mit Eigenkapital oder Erbschaft können kaufen
  • Schwierigkeiten für Käufer ohne Eigenkapital

Globale wirtschaftliche Einflüsse

Die steigenden Bauzinsen sind auch das Ergebnis globaler wirtschaftlicher Entwicklungen, darunter die steigende Inflation und die Zinserhöhungen der Zentralbanken. Es gibt Unterschiede zwischen den Entwicklungen in den USA und der Eurozone, die die Situation weiter verschärfen.

  • Einfluss globaler wirtschaftlicher Faktoren
  • Steigende Inflation und Zinserhöhungen
  • Unterschiedliche Entwicklungen in den USA und der Eurozone

Mehrkosten, mehr Aufwand, weniger Rendite.

Empfehlungen und staatliche Förderungen

In Anbetracht der steigenden Zinsen empfehlen Experten, Zinsunterschiede zu nutzen, um die finanzielle Belastung zu minimieren. Selbst kleine Unterschiede von 0,1 oder 0,2 Prozentpunkten können erhebliche Einsparungen über die Laufzeit eines Darlehens bewirken. Darüber hinaus könnten staatliche Förderprogramme wie das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“ von Interesse sein, insbesondere nach den kürzlichen Änderungen in den Förderbedingungen.

Die Expertin der Interhyp empfiehlt, Zinsdifferenzen zu nutzen, um die finanzielle Belastung zu minimieren. Selbst geringfügige Unterschiede von 0,1 oder 0,2 Prozentpunkten in den Zinssätzen können erhebliche Einsparungen über die gesamte Laufzeit eines Darlehens bewirken. Darüber hinaus erwähnt sie staatliche Förderprogramme wie das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“, das nach den kürzlichen Änderungen in den Förderbedingungen von Interesse sein könnte.

„Auch die jüngste Entscheidung der EZB, den Leitzins nicht weiter anzuheben, deutet darauf hin“, sagt die für das Interhyp-Privatkundengeschäft zuständige Vorständin Mirjam Mohr.

Ähnlich schätzt der Wettbewerber Dr. Klein die Lage bis Jahresende ein. – Quelle: WiWo.

Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt

Die anhaltend hohen Kreditzinsen könnten die Erholung auf dem Immobilienmarkt verzögern und stellen eine Herausforderung für sowohl Käufer als auch Verkäufer dar. Obwohl die Immobilienpreise in einigen Regionen gesunken sind, reicht dies oft nicht aus, um die gestiegenen Finanzierungskosten auszugleichen. Gleichzeitig steigen die Mieten weiter, und der Wohnungsmarkt bleibt äußerst angespannt. Immobilienunternehmen sehen sich ebenfalls mit steigenden Kosten konfrontiert und planen, die Mieten zu erhöhen, um diese Kosten auszugleichen.