Immobilie finanzieren im Alter von 45 plus: Wie geht das? – Tipps

Immobilie finanzieren im Alter von 45 plus – Mit 45 oder Älter überlegen Sie sich, ob Sie nicht in Immobilien investieren sollten, um Ihre Rente aufzubessern? Und ob es sich für Sie lohnt eine Immobilie als Kapitalanlage zu kaufen? Hier werden Ihnen all Ihre Fragen beantwortet. Wir erklären Ihnen, wie sich die Finanzierung einer Immobilie mit 45 gestaltet. Mehr zum Thema Immobilienfinanzierung gibt es in unserem Ratgeber: Finanzierung Immobilie.

Finanzierung: Immobilie mit 45+

Sie wollen mit einer Immobilie Ihre Altersvorsorge sichern? Dann muss die Immobilie mit 65 abbezahlt sein. Automatisch stellt sich hier die Frage, ob sich der Immobilienkauf an der Stelle überhaupt noch lohnt. Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel:

Sie sind 45 und wollen Ihre Immobilie mit 65 abbezahlt haben. Heute liegen die Zinsen ungefähr bei 2%. Sie wollen einen Kredit aufnehmen, der nach 2o Jahren abbezahlt ist. Dann wären das 4% anfängliche Tilgung.

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Eine normale Rechnung im Vergleich wäre: 6% Mietrendite, 2% Zinsen und 2% Tilgung. Dann zahlt sich die Wohnung von selbst ab. Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro wären das 2.000 Tilgung im Jahr, was aus den Mieteinnahmen leistbar wäre und später dazu führt Vermögen aufbauen zu können.

Bei 4% wären das 4000 Euro im Jahr. Da die Mieteinnahmen aber 2000 bleiben, müssten Sie 2000 Euro aus eigener Tasche zusätzlich zur Tilgung zahlen. Das sind 166 Euro im Monat. Zusammengerechnet wären das in 20 Jahren 40.000 Euro. Sollte Ihnen dieser fehlender Betrag im Monat nichts ausmachen, können Sie einen Kredit aufnehmen und so eine monatliche passive Einnahmequelle generieren.

Die Besonderheit der Finanzierung einer Immobilie mit 45 plus:

  • kurze Laufzeit
  • Immobilie muss mit 65 Jahren abgezahlt sein
  • hohe Tilgung
  • Mieteinnahmen und Eigenanteil zur Tilgung nötig
  • Wohnung zahlt sich nicht von alleine ab

Die Finanzierung einer Immobilie mit 45 und älter kann sich für Sie aber enorm lohnen. Von welchen Vorteilen Sie profitieren, erfahren Sie im Folgenden.

Vorteile des späten Einstiegs in Immobilien

Die Immobilieninvestition ist eine gewinnbringende Anlage, die Ihnen sobald der Kredit abgezahlt ist dauerhaftes Einkommen schafft, sogenanntes passives Einkommen. Auch nur eine Immobilie als Kapitalanlage kann das Rentenalter deutlich aufwerten, da Immobilien grundsätzlich im Wert steigen und sich Mieten mit der Zeit erhöhen.

Ein großer Vorteil ist die gute Einkommenssituation. Ab dem Alter von 45 ist das Einkommen und die Bonität eines Berufstätigen meist am höchsten. Ein besserer Zeitpunkt für einen Kredit gibt es also nicht. Wer die finanzielle Kraft hat, kann eine Wohnung oder ein Haus mit höherer Tilgung kaufen und sich eine gute Verwaltung suchen, die die Organisation übernimmt.

Schnelles tilgen, zum Beispiel 4% Tilgung, bringt Ihnen einen enormen Vorteil. In 20 Jahren ist der Kredit bei 4 % Tilgung abgezahlte und in 16 Jahren bei  5% Tilgung fertig. Das bedeutet auch, dass das Zinsänderungsrisiko für Sie unrelevant ist, da Sie eine Zinsbindung der ganzen Laufzeit vereinbaren können. So ist Ihr Kredit unabhängig vom aktuellen Kapitalmarkt.

Die Vorteile im Überblick:

  • gewinnbringende Anlage zur Zukunftssicherung
  • gute Bonität
  • kurze Laufzeit
  • Zinsänderungsrisiko ausgeschlossen

Allerdings gibt es auch eine Schwierigkeit, der Sie sich bewusst sein sollten, wenn Sie planen im späten Alter mit Immobilien Ihre Rente aufzuhübschen.

Schwierigkeit: Wohnimmobilien Kreditrichtlinien

Die sogenannten Wohnimmobilien Kreditrichtlinien, machen Ihnen einen Strich durch die Rechnung, wenn Sie davon ausgegangen sind, Ihre Kreditschulden auch nach dem Renteneintritt weiter bezahlen zu können. Diese neuen Richtlinien erschweren es bei der Bank ein Darlehen zu erhalten, wenn man bereits aus seinen 20ern oder 30ern raus ist.

Denn wegen dieser neuen Rechtssituation schauen Banken ganz genau bei der Kapitaldienstfähigkeit hin. Bedeutet, die Bank fragt sich speziell: Was ist das Einkommen des Kreditnehmers und kann dieser sich die Immobilie auch ohne Mieteinnahmen leisten?

Diese Rechnung wird bis zur Volltilgung der Immobilie gemacht, heißt bis zum Ende der Kreditlaufzeit. Wenn der Renteneintritt innerhalb dieser Laufzeit ist, ist die Rechnung deutlich schlechter, da das Einkommen wegfällt, was die Immobilienfinanzierung erschwert. Denn dann ist man in der Regel nicht mehr Kapitaldienstfähig. Besonders wenn es sich um große Beträge handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank den Kredit nicht vergibt, ist hier deutlich höher.

Es lohnt sich also den Kredit vor dem Rentenalter abgezahlt zu haben.

Überwiegen die Vorteile einer Immobilie als Altersvorsorge oder übersteigen doch die Nachteile diese Vorteile?

Lohnt sich eine Immobilien als Altersvorsorge?

Vergleicht man das Konzept mit den herkömmlichen Altersversorge-Konzepten ist eine Immobilie ein super Plan, um im Rentenalter jeden Monat zusätzlich zu der Rente ein passives Einkommen zu erhalten. Denn man zahlt zwar bis der Kredit abgezahlt ist Geld ein, bzw. betreibt Vorsorge, aber profitiert von zwei drittel der gesamten Altersvorsorge, die aufgebaut wird sowie von der Wertsteigerung und Mietsteigerung.

Wenn Sie die finanzielle Kraft haben, ist diese Investition definitiv eine Überlegung wert. Man kann also als Fazit sagen:

Immobilien sind ein tolles Altersvorsorgeprodukt.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über die Finanzierung von Kapitalanlagen im späteren Alter, mehr zum Thema Altersvorsorge durch Immobilien, gibt es hier:

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