Mieterstrom: Günstiger als örtlicher Energieversorger?

Mieterstrom – Sie sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, Ihre Stromkosten zu senken? Eine Option dafür kann die Nutzung von Mieterstrom (oder auch Solarmieterstrom) sein. Mieterstrom ermöglicht es Mietern, direkt von den Dächern ihres Wohngebäudes Strom zu beziehen und dadurch Geld zu sparen. In diesem Text werden wir die Vorteile von Mieterstrom aus Photovoltaik (Solar) genauer betrachten und ein vereinfachtes Beispiel für die Mieterstromabrechnung geben.

Mieterstrom: Was ist das?

Mieterstrom ist in der Regel günstiger als die Konditionen vom örtlichen Versorger, weil es in der Regel von unabhängigen Anbietern stammt und nicht von den großen Energieversorgern. Dies bedeutet, dass die Anbieter in der Regel niedrigere Preise anbieten können, da sie weniger Kosten für Verwaltung, Marketing und andere Dienstleistungen haben. Es gibt auch verschiedene Angebote für Mieterstrom, die auf den Bedürfnissen der Verbraucher abgestimmt sind und ihnen helfen können, Geld zu sparen.

Beispiel Zweifamilienhaus:

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Vorteile von Photovoltaik Mieterstrom (Solaranlage)

  1. Kosteneinsparungen für die Mieter
  2. Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  3. Lokale Energieversorgung
  4. Flexibilität und Mieterbeteiligung

Kosteneinsparungen für die Mieter

Mieter können durch den Bezug von Solarstrom direkt von den Dächern ihres Wohngebäudes Geld sparen, da der Strom günstiger ist als der von örtlichen Versorgern.

Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Solarstrom ist eine erneuerbare Energiequelle, die nicht von fossilen Brennstoffen abhängig ist. Dadurch kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und die CO2-Emissionen reduziert werden.

Lokale Energieversorgung

Mieterstromprojekte ermöglichen es, Energie vor Ort zu erzeugen und zu nutzen, anstatt sie von weit entfernten Kraftwerken zu beziehen.

Flexibilität und Mieterbeteiligung

Mieter haben die Möglichkeit, ihren Strombedarf selbst zu bestimmen und können zwischen verschiedenen Angeboten wählen. Mieter können sich außerdem aktiv an der Energieversorgung ihres Wohngebäudes beteiligen und dadurch ihre Umweltbilanz verbessern.

Rechenbeispiel in 9 Schritten: € / kWh

Hier ein vereinfachtes Beispiel (Rechenbeispiel) für die Mieterstrom Abrechnung in 9 Schritten:

  1. Angenommen, ein Wohngebäude hat eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kWp auf dem Dach.
  2. Im Laufe eines Jahres wird die Anlage insgesamt 15.000 kWh Strom erzeugen.
  3. Es gibt 10 Wohnungen im Gebäude und jede Wohnung hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 2.000 kWh pro Jahr.
  4. Der erzeugte Strom wird zunächst für den Eigenbedarf der Wohnungen verwendet und der restliche Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
  5. Der Strompreis beträgt 0,20 Euro/kWh.
  6. Jede Wohnung zahlt somit einen Strompreis von 0,20 Euro/kWh x 2.000 kWh = 400 Euro pro Jahr.
  7. Der Eigentümer des Gebäudes erhält eine Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom von 0,20 Euro/kWh x (15.000 kWh – 10 x 2.000 kWh) = 1.000 Euro pro Jahr.
  8. Der Eigentümer des Gebäudes kann diese Einnahmen verwenden, um die Kosten der Photovoltaikanlage und andere Kosten zu decken.
  9. Am Ende des Jahres werden die tatsächlichen Stromkosten für jede Wohnung berechnet und auf die Mieter umgelegt.

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Das müssen Sie bei Mieterstrom Projekten beachten

Kurz im Überblick:

  1. Rechtliche Rahmenbedingungen
  2. Finanzierung vom Projekt
  3. Technische Anforderungen
  4. Beteiligung der Mieter
  5. Kommunikation und Koordination
  6. Nachhaltigkeit

Rechtliche Rahmenbedingungen

Es ist wichtig, sich über die geltenden Gesetze und Vorschriften in Bezug auf Mieterstrom in Ihrer Region im Klaren zu sein, um sicherzustellen, dass das Projekt rechtlich durchführbar ist.

Finanzierung vom Projekt

Eine gründliche Planung der Finanzierung ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Projekt finanziell tragfähig ist und dass es ausreichend Mittel für die Umsetzung und den Betrieb gibt.

Technische Anforderungen

Es ist wichtig, das geeignete erneuerbare Energiesystem auszuwählen und es professionell zu planen, zu installieren und zu warten, um eine zuverlässige und effiziente Energieversorgung sicherzustellen.

Beteiligung der Mieter

Eine engagierte Mieterbeteiligung ist wichtig, um sicherzustellen, dass das Projekt ihren Bedürfnissen entspricht und sie es akzeptieren und unterstützen.

Kommunikation und Koordination

Eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wird.

Nachhaltigkeit im Fokus

Mieterstromprojekte sollten auf eine nachhaltige Energieversorgung ausgerichtet sein, indem es auf erneuerbare Energien setzt, die CO2-Emissionen reduziert und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert.

Fazit: Mieterstrom 2024

Mieterstrom aus Photovoltaik ist eine attraktive Option für Mieter, die ihre Stromkosten senken möchten. Es bietet viele Vorteile wie Kosteneinsparungen, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, lokale Energieversorgung, Mieterbeteiligung, Flexibilität und Nachhaltigkeit. Wir haben auch ein vereinfachtes Beispiel für die Mieterstromabrechnung gegeben, um zu verdeutlichen, wie die Kosten berechnet werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Regelungen und Abrechnungsmodelle, daher ist es wichtig, sich genau über die geltenden Gesetze und Vorschriften in Ihrer Region im Klaren zu sein, bevor Sie mit einem Mieterstromprojekt beginnen.