Materialkosten steigen: So teuer wird der Traum vom Neubau

Steigende Materialkosten – Der Krieg in Europa führt zu Baustoffmangel. Da Lieferung und Beschaffung teurer geworden sind, sowie einige Materialien knapp sind, steigen auch die Preise beim Verbraucher. Warum das so ist und was Sie trotzdem tun, können finden Sie hier.

Steigende Materialkosten: Höchstwerte seit 1991

Der Webdienst T-Online hat eine Studie des Münchener Wissenschaftsinstitut Ifo aufgegriffen. Diese besagt, dass dir Materialpreise im Hochbau so hoch wie noch nie sein. Im Tiefbau sei es mit 44,8% der zweihöchste Wert. Die Studie läuft seit 1991 und dieses Jahr wurden diese Höchstwerte erreicht.

Hier in der Übersicht:

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  • Studie belegt Höchstwerte seit 1991
  • Material im Hochbau: teuer wie nie
  • Und im Tiefbau: zweithöchster Wert

Grund: Knappheit, Transportkosten & Auftragsmangel

Ein Grund dafür sei vor allem der Rohstoffmangel. Einige Baustoffe, wie beispielsweise Baustahl, kommen aus Russland oder der Ukraine. Durch die anhaltende Krise, gestalten sich Lieferungen aus diesen beiden Ländern als schwierig. Die Materiallieferungen sind momentan auch eher teuer. Das liegt an den gestiegenen Energiekosten für den Transport. Auch bei Baumaterialien, die vorher schon begrenzt waren, wird die Knappheit immer größer. Beispielsweise bei Dämmmaterial.

In vielen Hochbaubetrieben werden die Preise dementsprechend nun teurer. Einige Kunden haben auf Grund dessen schon ihre Aufträge zurückgezogen. Es soll zu Auftragsstornierungen, gerade im Wohnungsbau kommen. Gerade den Hochbau betrifft dies, aber auch im Tiefbau mussten Abstriche gemacht werden.

An diesen Gründen liegen die höheren Materialkosten:

  • Rohstoffmangel
  • Schwer lieferbar
  • Teure Lieferungen
  • Lieferverzögerungen
  • Knappheit steigt

Das sind die Auswirkungen:

  • Weniger Aufträge & Teurer Hausbau
  • Mehr Kosten im Hochbau & Tiefbau

Photo: bogdanhoda / shutterstock.com

Das können Sie tun: genaue Daten im Bauvertrag

Momentan gibt es noch keine eindeutige Rechtsgrundlage bei Preisanpassungen, nachdem der Bauvertrag abgeschlossen wurde. Tendenziell sind solche Forderungen gerichtlich abzuklären,  was allerdings den Baufortschritt verschieben kann. Bei Verzögerungen, zum Beispiel wegen verschobener Lieferzeiten, muss aber die Baufirma die Kosten tragen.

Wichtig ist aber, dass Sie im Bauvertrag Kosten und Daten genau abklären. Dadurch sind Sie dann für eventuelle Änderungen gewappnet.

Das sind Ihre Möglichkeiten:

  • Noch keine eindeutige Rechtsgrundlage
  • Tipp: Forderungen gerichtlich abklären
  • ACHTUNG: kann Baufortschritt hemmen
  • Hilfreich: Kosten & Daten im Bauvertrag

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