Betriebskosten Defintion

Betriebskosten – Als Betriebskosten bezeichnet man die Kosten, die dem Eigentümer durch Besitz oder Gebrauch von Gebäuden entstehen. Die Betriebskosten werden vom Eigentümer getragen, müssen aber meist vom Mieter erstattet werden (Nebenkosten umlegen). Im Mietvertrag wird vereinbart, welche Kosten der Vermieter zu erstatten hat. Die Zahlung erfolgt meistens monatlich und ist in der Miete enthalten.

Um die Betriebskosten abzudecken, wird häufig ein Festbetrag festgelegt. Die sogenannte Betriebskostenpauschale. Diese ist unabhängig davon, ob mehr oder weniger verbraucht wird. Eine andere Methode ist die Vorauszahlung. Hier legt der Vermieter nach Jahresende eine Betriebskostenabrechnung vor. Je nachdem, ob zu viel oder zu wenig gezahlt wurde, erhält man Guthaben bzw. eine Nachzahlung zurück.

Betriebskosten in kurz erklärt

Kosten, die der Vermieter auf den Mieter umlegen kann:

  • Grundsteuer
  • Kosten für Wasser & Entwässerung
  • Heizkosten
  • Aufzug
  • Müllabfuhr
  • Schornsteinreinigung
  • Kosten für die Wartung der Heizungsanlage
  • Straßenreinigung

Tipp! Nach dem Gesetzes-Auszug, finden Sie noch die aktuellen 17 Nebenkosten, die Sie auf Ihre Mieter umlegen dürfen.

Betriebskosten nach Betriebskostenverordnung (BetrKV)

Quelle: Bundesministerien der Justiz und Verbraucherschutz, „Verordnung über die Aufstellung von Betriebskosten (Betriebskostenverordnung – BetrKV)“, § 1 Betriebskosten.

(1) Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen. Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers oder Erbbauberechtigten dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte; die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden.

(2) Zu den Betriebskosten gehören nicht:

  1. die Kosten der zur Verwaltung des Gebäudes erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen, die Kosten der Aufsicht, der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit, die Kosten für die gesetzlichen oder freiwilligen Prüfungen des Jahresabschlusses und die Kosten für die Geschäftsführung (Verwaltungskosten),
  2. die Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des bestimmungsmäßigen Gebrauchs aufgewendet werden müssen, um die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehenden baulichen oder sonstigen Mängel ordnungsgemäß zu beseitigen (Instandhaltungs– und Instandsetzungskosten).

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Betriebskosten auf Mieter umlegen: 17 Punkte

Welche Betriebskosten sind vom Mieter zu zahlen? Welche Kosten darf man nicht umlegen? Als Orientierungshilfe sollten Sie die Betriebskostenverordnung, kurz BetrKV, zu Rate ziehen. Genauer § 2, die „Aufstellung der Betriebskosten“. In Standardmietverträgen, wie denen von Haus & Grund, sind alle umlagefähigen Betriebskosten schon enthalten.

Hier finden Sie schon einmal die 17 Punkte als Liste:

  1. Laufende öffentliche Lasten des Grundstücks (Grundsteuer)
  2. Wasserversorgung
  3. Entwässerung
  4. Heizungsanlage und Brennstoffe
  5. Warmwasseranlage, -lieferung und -geräte
  6. Verbundene Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen
  7. Betriebs des Personen- oder Lastenaufzugs
  8. Straßenreinigung und Müllbeseitigung
  9. Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung
  10. Gartenpflege
  11. Beleuchtung
  12. Schornsteinreinigung
  13. Sach- und Haftpflichtversicherung
  14. Hauswart
  15. Gemeinschafts-Antennenanlage und Breitband
  16. Betrieb der Einrichtungen für die Wäschepflege
  17. Sonstiges Betriebskosten