Anschlussfinanzierung Bereitstellungszinsen: Erklärung, vermeiden & Tipps – Fallen sie an?

Fallen bei einer Anschlussfinanzierung Bereitstellungszinsen an? – Bei der Anschlussfinanzierung kann es vorkommen, dass die beantragte Darlehenssumme nicht sofort benötigt wird. In diesem Fall können Banken Bereitstellungszinsen erheben, um potenzielle Zinseinnahmen zu kompensieren. Es ist wichtig, sich über die Konditionen der Bereitstellungszinsen und mögliche Alternativen wie Forward-Darlehen zu informieren, um finanzielle Nachteile zu vermeiden. Alles, was Sie zum Thema Bereitstellungszinsen wissen müssen und wie Sie die Zinsen vermeiden, verrät Ihnen dieser Artikel. So kommen Sie zurück zur Übersicht: Anschlussfinanzierung.

Bereitstellungszinsen schnell erklärt

Bereitstellungszinsen sind zusätzliche Zinsen, die ein Kreditgeber einem Kreditnehmer berechnet, wenn dieser einen Kredit abruft, aber das Geld bisher nicht vollständig benötigt und stattdessen auf einem Kreditkonto bereitstellt. Die Bereitstellungszinsen werden als Prozentsatz des nicht genutzten Kreditbetrags berechnet und normalerweise zusammen mit anderen Kosten wie Bearbeitungsgebühren, Zinsen und eventuellen Strafgebühren im Kreditvertrag festgelegt. Der Zweck von Bereitstellungszinsen besteht darin, den Kreditgeber für die Bereitstellung des Geldes und das Halten des Kreditkontos zu entschädigen, wenn der Kreditnehmer das Geld nicht sofort verwendet.

  • Bereitstellungszinsen sind Kosten, die bei der Aufnahme von Krediten anfallen können
  • Sie entstehen, wenn ein Kreditnehmer einen Kredit abruft, aber das Geld bis jetzt nicht vollständig benötigt und stattdessen auf einem Kreditkonto bereitstellt
  • Bereitstellungszinsen werden i.d.R. als Prozentsatz des nicht genutzten Kreditbetrags berechnet
  • Die Höhe der Bereitstellungszinsen variiert je nach Kreditgeber und Kreditvertrag
  • Sie werden normalerweise zusammen mit anderen Kosten wie Bearbeitungsgebühren, Zinsen und eventuellen Strafgebühren im Kreditvertrag festgelegt
  • Bereitstellungszinsen fallen normalerweise nur für einen begrenzten Zeitraum an, der im Kreditvertrag festgelegt ist
  • Wenn der Kreditnehmer das bereitgestellte Geld später abruft, wird normalerweise der volle Zinssatz des Kredits fällig, abzüglich der bereits gezahlten Bereitstellungszinsen

Merken können Sie sich also:

Bereitstellungszinsen können auch als „nicht abgerufene Kreditzinsen“ bezeichnet werden.

Überblick: Bereitstellungszinsen bei Anschlussfinanzierung

Alles zum Thema Bereitstellungszinsen auf einen Blick:

  • Bereitstellungszinsen fallen bei Anschlussfinanzierungen an, wenn das Darlehen nicht sofort benötigt wird
  • Banken erheben Bereitstellungszinsen, um potenzielle Zinseinnahmen zu kompensieren, die entstehen könnten, wenn das Geld anderweitig angelegt würde
  • Eine bereitstellungszinsfreie Zeit von 3 bis 12 Monaten kann vereinbart werden
  • Nach Ablauf der bereitstellungszinsfreien Zeit fallen Bereitstellungszinsen an, die zusätzlich zur monatlichen Tilgungsrate gezahlt werden müssen
  • Um doppelte Zahlungen zu vermeiden, muss der Übergang zwischen der alten und der neuen Finanzierung nahtlos erfolgen
  • Eine Alternative zur herkömmlichen Anschlussfinanzierung ist ein Forward-Darlehen

Tipp! Außerdem häufig gelesen: Finanzierungsarten & Anschlussfinanzierungsrechner.

Im Folgenden gehen wir näher auf die Bereitstellungszinsen bei der Anschlussfinanzierung ein.

Bereitstellungszinsen bei der Anschlussfinanzierung?

Auch wenn Sie eine Anschlussfinanzierung in Anspruch nehmen, können Bereitstellungszinsen anfallen. Diese Zinsen sind fällig, wenn Sie die Darlehenssumme nicht sofort benötigen, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Bank stellt Ihnen das Darlehen zur Verfügung, aber Sie rufen es bisher nicht ab. Dadurch entgehen der Bank potenzielle Zinseinnahmen, da sie das Geld nicht anderweitig gewinnbringend anlegen kann.

Es ist jedoch möglich, beim Abschluss Ihrer Immobilienfinanzierung eine bereitstellungszinsfreie Zeit zu vereinbaren, in der keine Zinsen anfallen. Diese Frist dauert normalerweise zwischen drei und zwölf Monaten. Erst nach Ablauf dieser Zeit werden Bereitstellungszinsen fällig und müssen zusätzlich zur monatlichen Tilgungsrate gezahlt werden.

Ein Tipp: Achten Sie, wenn möglich, darauf, dass die bereitstellungszinsfreie Zeit nicht schon mit der Kreditbeantragung beginnt. Denn so verkürzt sich die Frist und Sie verlieren Zeit. Startet die bereitstellungszinsfreie Zeit dagegen erst mit dem Abschluss des Kreditvertrages, sparen Sie Gebühren ein.

In kurz:

  • Anschlussfinanzierungen können Bereitstellungszinsen haben, wenn die Darlehenssumme nicht sofort benötigt wird
  • Banken berechnen Bereitstellungszinsen, um potenzielle Zinseinnahmen zu kompensieren, die entstehen könnten, wenn das Geld anderweitig angelegt würde
  • Bei der Immobilienfinanzierung können Sie eine bereitstellungszinsfreie Zeit zwischen drei und zwölf Monaten vereinbaren
  • Nach Ablauf dieser Frist fallen Bereitstellungszinsen an, die zusätzlich zur monatlichen Tilgungsrate gezahlt werden müssen

Bereitstellungszinsen vermeiden: So geht’s

Wenn Ihre Anschlussfinanzierung in den nächsten 12 Monaten ansteht, können Sie sich für einen Anbieter mit einer langen bereitstellungszinsfreien Zeit entscheiden und so die Zinsen umgehen. Achten Sie darauf, dass das Ende Ihrer ersten Finanzierung und der Beginn der Anschlussfinanzierung nahtlos ineinander übergehen, um doppelte Zahlungen zu vermeiden

Eine Alternative zur herkömmlichen Anschlussfinanzierung ist ein Forward-Darlehen, das erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt und keine Bereitstellungszinsen erhebt. Beachten Sie, dass für die Vorlaufzeit des Forward-Darlehens ein Zinsaufschlag berechnet wird, der für die gesamte Darlehenslaufzeit gilt. Um herauszufinden, welche Option günstiger ist, sollten Sie beide Varianten durchrechnen und die Kosten vergleichen.

Zusammengefasst, so vermeiden Sie die Zinsen:

  • Anbieter mit einer langen bereitstellungszinsfreien Zeit finden
  • Doppelte Zahlungen vermeiden
  • Forward-Darlehen abschließen
  • Darlehensarten vergleichen

Anschlussfinanzierungsrechner: Anbietervergleich

Ein nützliches Tool für Finanzentscheidungen, die die Immobilie betreffen. Anschlussfinanzierungsrechner sind eine großartige Möglichkeit, den finanziellen Spielraum zu erhöhen und bessere Kreditentscheidungen zu treffen. Sie können Ihnen helfen, die beste Option für Ihre Restschuldbegleichung zu finden, indem sie Ihnen mehrere Angebote anzeigen. Ein Anschlussfinanzierungsrechner ist auch eine echte Möglichkeit, das Ergebnis der Finanzierungsanfrage vorherzusagen, bevor man sich an einen Kreditgeber wendet. Dies ermöglicht es Ihnen, schon im Vorfeld ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, was Sie benötigen und welche Konditionen Sie unter Umständen erhalten könnten. Hier geht’s zum Vergleich:

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