Steigende Wohnkosten: Vorschläge zur Entlastung von Mietern – Mögliche Auswirkungen auf Eigentümer

Entlastung von Mietern – Eine neue Studie hat gezeigt, dass viele Mieter am Rande der Armut stehen. Viele können die nun steigenden Wohnkosten nur noch mit Mühe bezahlen. Daher hat nun der Mieterbund und die IG Bau einige Maßnahmen gefordert, die der Mieter entlastet werden können. Lesen Sie hier, was das auch für Sie als Eigentümer bedeutet!

So sieht es aktuell aus: Steigende Wohnkosten

Die Wohnkosten für Mieter steigen. Schuld daran sind maßgeblich die Energiekosten, aber auch beispielsweise die steigenden Lebensmittelkosten. Schon bevor dieses Jahr die starke Erhöhung der Energiepreise begann, war jeder achte Bewohner einer Mietwohnung mit den Kosten dafür überlastet. Diese Zahl könnte sich nun entsprechend der steigenden Kosten erheblich vergrößern.

Die aktuelle Lage auf einen Blick:

  • Wohnkosten für Mieter steigen
  • Durch: Erhöhung Energiepreise
  • Vorher: jeder 8. Mieter überlastet
  • Können mehr Menschen werden

Sozialverbände: Kündigungsschutz & Wohngeld

Von einigen Sozialverbänden werden jetzt staatliche Eingriffe gefordert, weil diese befürchten, dass eine Welle an Armut bevorsteht.

Dazu soll zum Beispiel ein Schutz vor Kündigungen gehören, wenn die Mieter die Betriebskosten oder Miete nicht auf einmal bezahlen können.

Wenn in einem zu Miete wohnenden Haushalt das Einkommen geringer ist, dann wird dieser besonders belastet. Laut einer Erhebung des statistischen Bundesamtes lebten im vergangenen Jahr schon mehr als ein Drittel der Menschen aus dem unteren Einkommenssektor mit einer finanziellen Überlast. Für die Menschen die knapp an der Grenze darüber leben, gelten die steigenden Wohnkosten als echte Gefahr für Armut. Zusätzlich zu dem Aufschub der Nebenkostenabrechnung oder Miete, wird auch mehr Wohngeld oder weitere Hilfen gefordert.

Dies könnte die Situation von außen stabilisieren, ohne die Vermieter mit zu belasten.

Das ist die Einschätzung der Sozialverbände:

  • Fordern staatliche Eingriffe (Befürchtung: mehr Armut)
  • Kündigung vieler Mieter = schadet auch dem Vermieter
  • Haushalte mit geringem Einkommen: besonders belastet
  • Zusätzliche Forderungen: Mehr Wohngeld & andere Hilfen
  • Stattliche Hilfen belasten Vermieter nicht mit & stabilisieren

Mieterbund & IG Bau: Mietstopp & Sanierung

Vom Mieterbund wird ein Mietstopp gefordert. Das würde dafür sorgen, dass die Miete erstmal nicht angehoben werden darf. Dazu wird die Wohnungsgemeinnützigkeit empfohlen. Bei dieser fördert der Staat überwiegend Immobiliengesellschaften die an Haushalte aus den unteren Einkommensschichten vermieten. Dazu sollten der Staat und andere öffentliche Träger alte Sozialwohnungen aufkaufen, da der Neubau dieser nicht voranzuschreiten scheint. Die Industriegewerkschaft Bau schlägt auch vor alte Büros in Wohnungen umzubauen.

Sowohl die Gewerkschaft, also auch der Mieterbund fordern zusätzlich, dass die Kosten für Sanierungen nicht alleine auf den Mieter umgelegt werden. Sie fordern ein dreiteiliges Modell, bei dem Sie als Eigentümer und der Staat jeweils ein weiteres Drittel übernehmen. Dadurch soll trotz der steigenden Lebenskosten gewährleistet sein, dass Mieter weiterhin ihre Miete aufbringen können.

Diese Forderungen stellen der Mieterbund und die Industriegewerkschaft Bau:

  • Mietstopp (= Miete darf erstmal nicht weiter angehoben werden)
  • Wohngemeinnützigkeit (= Vermietung an geringes Einkommen)
  • Staat & öffentliche Träger sollen alte Sozialwohnungen aufkaufen
  • Dreiteiliges Modell für Sanierungen (Mieter, Eigentümer & Staat)

Energiekosten sparen für Mieter & Vermieter

Einen großen Anteil an den steigenden Wohnkosten haben auch die steigenden Energiepreise zu verantworten. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie mit den Mietern zusammen in diesem Bereich Kosten sparen können.

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