Sondertilgung (Wiki, Definition): Geldbetrag in den Kredit einzahlen
Sondertilgung – Eine Sondertilgung kommt für Sie in Betracht, wenn Sie bereits einen Immobilienkredit mit einer festen Kreditrate (in der Regel mit Zins und Tilgung, Annuitätendarlehen) abgeschlossen haben und Sie Ihre aktuelle Restschuld bei der Bank verringern wollen, um entweder die Monatsrate zu senken oder die Laufzeit der Kreditabzahlung zu verkürzen. Dann können Sie von Ihrem Recht gegenüber der Bank Gebrauch machen und einen weiteren Geldbetrag in den Kredit einzahlen, was man Sondertilgung nennt.
Viele Banken haben eine Sondertilgung von 5 Prozent als Standard in den Kreditverträgen eingebunden. Sollte Ihr Kreditinstitut allerdings keine Sondertilgungen vorsehen, müssen Sie einen Zinsaufschlag zahlen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie jederzeit eine Sondertilgung tätigen können wollen oder einmalig eine höhere Sondertilgung als 5 Prozent tätigen wollen.
Lesen Sie hier die Definitionen der Begriffe Fondssparplan, Volltilgungsoptionen und Tilgungswechsel.
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Sondertilgungen im Überblick
Der Begriff Sondertilgungen schnell und einfach erklärt:
- Restschuld verringern
- Monatsrate oder Kreditlaufzeit senken
- Sondertilgung von 5 % i. d. R. standardmäßig vorgesehen
- für höhere Geldbeträge zahlen sie Zinsaufschläge
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Über 1.000 Fachbegriffe von unseren Experten erklärt! Komprimiert, einfach & verständlich. Entdecken Sie hier mehr Wissen für Investoren und Investorinnen:Was ist eine Sondertilgung?
Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Zahlung in ein laufendes Darlehen, die zusätzlich zur regulären Annuität geleistet wird. Sie reduziert direkt die Restschuld und damit die Zinslast — ohne die monatliche Rate zu verändern.
Wie viel Sondertilgung ist erlaubt?
Das hängt vom Darlehensvertrag ab. Typische Regelungen 2026:
| Regelung | Typischer Rahmen | Hinweis |
|---|---|---|
| Vertraglich vereinbarte Sondertilgung | 5–10 % des ursprünglichen Darlehens/Jahr | Ohne Vorfälligkeitsentschädigung |
| Gesetzliches Sonderkündigungsrecht (§ 489 BGB) | Nach 10 Jahren Laufzeit: vollständige Ablösung möglich | 6 Monate Kündigungsfrist, keine VFE |
| Variable Darlehen | Jederzeit vollständig oder teilweise | Flexibel, aber höheres Zinsrisiko |
| Festverzinsung ohne Sondertilgungsrecht | Nur mit Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) | VFE kann erheblich sein |
Rechenbeispiel: Was bringt eine Sondertilgung?
Ausgangslage: Darlehen 300.000 EUR, Zinssatz 3,8 %, Tilgung 2 %, Laufzeit ca. 30 Jahre
| Szenario | Jährliche Sondertilgung | Laufzeit | Zinsersparnis |
|---|---|---|---|
| Ohne Sondertilgung | — | ~30 Jahre | — |
| 5.000 EUR/Jahr (5 % von 100K Tranche) | 5.000 EUR | ~24 Jahre | ca. 28.000 EUR |
| 15.000 EUR/Jahr (5 % Gesamtdarlehen) | 15.000 EUR | ~17 Jahre | ca. 65.000 EUR |
| Einmalige Sondertilgung 50.000 EUR (Jahr 5) | 50.000 EUR einmalig | ~21 Jahre | ca. 45.000 EUR |
Sondertilgung vs. Alternativanlage: Was lohnt mehr?
Bei einem Darlehenszins von 3,8 % entspricht die Sondertilgung einer risikofreien Rendite von 3,8 % (Steuervorteil für Kapitalanlage-Immobilien beachten). Vergleich:
- ETF-Investment (7 % historische Rendite): Langfristig rentabler als 3,8 % Zinsersparnis — aber Aktienmarktrisiko
- Tagesgeld/Festgeld (aktuell 3,0–3,5 %): Schlechter als Sondertilgung bei 3,8 % Zins
- Selbstgenutzte Immobilie: Sondertilgung immer sinnvoll — kein Steuerabzug für Zinsen möglich
- Kapitalanlage-Immobilie: Zinsen absetzbar → effektiver Zins nur ca. 2,7 % → ETF-Vergleich wird attraktiver
Wann sollte man KEINE Sondertilgung leisten?
- Notfall-Rücklage fehlt (immer erst 3–6 Monatsgehälter liquide halten)
- Staatlich gefördertes Eigenkapital (Riester, bAV) ist unverzinst — lieber einzahlen
- Kapitalanlage mit Zinsen unter 2,5 % (EZB-Niedrigzins-Darlehen aus 2020–2022) → Differenz investieren

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