Rekord! Mehr als 1 Million Solaranlagen in 2023 + noch mehr in 2024?

Die deutsche Solarbranche erreicht einen historischen Meilenstein. Es ist erstaunlich, wie die Energiewende vorankommt und welche Ausmaße dieser bekommt, wenn Staat, Unternehmen und auch Privathaushalte (mit Balkonkraftwerken) am selben Strang ziehen. 2023 war ein echter Rekord, mit mehr als 1 Million installierter Solaranlagen in Deutschland. Alles Wichtige zu den Nachrichten mit Details vom Handelsblatt, der Süddeutschen Zeitung und vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Überblick über den Solarmarkt 2023

Im vergangenen Jahr erlebte die deutsche Solarbranche eine bemerkenswerte Entwicklung, die auf eine steigende Nachfrage nach erneuerbarer Energie hinweist. Laut Informationen des Handelsblatts wurden in Deutschland im Jahr 2023 mehr als eine Million neue Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung errichtet. Diese beeindruckende Zahl markiert einen historischen Rekord und verdeutlicht das wachsende Interesse an Solarenergie.

Ein wesentlicher Treiber dieses Booms waren die sogenannten Balkonkraftwerke, von denen im selben Jahr rund 270.000 neu in Betrieb genommen wurden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

3 schnelle Fakten zur News

  1. Deutschland erreichte 2023 einen historischen Meilenstein mit über 1 Million neu installierten Solaranlagen.
  2. Balkonkraftwerke spielten eine wichtige Rolle bei der Förderung der Solarenergie, da sie zur Diversifizierung und Dezentralisierung beitrugen.
  3. Für 2024 wird eine weiterhin hohe Nachfrage nach Solaranlagen erwartet, vor allem aufgrund steigender Strompreise und attraktiver Förderkonditionen.

Lese-Tipp: Steuertipps, die wir im Sommer notiert haben: Steuerliche Vorteile & Förderung von Solaranlagen.

Balkonkraftwerke im Fokus

Balkonkraftwerke, die auf den ersten Blick wie eine kleine technologische Neuerung erscheinen mögen, spielten tatsächlich eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Solarenergie. Obwohl ihr Beitrag zur Gesamt-Stromerzeugung vergleichsweise gering ist, tragen sie erheblich zur Diversifizierung und Dezentralisierung der Solarenergieproduktion bei. Dies trägt dazu bei, die Abhängigkeit von zentralisierten Energiequellen zu verringern und die Energieproduktion auf eine breitere Basis zu stellen.

Die Zahlen im Detail

Die Bundesnetzagentur vermeldete ebenfalls beeindruckende Zahlen für die Stromerzeugung aus Sonnenlicht im Jahr 2023. Rund 14 Gigawatt an Solarleistung wurden auf Dächern und Freiflächen neu installiert, was einem Anstieg von erstaunlichen 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Haus, Freiflächen und Gewerbe – Verteilung

Die neu installierte Solarstromleistung verteilte sich auf verschiedene Segmente:

  • etwa 50 Prozent auf das Heimsegment
  • etwa 31 Prozent auf PV-Systeme auf Freiflächen
  • etwa 18 Prozent auf PV-Anlagen auf Gewerbedächern

Bemerkenswert ist, dass die Vielzahl der Steckersolargeräte aufgrund ihrer geringen spezifischen Leistung insgesamt weniger als zwei Prozent der neu installierten PV-Leistung ausmachten (Quelle: Handelsblatts).

Wie hoch ist der Anteil regenerativer Energie?

2021 lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei rund 41 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Er stieg im folgenden Jahr auf 46,2 Prozent und erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 weiter auf rund 52 Prozent, so die aktuellen Zahlen der Bundesregierung.

So sieht eine typische Anlage im Heimsegment aus, der mit etwa der Hälfte der Neuinstallationen das Ranking anführt.

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Ganze 31% der neuen Solaranlagen ensteht auf Gewerbedächern.

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Tägliche werden neue PV-Systeme auf Freiflächen geplant und installiert. 2023 waren es 18% aller Neuanlagen.

Ausblick auf 2024

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erwartet für das Jahr 2024 eine anhaltend hohe Nachfrage, nicht zuletzt aufgrund steigender Strompreise und attraktiver Förderkonditionen.

„Für 2024 erwarten wir einen anhaltenden Solarboom“

erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. Um die Wachstumsziele in den kommenden Jahren zu erreichen, betonte er die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Bürokratieabbaus und weiterer Maßnahmen zur Beschleunigung von Verfahren, um die Modernisierung der Strom- und Wärmenetze zu unterstützen.

Geplante Installationen für 2024

Laut dem BSW planen im Jahr 2024 mehr als 1,5 Millionen Immobilienbesitzer die Installation von Solaranlagen auf ihren Dächern.

Diese Prognose basiert auf einer repräsentativen Befragung von über 1000 Immobilienbesitzern durch das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Dezember. Demnach können sich 69 Prozent der Eigentümer von Wohnimmobilien mit geeigneten Dächern vorstellen, eine Solaranlage zu installieren, und 16 Prozent planen dies bereits in den kommenden zwölf Monaten.

Was kostet eine Solaranlage?

  1. Kosten für eine Solaranlage
  2. Was verdient man mit Solarstrom?

Kosten für eine Solaranlage

Ein Überblick über die Preisgestaltung in Deutschland

Kostenfaktor Preis in Euro (Deutschland)
Durchschnittliche Kosten für eine Standard-Solaranlage 8.000 – 12.000 Euro pro Kilowatt Peak (kWp)
Kosten für Balkonkraftwerke 1.000 – 2.500 Euro pro kWp
Durchschnittliche Kosten für eine 5 kWp-Anlage auf einem Einfamilienhausdach 20.000 – 30.000 Euro
Kosten für PV-Systeme auf Freiflächen 1.500 – 2.500 Euro pro kWp
Kosten für PV-Anlagen auf Gewerbedächern 1.000 – 1.800 Euro pro kWp

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Die Kosten für eine Solaranlage in Deutschland variieren je nach Größe, Standort und Art der Installation. Im Durchschnitt können Sie mit Preisen von 8.000 bis 12.000 Euro pro Kilowatt Peak (kWp) für eine Standard-Solaranlage rechnen. Für Balkonkraftwerke liegen die Kosten zwischen 1.000 und 2.500 Euro pro kWp.

Wenn Sie eine 5 kWp-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses installieren möchten, sollten Sie mit Gesamtkosten von etwa 20.000 bis 30.000 Euro rechnen. PV-Systeme auf Freiflächen kosten in der Regel zwischen 1.500 und 2.500 Euro pro kWp, während PV-Anlagen auf Gewerbedächern in einem Bereich von 1.000 bis 1.800 Euro pro kWp liegen.

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Und was verdient man mit Solarstrom?

Wenn Sie eine Solaranlage auf Ihrem Dach installieren, können Sie durch den Verkauf von überschüssigem Strom oder die Einspeisung ins Netz Einnahmen erzielen.

In Deutschland können die Erlöse je nach Größe und Standort der Anlage etwa 300 bis 700 Euro pro Jahr pro installiertem Kilowatt Peak (kWp) betragen.

Kosten für ein Balkonkraftwerk

Kostenfaktor Preis in Euro (Deutschland)
Durchschnittliche Kosten für ein Balkonkraftwerk 1.000 – 2.500 Euro pro kWp

Die Kosten für ein Balkonkraftwerk in Deutschland betragen in der Regel zwischen 1.000 und 2.500 Euro pro Kilowatt Peak (kWp).

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