Grundsteuer in Frankfurt am Main: Hebesatz für Haus, Reihenhaus, Wohnung & Co.

Grundsteuer in Frankfurt am Main – Als Immobilien Eigentümer in Frankfurt am Main zahlen Sie jährlich Grundsteuer, egal ob Haus oder Eigentumswohnung. Wie viel Steuern Sie für Ihr Eigentum zahlen müssen, zeigen wir Ihnen hier mit Beispiel Berechnung für eine typische Immobilie in Frankfurt am Main. Alles über die Berechnung der Grundsteuer, ebenso wie die Grundsteuerkennzahl und den kommunalen Hebesatz in Frankfurt am Main – einfach erklärt, mit Beispiel. Zurück zum Ratgeber: Grundsteuer.

Grundsteuer in Hessen: Höhe

Machen wir einen schnellen Einstieg, so berechnen Sie die Grundsteuer für Immobilien in Frankfurt am Main. Für die Berechnung ist es unerheblich, in welchem Frankfurter Stadtteil Sie wohnen, ob in der Altstadt, Innenstadt, dem Bahnhofviertel, Westend, aber auch Nordend. So gehen Sie vor:

Berechnung der Grundsteuer (Beispielwerte):

Tipp! Einfach im Taschenrechner eingeben:

200.000 x 0,0035 x 5= 3.500 Euro

Um die Grundsteuer zu berechnen, müssen Sie also 1) den Wert Ihrer Immobile (Einheitswert) kennen, 2) die Grundsteuermesszahl für Ihre Immobilienart und 3) den kommunalen Hebesatz (B).

Frankfurt am Main in Hessen:

Einheitswert: Immobilie in Frankfurt am Main (Beispiel)

Faktor 1 – Schritt 1 der Berechnung ist die Bewertung, genauer der „Einheitswert“ Ihrer Immobilie. Der sogenannte „Einheitswert“ ist die Bemessungsgrundlage für das Finanzamt. Der Immobilienwert wird dann mit den Hebesätzen verrechnet. So funktioniert die Erhebung von Grundsteuer und Gewerbesteuer (Vermietung).

Auskunft über Ihren Einheitswert, bekommen Sie vom Finanzamt, bzw. Ihrem Einheitswertbescheid.

Dieser Einheitswertbescheid wird von Ihrem zuständigen Finanzamt ausgestellt. In diesem Einheitswertbescheid, finden Sie die Höhe des Einheitswertes Ihrer Immobilie. Dieser muss alle 6 Jahre neu berechnet werden, in der Regel durch das Ertragswertverfahren.

  • Einheitswertbescheid vom Finanzamt
  • Hier steht der exakte Einheitswert

Der Einheitswert liegt oft deutlich unter dem Verkehrswert.

Grundsteuerkennzahl in Frankfurt am Main

Faktor 2 – Die Grundsteuerkennzahl richtet sich vorwiegend nach der Immobilienart, grob Haus, Doppelhaus, Eigentumswohnung (und sonstiges Eigentum), sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen in Frankfurt am Main.

Höhe der Grundsteuerkennzahl

Hier kurz alle Werte im Überblick:

  • Einfamilienhäuser bis ~ 38.347 Euro bei 0,26%
  • Einfamilienhäuser darüber bei 0,35% (wobei die ersten 38.347 Euro mit 0,26% bemessen werden)
  • Doppelhaus bei 0,31%
  • sonstiges Wohneigentum bei 0,35%
  • land- und forstwirtschaftliche Betriebe 0,6%

Damit erhalten Sie den ersten Schritt für Ihre Frankfurter Grundsteuer Berechnung:

Hebesatz in Frankfurt am Main

Faktor 3 – Ihr dritter Faktor, in der Berechnung der Grundsteuer, ist der kommunale Hebesatz vor Ort. Egal ob Offenbach, Mainz oder auch Darmstadt, jede Stadt und Gemeinde hat ihren individuell bestimmten, lokalen Hebesatz.

Beispiel: Höhe der Grundsteuer in Frankfurt am Main

Schauen wir uns die Grundsteuer Berechnung in einem praktischem Beispiel an.

Grundsteuer berechnen: Wohnung

Für unser Beispiel in Frankfurt am Main in Hessen, nehmen wir eine Grundsteuerkennzahl von 0,35%, der beispielsweise für eine Eigentumswohnung in Frankfurt am Main, aber auch in Mainz, Darmstadt oder auch Offenbachgilt und allgemein, in den alten Bundesländern.

  • Festgestellter Einheitswert: 100.000
  • x Grundsteuermesszahl: 0,35%
  • x Kommunaler Hebesatz (B): 500%
  • = Grundsteuersatz: 1.750Euro

Diesen Grundsteuersatz teilen Sie auf 4 Quartale auf, die Steuer fällt vierteljährlich an.

  • Grundsteuersatz (Jahr): 1750 Euro
  • Grundsteuersatz (Zahlung / Quartal): 437,5 Euro

Grundsteuer berechnen: Haus

Die Berechnung ist für ein Einfamilienhaus fast gleich, der einzige Unterschied, die ersten 38.347 Euro werden mit nur 0,26% bemessen.

  • Festgestellter Einheitswert: 300.000
  • Grundsteuermesszahl
    • 38.357 zu 0,26% (99,70 Euro)
    • 161.643 zu 0,35% (565,75 Euro)
    • Total: 665,40 Euro
  • x Kommunaler Hebesatz (B): 500%
  • = Grundsteuersatz: 3.900 Euro

Diesen Grundsteuersatz teilen Sie auf 4 Quartale auf, die Steuer fällt vierteljährlich an.

  • Grundsteuersatz (Jahr): 3.900 Euro
  • Grundsteuersatz (Zahlung / Quartal): 975 Euro

Falls Sie noch keine Immobilie in Frankfurt am Main besitzen, aber demnächst kaufen wollen, hier noch praktische Tipps zu den Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main.

Erste Immobilie? Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main

Wohnung, Haus, Grundstück, für alle Immobilienkäufe fallen Kaufnebenkosten an. Das heißt: Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag und ggf. Maklerkosten. Die Höhe unterscheidet sich bei Steuer und Makler, je nach Bundesland. In Frankfurt am Main (bzw. Hessen) liegt die Grunderwerbsteuer bei 6%, für Makler Kosten werden 5,95% fällig. So berechnen Sie die Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main

  • Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main

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