Förderungen für E-Ladeinfrastruktur: 500 Millionen Paket für private Haushalte! E-Auto, Wallbox & Co.

Förderungen für E-Ladeinfrastruktur – Die neue Förderung beinhaltet auch die Unterstützung des Ausbaus der E-Ladeinfrastruktur in privaten Wohngebäuden. Hierfür sollen 500 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Förderung umfasst den Einbau von Ladestationen / Wallbox, Photovoltaikanlagen und Stromspeichern als Gesamtpaket. Dieses Programm ist für den Herbst 2023 geplant. Zusätzlich sind weitere 400 Millionen Euro für den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur und den Netzanschluss von gewerblich genutzten Pkw vorgesehen.

Update! Förderung eingestellt

Hier die aktuelle Meldung der KfW zur Förderung Solarstrom:

„Die Fördermittel sind ausgeschöpft – keine Antragstellung möglich“

Weiter heißt es: „Der Zuschuss wird aus Mitteln des Bundes­ministeriums für Digitales und Ver­kehr (BMDV) gewährt. Aufgrund des enormen Interesses und der hohen Nach­frage sind die gewährten Haus­halts­mittel in Höhe von 300 Millionen Euro für das Jahr 2023 ausgeschöpft. Insgesamt wurden rund 33.000 Anträge positiv entschieden.“

Elektroauto: Ladeinfrastruktur statt direkter Förderung

Obwohl die Absatzzahlen steigen, hat das Elektroauto derzeit eine geringe Akzeptanz unter deutschen Autofahrern. Laut dem Kraftfahrtbundesamt waren im vergangenen Monat von den knapp 250.000 neu zugelassenen Fahrzeugen nur etwa 17 Prozent reine Elektroautos (ohne Hybrid-Fahrzeuge). Dies ist auf die höheren Preise und die Bedenken vieler Autofahrer hinsichtlich der begrenzten Lademöglichkeiten zurückzuführen.

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Die neue Förderung: Das 900 Millionen Paket

Die Bundesregierung plant, eine verstärkte Unterstützung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge einzuführen. Dabei sind zwei neue Förderprogramme geplant, die sowohl Privathaushalten als auch Unternehmen zugutekommen sollen. Das Gesamtvolumen der Fördermaßnahmen beträgt 900 Millionen Euro. Der Start der beiden Programme ist für die kommenden Wochen und Monate geplant.

Die genaue Förderhöhe für das Dreierpaket aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Stromspeicher ist bisher nicht festgelegt. Was aber feststeht sind, 500 Millionen Euro für Ausbau von Ladeinfrastruktur und noch mal zusätzlich 400 Millionen Euro für Aufbau von Schnellladeinfrastruktur, so soll die neue Förderungen für E-Ladeinfrastruktur aussehen.

Förderungen bisher und Förderungs-Stopp

In den Jahren 2020 und 2021 hat die Bundesregierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) insgesamt 800 Millionen Euro für die Installation privater Wallboxen zur Aufladung von Elektroautos bereitgestellt. Es wird berichtet, dass über 800.000 Anträge auf bis zu eine Million Wallboxen gestellt wurden.

  • 2020 und 2021 ganze 800 Mio. Euro
  • Insgesamt über 800.000 Anträge
  • Beantragt wurden bis zu 1 Mio. Wallboxen

Trotzdem hat die Bundesregierung das mehrfach aufgestockte Förderprogramm im Oktober 2021 eingestellt. Das Bundesverkehrsministerium hat nun neue Fördermittel in Höhe von insgesamt 900 Millionen Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos angekündigt.

Hintergrund für die Wiederaufnahme von Förderungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur ist unter anderem die Sorge vieler Autofahrer über fehlende Lademöglichkeiten. Das dürfte neben hohen Kosten einer der Hauptgründe dafür sein, dass der Anteil der E-Autos am Gesamtabsatz zuletzt stagnierte.

So wird das Geld verwendet

Ein Betrag von 500 Millionen Euro wird für private Haushalte und die Installation von Ladeinfrastruktur in privaten Wohngebäuden bereitgestellt. Laut Berichten des ARD werden ab Herbst 2023 der Einbau von Ladestationen, Photovoltaikanlagen und Speichern nur als Gesamtpaket gefördert.

Nachrichten: ARD berichtet über neue Förderung

500 Mio. Euro für Ausbau von Ladeinfrastruktur

Gemäß einem Schreiben des Verkehrsministeriums, auf das sich die ARD am Donnerstag beruft, sollen die 500 Millionen Euro für den Ausbau von Ladeinfrastruktur in privaten Wohngebäuden verwendet werden. Dies beinhaltet die Förderung von Ladestationen, Photovoltaikanlagen und Speichern, jedoch nur als Gesamtpaket. Das Programm ist geplant, im Herbst zu starten.

Werden E-Ladesäulen finanziell unterstützt?

Ja, nach aktuellen Angaben des BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr) sowohl Normalladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW als auch Schnellladepunkte mit einer Leistung von über 22 kW, an denen ausschließlich Gleichstrom (DC) geladen werden kann, werden gefördert.

Sind 22 kw Ladesäulen besser als 11 kw Ladesäule? Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Ladezeit, der verfügbaren Anschlussleistung, der Abwärtskompatibilität, der Batterieschonung, den Anmelde- und Genehmigungsverfahren sowie dem Preis.

E-Ladeinfrastruktur für private Wohngebäude

Hier ist eine kurze Tabelle, die eine Zusammenfassung der E-Ladeinfrastruktur für private Wohngebäude liefert. Später schauen wir uns diese 6 Komponenten für Ihr Haus noch genauer an.

Komponenten Beschreibung
Ladestation/Wallbox Montierte Einheit zur schnellen und sicheren Fahrzeugladung
Anschlusskabel Verbindet das Elektrofahrzeug mit der Ladestation
Elektrische Installation Anpassungen an die elektrische Anlage des Hauses
Netzanschluss und Zähler Anschluss der Ladestation an das Stromnetz
Energiemanagement und Steuerung Fortgeschrittene Funktionen zur Optimierung des Energieverbrauchs
Photovoltaikanlage und Speicher (optional) Integration von Solaranlage und Energiespeicher zur Nutzung erneuerbarer Energie

400 Mio. Euro für Aufbau von Schnellladeinfrastruktur

Berichten zufolge sind weitere 400 Millionen Euro für den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur und den Netzanschluss von gewerblich genutzten Pkw vorgesehen. Der Start für dieses Programm ist bereits für den Sommer geplant, wie die ARD berichtet. Heute findet die Ladeinfrastruktur-Konferenz des Bundesverkehrsministeriums statt.

E-Auto-Anteil an Neuzulassungen stagniert

Der Anteil reiner E-Autos an den neu zugelassenen Fahrzeugen ist laut Kraftfahrtbundesamt von 17,8 Prozent im Jahr 2022 auf 15 Prozent in den ersten Monaten dieses Jahres gesunken. Im Mai 2023 stieg der Anteil jedoch wieder auf 17,3 Prozent an.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Absatz von Elektroautos um fast 47 Prozent gestiegen. Allerdings stieg auch der Gesamtabsatz deutlich an. Von den knapp 250.000 im Mai neu zugelassenen Pkw waren über die Hälfte mit Benzinmotoren oder Dieselantrieb ausgestattet. Etwa 30 Prozent waren Hybridfahrzeuge.

Die genaue Förderhöhe für das Dreierpaket aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Speicher ist noch nicht festgelegt.

Das Verkehrsministerium erwartet jedoch Zehntausende von Anträgen, die über die KfW abgewickelt werden sollen. Zusätzlich plant das Verkehrsministerium die Förderung des Aufbaus von Schnellladeinfrastruktur und die Unterstützung von Netzanschlüssen für gewerblich genutzte Pkw. Hierfür sind weitere 400 Millionen Euro vorgesehen, die ab Sommer 2023 fließen sollen.

Die Sorge über fehlende Lademöglichkeiten ist einer der Hauptgründe für die Wiederaufnahme der Förderungen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur. Neben den hohen Kosten trug dies dazu bei, dass der Anteil reiner Elektroautos am Gesamtabsatz stagnierte.

  • Anteil E-Autos: Schwankungen, aber Anstieg
  • Elektroauto-Absatz: Steigt um fast 47%
  • Förderanträge: Hohe Nachfrage erwartet
  • Schnellladeinfrastruktur: Weitere 400 Millionen Euro
  • Sorge über Lademöglichkeiten: Hauptgrund für Förderung

Öffentliches Ladenetz in Deutschland

Schnellladeinfrastutur soll nicht nur in Häuser, sondern auch in den öffentlichen Raum. Doch wie ist es derzeit um das Ladenetz in Deutschland bestellt?

Verschiedene Ladestationen Anbieter bauen das Infrastrutkturnetz derzeit auf. Die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland (Q1 2023, Quelle: Bundesnetzagentur) hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Derzeit gibt es 68.554 normale Ladepunkte (eine Steigerung um etwa 39,2% im Vergleich zu 49.239 vor einem Jahr).

Zusätzlich gibt es 13.797 Schnellladepunkte (eine Steigerung um etwa 53,8% im Vergleich zu 8.970 vor einem Jahr). Diese Zahlen zeigen den Fortschritt bei der Entwicklung der Ladeinfrastruktur und unterstreichen das Bestreben der Bundesregierung, den Ausbau weiter voranzutreiben.

Stand: Q1 2023, Quelle Bundesnetzagentur:

  • Normalladepunkt: 68.554 / vor einem Jahr: 49.239 / + 39,2%
  • Schnellladepunkt: 13.797 / vor einem Jahr: 8.970 / + 53,8 %

Energiemix: Solar, Wind über Speicher zum E-Auto – Infografik

So sieht die ideale Kette der Stromversorgung bis in verbrauchende Unternehmen und Privathaushalte aus. So soll die bestmögliche Schnellladeinfrastruktur in Deutschland entstehen.

E-Ladeinfrastruktur Haus: Was gehört dazu?

Hier sind einige wichtige Elemente der E-Ladeinfrastruktur für private Wohngebäude:

Ladestation bzw. Wallbox

Eine E-Auto Ladestation für Zuhause, auch Wallbox genannt, ist eine kompakte und benutzerfreundliche Lösung zum Laden von Elektrofahrzeugen. Sie wird an der Wand installiert und bietet eine sichere und effiziente Möglichkeit, das Fahrzeug mit Strom zu versorgen. Die Wallbox verfügt über verschiedene Anschlussmöglichkeiten und bietet eine hohe Ladeleistung, um das Fahrzeug schnell aufzuladen. Mit einer intelligenten Steuerung und optionalen Funktionen wie Zugangskontrolle oder Lademanagement ist sie eine praktische Ergänzung für jedes Zuhause.

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Anschlusskabel für Geräte

Die Ladestation ist mit einem Anschlusskabel ausgestattet, das mit dem Elektrofahrzeug verbunden wird. Es überträgt den Strom zur Aufladung der Fahrzeugbatterie.

Elektrische Installation selbst

Die Installation der E-Ladeinfrastruktur erfordert möglicherweise Anpassungen an der elektrischen Anlage des Hauses. Dies kann die Installation eines zusätzlichen Stromkreises oder die Erweiterung des vorhandenen elektrischen Systems umfassen, um die erhöhte Belastung durch das Laden des Elektrofahrzeugs bewältigen zu können.

Netzanschluss und Zähler

Um das Elektrofahrzeug zu laden, muss eine Verbindung zum Stromnetz hergestellt werden. Dies erfordert möglicherweise den Anschluss der Ladestation an den Hauptstromanschluss des Hauses und die Installation eines separaten Zählers, um den Stromverbrauch des Ladevorgangs zu messen.

Energiemanagement und Steuerung

Fortgeschrittene E-Ladeinfrastrukturen können über Funktionen zur Energiemanagement- und Steuerung verfügen. Dies ermöglicht beispielsweise die optimierte Nutzung erneuerbarer Energien oder die Programmierung von Ladetarifen, um den Energieverbrauch zu optimieren.

Photovoltaikanlage und Speicher (optional)

In einigen Fällen kann die E-Ladeinfrastruktur auch die Integration einer Photovoltaikanlage (Solaranlage) und eines Energiespeichers umfassen. Dadurch kann der Strom für das Laden des Elektrofahrzeugs direkt aus erneuerbaren Quellen stammen und eine größere Unabhängigkeit vom Stromnetz ermöglichen.

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