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Wohnungsgeberbestätigung: Vermieterbescheinigung, Inhalt, Rechtslage und Bußgelder

Wohnungsgeberbestätigung – In Deutschland müssen sich Mieter und Vermieter gleichermaßen an verschiedene Vorschriften und Regelungen im Mietrecht halten. Eine der neueren Anforderungen betrifft die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit der Wohnungsgeberbestätigung auseinandersetzen. Lernen Sie, wer dazu verpflichtet ist, eine Wohnungsgeberbestätigung auszustellen, welche Informationen darin enthalten sein müssen und welche Konsequenzen es geben kann, wenn man dieser Pflicht nicht nachkommt.

Wohnungsgeberbestätigung: Vermieterbescheinigung

Eine Wohnungsgeberbestätigung, auch Vermieterbescheinigung genannt, ist eine offizielle Bestätigung, die vom Vermieter oder Eigentümer einer Wohnung ausgestellt wird. Mit dieser Bestätigung wird bescheinigt, dass der Mieter tatsächlich in der Wohnung wohnt und somit eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt möglich ist. Die Wohnungsgeberbestätigung ist seit dem 01.11.2015 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und muss bei jeder Anmeldung oder Ummeldung innerhalb Deutschlands vorgelegt werden.

Die Wohnungsgeberbestätigung im Überblick:

  • wird vom Vermieter ausgestellt
  • bestätigt Einzug des Mieters in die Wohnung
  • seit 01.11.2015 Pflicht bei der An- bzw. Ummeldung

Lernen Sie jetzt, den Unterschied zwischen der Wohnungsgeberbestätigung und der Meldebescheinigung kennen.

Wohnungsgeberbestätigung vs. Meldebescheinigung

Die Wohnungsgeberbestätigung und die Meldebescheinigung sind zwei unterschiedliche Dokumente im Zusammenhang mit der Anmeldung eines Wohnsitzes.

Die Wohnungsgeberbestätigung ist eine Bescheinigung, die der Vermieter dem Mieter oder einem weiteren Bewohner der Wohnung ausstellen muss, um den Einzug oder Umzug in die Wohnung zu bestätigen. Sie enthält Angaben zur Person des Mieters oder Bewohners sowie zur Wohnungsadresse und ist ein Pflichtdokument gemäß dem Bundesmeldegesetz.

Wohnungsgeberbescheinigung wird vom Vermieter ausgestellt.

Die Meldebescheinigung hingegen wird von der Meldebehörde ausgestellt und bestätigt, dass eine Person an der angegebenen Adresse gemeldet ist. Sie wird von der Person benötigt, beispielsweise für die Beantragung von Ausweisen oder zur Vorlage bei Behörden. Die Meldebescheinigung gibt Auskunft über den Namen, die Adresse und den Zeitraum, für den die Person an der Adresse gemeldet ist.

Meldebescheinigung wird von amtlicher Meldebehörde ausgestellt.

Beschäftigen wir uns nun mit dem Inhalt der Vermieterbescheinigung.

Inhalt der Wohnungsgeberbescheinigung: Name, Adresse, etc.

Die Wohnungsgeberbestätigung ist eine wichtige offizielle Bestätigung, die von Vermietern oder Eigentümern einer Wohnung ausgestellt wird, um ihren Mietern eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt zu ermöglichen. Der Inhalt der Wohnungsgeberbestätigung ist gesetzlich genau vorgeschrieben und muss bestimmte Informationen enthalten.

Zu den wichtigsten Angaben in der Wohnungsgeberbestätigung gehören:

    • vollständiger Name und Adresse des Vermieters/Eigentümers
    • vollständige Name des Mieters
    • Adresse der Wohnung, einschließlich Straße, Hausnummer und Ort
    • Einzugszeitpunkt bzw. Beginn des Mietverhältnisses
  • handelt es sich um eine Haupt- oder Nebenwohnung
  • Unterschrift des Vermieters/Eigentümers
  • Datum der Ausstellung der Bescheinigung

Ohne eine gültige Wohnungsgeberbestätigung kann eine Anmeldung oder Ummeldung nicht erfolgen.

Rechtslage: Fristen für die Bescheinigung und Bußgelder

Die Wohnungsgeberbestätigung wird gesetzlich geregelt. Gemäß § 19 Abs. 3 des Bundesmeldegesetzes ist der Vermieter verpflichtet, die Wohnungsgeberbestätigung unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug des Mieters auszustellen und diesem auszuhändigen. Eine Verzögerung oder Nichtbeachtung dieser Frist kann zu Ordnungsgeldern führen. Es ist daher wichtig, dass Vermieter diese Frist einhalten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Rechtslage im Überblick:

  • muss spätestens 2 Wochen nach Einzug ausgestellt werden
  • Verzögerungen oder Nichtausstellung kann zu Bußgeldern führen

Die Höhe der Bußgelder für Verstöße gegen die Pflicht zur Ausstellung der Wohnungsgeberbestätigung variiert je nach Bundesland und kann im Einzelfall unterschiedlich ausfallen. In der Regel liegen die Bußgelder jedoch zwischen 50 und 1.000 Euro. In besonders schweren Fällen kann das Bußgeld auch höher ausfallen.

Bei Verzögerung oder Nichtausstellung: 50€ bis 1.000€ Bußgeld für Vermieter.