TV-Interview: Wann platzt die Immobilienblase? WDR Lokalzeit Düsseldorf

Wann platzt die Immobilienblase? Die Welt des deutschen Immobilienmarktes sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die die Branche vor einigen schwierigen Entscheidungen stehen lassen. In diesem Bericht richten wir unseren Blick auf ein bemerkenswertes Projekt in Düsseldorf Golzheim namens „The Oval“, das von der Gerchgroup fertiggestellt wurde, bevor das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Obwohl das Gebäude bereits zu 70% vermietet ist, findet sich kein Käufer, was Fragen zur Zukunft des Projekts aufwirft. Diese Situation wird in einem Bericht von Thorsten Bader in der Sendung „lokalzeit“ des WDR beleuchtet. Thorsten Bader zu Gast in der lokalzeit (WDR). Wie entsteht eine Immobilienkrise? Lesen Sie hier mehr: Immobilienblase.

The Oval: Beispiel „The Oval“ in Düsseldorf

„The Oval“ in Düsseldorf Golzheim ist ein beeindruckendes Immobilienprojekt mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern. Es wurde von der Gerchgroup fertiggestellt, bevor das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Trotz der bereits erreichten 70% Vermietung gibt es derzeit keinen Käufer für dieses Projekt. Auf öffentlichen Veranstaltungen werden Durchhalteparolen verkündet, aber die große Frage bleibt: Wie geht es weiter für „The Oval“?

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Unser Immobilien Experte und Gründer Thorsten Bader gegenüber lokalzeit (WDR):

„Es entsteht automatisch, das sieht man bei dem ein oder anderen Bauträger immer wieder, so ein bisschen ‚Größenwahn‘. Unser gehört die Welt, wir haben die Kontakte, wir haben das Kapital, die Party geht weiter, und wir haben kein Problem.“

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Herausforderungen für den Immobilienmarkt:

Steigende Zinsen und Baumaterialpreise

Abgesehen von den spezifischen Herausforderungen von „The Oval“ stehen Immobilienunternehmen in Deutschland vor weiteren Schwierigkeiten. Die Zinsen auf dem Immobilienmarkt steigen, und dies wirkt sich auf die Investitionen und Finanzierungen aus. Gleichzeitig verzeichnen wir einen Anstieg der Preise für Baumaterialien, was die Baukosten erheblich erhöht.

Dieses toxische Gemisch aus steigenden Zinsen und höheren Baumaterialpreisen führt zu einer erschwerten finanziellen Situation für viele Bauprojekte und Bauträger. Hinzu kommen staatliche Regulierungen in Deutschland, darunter Vorschriften für den Bauschutz, Brandschutz, Stellplätze und Anforderungen an energetische Sanierungen. Oftmals sind die Kosten für diese Vorschriften so hoch, dass sie sich nicht durch eingesparte Energiekosten ausgleichen lassen.

Beispiel: „Laurenz Care“ Köln

Die Gerchgroup ist nicht das einzige Unternehmen, das mit Problemen zu kämpfen hat. Ein weiteres bezeichnendes Beispiel findet sich in Köln, wo das Projekt „Laurenz Care“ in der Innenstadt stillsteht. Ursprünglich waren 64 Wohnungen und Einzelhandelsflächen geplant. Das Projekt wurde 2021 an einen Investor verkauft, der ursprünglich nach Baufortschritt zahlen wollte. Jedoch wurde die erste Rechnung gestellt, blieb aber unbezahlt, was zu einer erheblichen Finanzierungslücke führte.

Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf die Bauprojekte selbst, sondern auch auf die Handwerker, die auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben und selbst mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Thorsten Bader gegenüber lokalzeit (WDR):

„Ich glaube, dass die Talsohle bezogen auf Insolvenzen, die noch kommen werden, gegen Anfang des nächsten Jahres erreicht ist. Dann wird erst einmal eine enorme Zurückhaltung auf dem Markt herrschen, besonders bei so großen Prestigeprojekten, die enorm viel Kraft, Geld und Zeit kosten. Aber dann geht die Party wieder von vorne los.“

Was kommt? Immobilienblase in Deutschland

Insgesamt zeigt sich, dass die Herausforderungen auf dem deutschen Immobilienmarkt vielfältig sind. Obwohl einige Projekte stillstehen und Insolvenzen in der Branche auftreten, bleibt die Immobilienwirtschaft hoffnungsvoll und setzt auf eine Erholung im nächsten Jahr.

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