Vorsorge für die Nebenkosten 2023: Energiepreise & Kündigungsgrund

Nebenkosten 2023 – Eigentlich kommt die fertige Nebenkostenabrechnung erst im nächsten Jahr, trotzdem ist es sinnvoll jetzt schon vorzubeugen. Diese soll teuer werden. Damit Vermieter nicht auf den Kosten sitzen bleiben, sollten sich Mieter und auch Vermieter mit den steigenden Kosten auseinandersetzen. Egal, ob rechtzeitige Ankündigung oder fristlose Kündigung, hier finden Sie Tipps, wie Sie als Vermieter mit den finanziell schwierigen Situationen umgehen.

Vorauszahlungen & Nachzahlungen: Zwei Monatsmieten mehr

Nach aktuellen Schätzungen können die Nachzahlungen für die Nebenkosten bis zu zwei Monatskaltmieten betragen. Eine generelle Vorgabe für die Höhe der Nebenkostenvorauszahlungen für Heizung und Warmwasser gibt es nicht. Aktuell schwanken diese häufig zwischen 10% und 20%.

Wenn Sie die verschiedenen Energiearten mit einberechnen, könnten sich die Kosten bis zum Jahresende zwischen 71% und 200% steigen. In der Praxis bedeutet das für einen Ein-Personen-Haushalt 1000 bis 2700 Euro und bei zwei Personen 1400 bis 3800 Euro zusätzlich. Das berichtet Focus Online.

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Diese Steigungen werden bis zum Ende des Jahres 2023 erwartet:

  • Nachzahlungen: bis zu zwei Monatskaltmieten mehr
  • Vorauszahlungen: oft zwischen 10% – 20% mehr
  • Kosten für alle Energiearten: 71% – 200% mehr
  • Ein-Personen-Haushalt: 1000 – 2700 Euro mehr
  • Zwei-Personen-Haushalt: 1400 – 3800 Euro mehr

Empfehlungen: Vorsorgliche Beiträge, Warnung & Kündigung

Vom Eigentümerverband Haus und Grund geht die Empfehlung aus, dass Sie als Vermieter vorsorglich höhere Beträge bei Vorauszahlung verlangen sollten. Dadurch bestehe eine bessere Chance, dass die Summe am Ende des Jahres auch reicht.

Die Empfehlung des Eigentümerverbandes Haus und Grund lautet:

  • Vermieter: Vorsorglich höhere Beträge verlangen
  • Dadurch: Summe reicht am Ende des Jahres

Vorauszahlungen erhöhen & Mieter warnen

Gerade private Immobilieneigentümer und Wohnungsunternehmen sollten sich wappnen. Die Vorauszahlungen für das Gas und die Vorleistung für Heizöl können deutlich höher ausfallen. Es wird empfohlen, dass Sie sich mit Ihren Mietern absprechen. Darüber können Sie überprüfen, wie viel Kosten die Mieter stemmen können.

Rechtlich gesehen besteht zunächst kein Anspruch auf die Erhöhung der Abschlagszahlungen, die monatlich in die Nebenkosten mit einfließen. Sollten allerdings die Nebenkosten für dieses Jahr abgerechnet sein, dann können die Vermieter die Erhöhung sehr wohl fordern. Das ist möglich durch die steigenden Energiekosten. Dabei wird nicht zwangsläufig eine umfangreiche Begründung verlangt.

Diese Maßnahmen werden empfohlen, damit Sie die zusätzlichen Kosten bewältigen können:

  • Gespräch mit Mieter suchen (Können sie Mehrkosten zahlen?)
  • Abschlagszahlungen erhöhen nach Nebenkostenabrechnung 2022

Keine Zahlung: Möglichkeit für fristlose Kündigung

Sollte der rückständige Betrag eine Monatsmiete übersteigen, gilt das als Kündigungsgrund. Diese darf, nach einer nicht erfolgten Nachzahlung, auch eine fristlose Kündigung sein. Demnach sind Energieschulden also ein legitimer Kündigungsgrund.

Sollten Ihre Mieter sich nicht an die Zahlungen halten, dann können Sie zu diesen Mitteln greifen:

  • Ausgefallener Betrag = mehr als eine Monatskaltmiete
  • Zahlung nach erneuter Aufforderung nicht geleistet
  • Dann: Grund für eine fristlose Kündigung des Mieters

Mieter sollten sich an folgende Stellen wenden, wenn die Angst besteht, der Nebenkostenabrechnung nicht gerecht zu werden:

  • Mietervereine
  • Schuldnerberater
  • Sozialämter

Mehr Kosten: Berechnung der Gasumlage für Verbraucher

Zu den höheren Gaspreisen kommt zusätzlich noch die Gasumlage für Verbraucher. Hintergründe, Erklärungen und eine Beispielrechnung finden Sie dazu hier: