Anschlussfinanzierung einfach erklärt: Definition, Bedeutung & Grundlagen

Anschlussfinanzierung einfach erklärt – Die Anschlussfinanzierung tritt in Kraft, wenn die bisherige Bau- oder Immobilienfinanzierung nach der Zinsbindungsfrist abgelaufen und das Darlehen nicht vollständig abbezahlt ist. Bei einem Annuitätendarlehen ist beispielsweise eine Anschlussfinanzierung nötig. Käufer, die einen Kredit für den Kauf einer Immobilie aufnehmen und die Restschuld noch begleichen müssen, stehen spätestens dann vor der Frage der Anschlussfinanzierung. Die Grundlagen zur Anschlussfinanzierung werden Ihnen hier erklärt. Zurück zur Übersicht: Anschlussfinanzierung.

Erklärung & Definition: Anschlussfinanzierung

Die Zinsfestschreibung, bei einer Immobilienfinanzierung, beträgt im Normalfall zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Da innerhalb dieser Frist eine Vielzahl der Kreditnehmer das Darlehen nicht zurückgezahlt haben, können Kreditnehmer eine erneute Vereinbarung über die Rückzahlung der Restschuld vereinbaren. Diese anschließende Finanzierung wird als Anschlussfinanzierung bezeichnet.

Überblick: die Bedeutung der Anschlussfinanzierung

Anschlussfinanzierung Immobilie, alles Grundlegende, was Sie wissen müssen auf einen Blick.

  • Anschlussfinanzierung ist eine Art von Finanzierung
  • Grund des Abschlusses = fehlendes Eigenkapital um Restschuld nach Zinsbindungszeitraum zu tilgen
  • Bestehende Immobilienfinanzierung kann erneuert werden
  • Oder eine andere Finanzierungsart kann gewählt werden (Umschuldung)
  • Bonität wird erneut geprüft

Tipp! Außerdem häufig gelesen: Finanzierungsarten und Anschlussfinanzierungsrechner.

Definition & Bedeutung der Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung ist eine Art von Finanzierung, die verwendet wird, um eine bestehende Immobilienfinanzierung zu erneuern, wenn die ursprüngliche Finanzierung abläuft. Sie ist in der Regel erforderlich, wenn Sie kein Eigenkapital haben, um den Restbetrag der Immobilie zu bezahlen, oder wenn Sie den Kredit zu einem besseren Zinssatz refinanzieren möchten.

Allerdings ist es auch möglich, eine andere Art der Finanzierung bzw. ein anderes Kreditinstitut für die Anschlussfinanzierung zu wählen. Das nennt man Umschuldung. Die Anschlussfinanzierung sollte idealerweise immer günstiger als die erste Finanzierung sein. Vergleichen Sie jetzt verschiedenste Top-Anbieter mithilfe des Anschlussfinanzierungsrechners.

Anschlussfinanzierung erhalten: Was wichtig ist

Um eine Anschlussfinanzierung zu beantragen, müssen Sie in der Regel Ihre Finanzsituation und Ihre Bonität überprüfen lassen. Dazu gehört in der Regel auch eine Beurteilung des Werts der Immobilie, um sicherzustellen, dass der Kredit ausreichend abgesichert ist. Wenn die Anschlussfinanzierung genehmigt wird, wird der Kreditbetrag an Sie ausgezahlt und Sie verpflichten sich, den Kredit zu den vereinbarten Bedingungen zurückzuzahlen.

Tipp: Wenn die Zinsen sehr niedrig sind (Bsp. unter 2 %), sollten Sie langfristig finanzieren. Befinden sich die Zinsen auf einem hohen Stand (z.B. über 6 %), dann sollten Sie kurzfristig finanzieren und schauen, wie sich der Markt entwickelt. Bei hohen Zinsen lohnt es sich für Kapitalanleger (nicht Eigennutzer), mit einem Disagio zu arbeiten, weil es positive Auswirkungen auf die Steuerlast hat.

Anschlussfinanzierungsrechner: Anbietervergleich

Ein nützliches Tool für Finanzentscheidungen, die die Immobilie betreffen. Anschlussfinanzierungsrechner sind eine großartige Möglichkeit, den finanziellen Spielraum zu erhöhen und bessere Kreditentscheidungen zu treffen. Sie können Ihnen helfen, die beste Option für Ihre Restschuldbegleichung zu finden, indem sie Ihnen mehrere Angebote anzeigen. Ein Anschlussfinanzierungsrechner ist auch eine gute Möglichkeit, das Ergebnis der Finanzierungsanfrage vorherzusagen, bevor man sich an einen Kreditgeber wendet. Dies ermöglicht es Ihnen, schon im Vorfeld ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, was Sie benötigen und welche Konditionen Sie unter Umständen erhalten könnten. Hier geht’s zum Vergleich: